Die Minimalisten haben wieder zugeschlagenMannheim - Augsburg 2:1

Lesedauer: ca. 2 Minuten

„Wir haben manchmal gut gespielt, manchmal nicht gut gespielt und manchmal überhaupt nicht gespielt.“ Diese Aussage von Adler-Trainer Harold Kreis über das erste Drittel der Saison bestätigten die Adler gestern Abend in der Partie gegen Augsburg in kompakter Form. Sie zeigten alle drei Zustände innerhalb des Spiels gegen die um ihre Form kämpfenden Panther.

Die Schussstatistik von 55:32 Schüssen zugunsten der Adler beweist einmal mehr Druck aufs Tor, bei zwei erzielten Toren jedoch auch eine schlechte Chancenverwertung, die den Adlern auch weiterhin erhalten bleiben wird, wenn sie zum Beispiel nach 17 Schüssen im ersten Drittel nicht erkennen, wenn ein Goalie, im heutigen Fall der gegnerische Torhüter der Augsburger, Patrick Ehelechner, einen Sahnetag erwischt hat, somit Schüsse mit freier Sicht aus allen Lagen nur aus Hoffnung auf einen Glückstreffer begründet sind, solange niemand der eigenen Mannschaft vor dem Tor steht, der Puck in aller Schönheit „tot gespielt “ oder die Verantwortung für einen aussichtsreichen Torschuss weitergegeben wird. Die Erkenntnis, dass man die gegnerische Defensive in solch einem Fall nur durch „Alarm“ rund ums Tor aus der Position bringen kann, ereilte die Adler erst im letzten Drittel. In der 46. Minute gelang das der Reihe um Yanick Lehoux, Kenneth Magowan und Frank Mauer. Lehoux verwertete im Slot ein schnelles Zuspiel von Magowan zum Ausgleich, mit diesem Tor machte diese Reihe ihren gemeinsamen defensiven Tiefschlaf wieder wett, der Panther Thomas Jordan Trevelyan den Führungstreffer in der 31. Minute ermöglichte. Den zweiten Beweis, wie das funktioniert, erbrachte einmal mehr Mannheims Vorzeige-Akteur in Sachen Kampfgeist und Wollen – Ronny Arendt. In der 46. Minute beschäftigte er drei Augsburger um deren Tor herum und stiftete damit so viel Unruhe, dass Marc El Sayed die Lücke fand und den Siegtreffer zum 2:1 erzielen konnte.

[AD_MRECT]Zusammenfassend lässt sich sagen, nach gefälligem aber erfolglosem Spiel im ersten Drittel transportierte das fehlende Erfolgserlebnis die Adler im Mittelabschnitt in die Phase „überhaupt nicht gespielt“. Mit etwas Glück, das den Augsburgern im Moment wirklich nicht hold ist, wäre hier für die Panther mehr möglich gewesen, als ein einziges Tor. Ob das Erwachen nach Lehouxs Treffer in den Abschnitt „gut gespielt“ dann noch zum Sieg gelangt hätte, ist fraglich. Denn so nebenbei und mit 15 Minuten ansehnlichem Hockey im letzten Drittel lässt sich nur mit Glück ein Spiel in der DEL gewinnen, die Adler haben es in diesem Spiel bewiesen.