Die Mannschaft mit den zwei GesichternAdler Mannheim

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Zwei Drittel lang boten beide Mannschaften Eis Schach, Nichtangriffspakt inklusive. Aus Adler Sicht, die mit der Rückkehr der bis dato Verletzten Craig Mac Donald und Christoph Ullmann rechtzeitig zu den Play-offs alle Mann an Bord haben, war es dadurch auch eine Umstellung der Reihen. Neben der wieder vereinten und bewährten "Wrecking-Line" Glumac, MacDonald, Kink, spielte Ullmann Center zwischen Magowan und Mitchell, die Reihe Lehoux, Arendt, Mauer blieb unverändert, Seidenberg rutschte zu Plachta und El-Sayed. Auch wenn Marcus Kink nach dem Spiel meinte, das sind alles Profis und müssen das können, war ein deutlicher Nachholbedarf in Sachen Spielaufbau, Pass -genauigkeit und Abstimmung der Laufwege innerhalb der Reihen zu sehen.

Dies und das Wissen, das ausgegebene Ziel, vierter Platz zu den Play-offs, bereits erreicht zu haben, tat wohl ein Übriges zu einem Spiel ohne richtigen Druck, bzw. konsequentem Zug zum Tor. Der Tabellenletzte Hannover spielte auch nicht wie von der Leine gelassen, wohl noch das Dienstags Spiel gegen Straubing in den Knochen, gestalteten sie ihren Kampf um die goldene Ananas immerhin so, dass es nach 40 Minuten immer noch 0:0 stand. Ab der Mitte des zweiten Drittels ließen bei den „Spinnentieren “allmählich die Kräfte nach, typische Müdigkeitsfouls bescherten den Adlern, die im Übrigen selbst keine einzige Strafe erhielten, drei Möglichkeiten in Überzahl, um etwas für den Spielstand zu tun. Über die Ausführung sollte man hier den Mantel des Schweigens hüllen. Das sah auch eine nicht zu übersehende Zuschauerzahl so, die ob der Qualität des Spiels die Arena verließ. Das hätten sie lieber nicht getan.

Zu einer die Drittelpause überlappenden Strafzeit kam im letzten Drittel eine zweite hinzu und jetzt entleerte sich die viel zitierte Ketchup-Flasche, die sich bis jetzt geweigert hatte, ihren Inhalt preis zu geben, innerhalb von acht Minuten. Christoph Ullmann in doppelter Überzahl, Mike Glumac in einfacher Überzahl stellten auf 2:0, dann zeigte der unterschätzte, weil zu zurückhaltend spielende Verteidiger Shawn Belle seinen Stürmerkollegen zweimal hintereinander, wie perfektes Timing aussieht, um zwei gute Pässe von Mike Glumac und Craig MacDonald zu verwerten, zum 3 und 4:0.

Waren die beiden Tore vom Drittelanfang der Wendepunkt des Spiels, ließ der erneute Doppelschlag die Scorpions auseinanderbrechen. Die Adler aus Mannheim blieben im Gegensatz zu früheren Spielen weiter vor allem in der Defensive konzentriert, offensiv einmal ins Rollen gekommen, setzten Frank Mauer und Adam Mitchell die Schlusspunkte und das Ergebnis auf 6:0.

Was auch immer dieses Spiel über die Leistungsfähigkeit der Adler in den Play-offs sagt, weiß man nicht. Klar ist aber, dass die Adler nun Platz Zwei innehaben und mit diesem Sieg ihre Tordifferenz deutlich aufpoliert haben, was für die endgültigen Ausgangsituation für die Play-offs noch wichtig werden könnte. Nächste Woche beziehen die Adler ein Trainingslager in der Nähe von Garmisch, um Feinabstimmung und Konzentration auf die kommenden Aufgaben zu forcieren.

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Kölner Haie Köln
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Fischtown Pinguins Bremerhaven
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