Die Eisbären Berlin kooperieren zukünftig mit den Lausitzer FüchsenEhemalige DDR-Rivalen arbeiten zusammen

Die Kooperation soll "den Kreislauf der Talente schließen", so Dirk Rohrbach, Geschäftsführer der Füchse. (Foto: Imago)Die Kooperation soll "den Kreislauf der Talente schließen", so Dirk Rohrbach, Geschäftsführer der Füchse. (Foto: Imago)
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Zu DDR-Zeiten waren sie Rivalen. Dynamo Berlin und Dynamo Weißwasser spielten zwischen 1954 und 1990 – in der kleinsten Liga der Welt – den Meister der DDR-Oberliga aus. Nach der Wende hatten beiden Vereine Schwierigkeiten Fuß zu fassen und kämpften immer wieder gegen die mögliche Pleite. Die Eisbären etablierten sich spätestens seit 2000er Jahren als eine der Topadressen des deutschen Eishockeys. Die Füchse festigten ihre wichtige Stellung in der Lausitz, besonders im Ostdeutschen Eishockey, in der 2. Liga und später der DEL2. Vor allem die Nachwuchsarbeit in der Lausitz genießt einen guten Ruf. Zum ersten Mal kommt es nun zwischen den beiden Vereinen zu einer Zusammenarbeit auf Profiebene.

Zum einen sollen Nachwuchstalente der Eisbären Juniors, für die der Sprung von der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL) in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) noch zu früh kommt, in Weißwasser Spielpraxis sammeln. Zudem soll die bestehende Kooperation im Nachwuchsbereich noch stärker ausgebaut werden. „Wir glauben, mit dem geschaffenen Umfeld und dem neuen Trainer Hannu Järvenpää ist Weißwasser der richtige Schritt für unsere Talente“, sagt Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee. Dirk Rohrbach, Geschäftsführer der Füchse fügt hinzu: „Uns gibt diese Kooperation die Möglichkeit, den Kreislauf der Talente zu schließen. Wir haben einige Spieler, die im Schüler- oder Jugend-Alter nach Berlin gehen und dort in der DNL1 zum Einsatz kommen. Jetzt können wir sie für die DEL2 wieder zurück nach Weißwasser holen und weiter ausbilden, um sie so dabei zu unterstützen, dass sie den Sprung in die DEL vielleicht schaffen.“

Auf Seiten der Lausitzer Füchse wird Sebastian Elwing eng in die Kooperation eingebunden. Der gebürtige Berliner und ehemalige Profi-Torwart spielte zwischen 1998-2002 und 2012-2014 für die Eisbären Berlin, lebt mittlerweile in Weißwasser, betreibt dort einen Torwartschule und ist sportlicher Leiter des Eissport Weißwasser e.V (Stammverein der Nachwuchsabteilung der Lausitzer Füchse). Elwing wird sich mit Stefan Ustorf, sportl. Leiter der Eisbären Berlin, um die Umsetzung der Zusammenarbeit kümmern. „Mit Sebastian Elwing haben wir in Weißwasser einen Eishockeyfachmann vor Ort, der beide Clubs bestens kennt und unsere Zusammenarbeit gut etablieren kann“, sagt Lee.

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