Die Panther 2018: Wunschteam und WundertüteSaisonstart des ERC Ingolstadt

Das Team von ERCI-Coach Doug Shedden ist eine der großen Unbekannten der 25. DEL-SaisonDas Team von ERCI-Coach Doug Shedden ist eine der großen Unbekannten der 25. DEL-Saison
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Der Aufschwung des ERC Ingolstadt in der vergangenen Spielzeit ist untrennbar mit den Namen Doug Shedden verbunden, der während der Hautrunde als Coach übernahm, und dem seiner ersten Neuverpflichtung: Ville Koistinen. Der Finne, alter Weggefährte von Doug Shedden, wurde zum Jahreswechsel aus der Schweiz geholt, kam, sah – und der ERC siegte. Von seinem ersten Wechsel in seinem ersten Spiel an war Koistinen gleich der absolute Leader und Spielmacher im Team, dazu trotz durchaus fortgeschrittenen Alters noch einer der besten Schlittschuhläufer der gesamten Liga. Kurzum: ein Volltreffer. Deswegen gingen die Verantwortlichen in Ingolstadt bei den Verhandlungen über die weitere Zusammenarbeit mit dem finnischen Ausnahmespieler auch bis an die Schmerzgrenze des Machbaren, boten ihm einen Zwei-Jahres-Vertrag an und es darf vermutet werden, dass er künftig einer der Topverdiener der Schanzer ist.

Viele Wechsel in der Offensive, Konstanz in der Defensive

Damit war die „wichtigste Aufgabe“ des Sommers, wie Shedden und Mitchell betonten erfolgreich erledigt. Ein weitere wichtige Aufgabe kam eher unerwartet hinzu: John Laliberte, Anführer und Kapitän des Teams, hatte sich nach langer Bedenkzeit im Anschluss an eine für ihn schwierigen Saison 2017-2018 mit wenigen Punkten in der Hauptrunde und einer sehr soliden Performance in den Play-Offs noch einmal zu einer Verlängerung in Oberbayern durchgerungen, entschied sich dann aber, seine Karriere zu beenden und im heimischen Portland ins Baugeschäft einzusteigen. Verpflichtet wurden fünf potenzielle Top-Stürmer mit reichlich Routine und wenig DEL-Erfahrung. Patrick Cannone und der nur 168 Zentimeter große Tyler Kelleher, im Idealfall eine Art Nathan Gerbe der DEL, absolvieren ihre erste Europa-Station an der Schanz. Jerry D’Amigo, Kraftpaket Vili Sopanen und der nachverpflichtete Ryan Garbutt haben bereits in Finnland respektive in der KHL ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt.

Es war also wieder vieles im Fluss am Donauufer – gut, dass wenigstens bei den Torhütern alles beim Alten bleibt: Timo Pielmeier und Jochen Reimer bilden eines der besten Duos der DEL. „Pille“ zeigte, auch durch den Druck von Reimer, wieder reihenweise sehr gute Leistungen und auch Reimer spielte bei seinen Einsätzen gut, bekam aber laut Shedden wenig aus der Unterstützung aus der Offensive, so dass einige Spiele sehr knapp verloren wurden, trotz sehr guter Auftritte des „Joker“.

In der Abwehr wurden mit Colton Jobke und Maury Edwards zwei Straubinger verpflichtet, während Benedikt Schopper zu den Niederbayern wechselte. Nach ihren langen Ausfällen gelten die beiden Defender Bene Kohl und Simon Schütz quasi als Neuzugang.

Zum Saisonauftakt gab es gegen eben jene Straubinger, von denen ja auch Sportdirektor Larry Mitchell nach Ingolstadt kam, zwar eine 2:4-Auswärtsniederlage, aber es gab auch Positives zu vermelden: Mit Kelleher und Sopanen trafen zwei Neuzugänge und eines der beiden Tore fiel in Überzahl. Dennoch wartet noch ein bisschen Arbeit auf Doug Shedden und sein Trainer-Team, um die Panther auf Kurs zu bringen. Und dieser soll, auch wenn sich die Verantwortlichen bedeckt halten, idealerweise doch zur direkten Viertelfinal-Qualifikation führen.

Die weiteren Ergebnisse des ersten Spieltags im Überblick:

Schwenninger Wild Wings– Nürnberg Ice Tigers 3:2 (0:1, 1:1, 1:0, 1:0) n.V
Eisbären Berlin – Red Bull München 2:4 (0:1, 2:1, 0:2)
Kölner Haie – Augsburger Panther 4:5 (0:3, 3:1, 1:0, 0:1) n.V.
Adler Mannheim – Düsseldorfer EG 1:2 (1:1, 0:0, 0:0, 0:1) n.V.
Krefeld Pinguine – Fischtown Pinguins 3:4 (2:0, 0:2, 1:1, 0:1) n.V.
Iserlohn Roosters – Grizzlys Wolfsburg 5:2 (2:1, 1:1, 2:0)

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