Die angekündigte Konsequenz: Zwei müssen gehen

Die angekündigte Konsequenz: Zwei müssen gehenDie angekündigte Konsequenz: Zwei müssen gehen
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Konsequenzen hatte Trainer Karel Lang angekündigt. Konsequenzen gibt es. Dustin van Ballegooie (Foto) und Lars-Erik Spets hatten Verträge für die neue Saison – bis heute. Denn Franz Fritzmeier, Sportdirektor des Eishockey-Erstligisten EV Duisburg, informierte die beiden Spieler, dass die Füchse ab sofort nicht mehr mit den beiden planen. Bereits im letzten Saisonspiel am Sonntag, 14.30 Uhr, zu Hause gegen den EHC Wolfsburg, sind der kanadische Verteidiger und der norwegische Stürmer nicht mehr dabei; 15 Feldspieler stehen Lang dabei zur Verfügung. Wie auch in den letzten Spielen. „Ich hätte am liebsten noch mehr Spieler gefeuert, aber ich brauch' ja noch Spieler”, war EVD-Chef Ralf Pape gereizt. Denn die Füchse hatten den Kredit der vergangenen Wochen mit blamablen Auftritten gegen Straubing un Berlin leichtfertig aufs Spiel gesetzt.

Der Grund für die Entlassung: „Was die Mannschaft seit dem Köln-Spiel und speziell am vergangenen Wochenende geleistet hat, war in Teilen schon Arbeitsverweigerung”, schimpfte Pape. „Das will ich nicht nur an Spets und van Ballegooie festmachen, aber es bringt ja nichts Spieler herauszuwerfen, die ohnehin nicht bleiben werden. Die würden sich nur freuen, eine Woche früher Urlaub zu haben”, ärgerte sich Pape vor allem über die Leistungsträger. Zu denen gehört auch Topscorer Adam Courchaine, der in der kommenden Saison für Düsseldorf spielen wird. Von der Kritik nahm Pape allerdings Igor Alexandrov aus. „Er war einer der wenigen, die wenigstens etwas versucht haben.”

Das Heimspiel gegen Wolfsburg ist zudem eine Bewährungsprobe für einige andere Wackelkandidaten. „Ich will nicht ausschließen, dass wir uns noch von anderen Spielern trennen werden”, so Pape. „Dass einige Spieler technische Probleme haben, kann ja sein. Dass aber der Einsatz stimmt, das lasse ich mir nicht bieten. Dafür stecke ich hier zu viel Geld rein”, so Pape.

Derweil ist auch klar, dass der EVD auf der Suche nach einem neuen Torhüter ist. „Da müssen wir uns eingestehen, dass wir das Klassenziel nicht erreicht haben”, so Pape. Neben einem neuen Keeper, werden nun noch die beiden Nebenleute für Alexander Selivanov in der ersten Reihe, ein Verteidiger für einen der ersten beiden Blöcke sowie ein weiterer Förderlizenzspieler gesucht. „Dazu kämen weitere Spieler, sollten wir uns tatsächlich noch von einige Spielern trennen.”

Die Zusammenarbeit mit Justin Cox wurde um zwei Jahre verlängert. Ebenfalls bis 2010 stehen Jean-Luc Grand-Pierre, Michail Kozhevnikov, Alexander Selivanov und Morten Ask, Lukas Lang sogar bis 2011 unter Vertrag. Alle übrigen Kontrakte haben eine Laufzeit von einem Jahr.

Torsten Kienass beendet seine Laufbahn, wird aber beim EVD weiter beschäftigt.

Nach dem Spiel gegen Wolfsburg gibt es auf dem Vorplatz eine Abschlussfeier. Alle Getränke kosten nur einen Euro. Auch die Spieler feiern mit. (the / Foto: City-Press)