Die Adler siegen weiterJaime Sifers vor der Rückkehr?

Sinan Akdag bejubelt sein Tor zum 1:0 für die Adler Mannheim gegen den ERC Ingolstadt. (Foto: Imago)Sinan Akdag bejubelt sein Tor zum 1:0 für die Adler Mannheim gegen den ERC Ingolstadt. (Foto: Imago)
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Auch die dritte Partie des Heimspielmarathons gewinnen die Adler Mannheim und erhöhen damit ihre Heimbilanz auf neun Siege in Folge. Diesmal waren die Panther aus Ingolstadt der Gegner. Die Gastgeber gewannen mit 5:2 (1:1, 1:0, 3:1).

Es war kein Spiel für Eishockey-Ästheten. 11.712 Zuschauer sahen viel Kampf, reichliche Übungseinheiten für die Über- und Unterzahlformationen und ein Schiedsrichtergespann, das ein deutliches Statement für mehr Mitbestimmung auf dem Eis ablieferte. Sie drückten dem Spiel mit ihren merkwürdigen, einseitigen und nicht durchgängigen Regelauslegungen ihren Stempel auf. Sie verhängten in einem fairen Spiel 42:18 Strafminuten, Übergewicht fürs Kopfschütteln, Vorteil Adler, die Panther kamen hier deutlich besser weg. Bleibt die Frage, was die beiden Referees machen würden, wenn es auf dem Eis mal richtig zur Sache geht.

Jedenfalls sorgte die Strafenflut dafür, dass das Spiel gänzlich zerfahren blieb und jeglicher Spielfluss unterbunden wurde. Im Anfangsdrittel mussten die Adler gleich zweimal hintereinander (1., 3.) in Unterzahl ran, die sie schadlos überstanden. In der längsten straffreien Zeitspanne im ersten Drittel zwischen der fünften und zehnten Minute gelang Sinan Akdag bei fünf gegen fünf der Führungstreffer. Gut von Martin Buchwieser angespielt, zog Mannheims Verteidiger vors Tor und netzte in Stürmermanier ein, Timo Pielmeier war chancenlos. Danach saß irgendwie immer jemand auf der Strafbank, beide Teams kreierten gute Chancen in Unter- und Überzahl, aber erst in der 20. Minute gelang in diesem Fall Ingolstadt ein Treffer. Panther Brandon Buck erzielte im Powerplay den verdienten Ausgleich.

Im Mittelabschnitt erarbeiteten sich die Adler nicht nur ein Übergewicht an Strafzeiten, sondern auch an Spielanteilen, Timo Pielmeier hatten es die Ingolstädter zu verdanken, dass es nur zu einem Tor für die Adler reichte. In der 32. Minute, natürlich während eines Powerplays, tanzte Ryan MacMurchy einen sich in den erwarteten Schuss werfenden Ex-Kollegen aus, passte vors Tor, der Rest war für Brandon Yip kein Problem.

Anfang des letzten Drittel erhöhten die Panther nochmal die Schlagzahl, steckten selbst den Überzahltreffer zum 3:1 (50.) von Adler Mathieu Carle weg und bekamen zusätzlich Auftrieb durch Alexander Bartas Anschlusstreffer in der 54. Minute zum 3:2 in, klar, Überzahl. Erst nach Christoph

Ullmanns 4:2 in der 58. Minute zeigten Teile der Ingolstädter Mannschaft Resignation, so blieb dann auch das Auswechseln des Torhüters gegen einen zusätzlichen Feldspieler erfolglos, im Gegenteil, Danny Richmond konnte die Scheibe zum 5:2 im verwaisten Ingolstädter Tor unterbringen.

Man sah bei den Panthern, dass nach dem Trainerwechsel die Defensivarbeit deutlich verbessert ist und die Bindung zur ohnehin gut besetzten Offensive wieder anfängt zu funktionieren. Klar ist aber auch, dass die Ingolstädter von ihrer letztjährigen Form noch ziemlich entfernt sind und es hin zum Besseren noch Arbeit gibt. Wie weit sie wirklich sind, konnte man bei dieser Über- und Unterzahl- Orgie nicht wirklich sehen, eben „nur“, dass die Special Teams funktionieren. Dass diese bei den Adlern im Moment top sind, weiß man, muss aber auch klar sagen, dass sich die Mannheimer immer wieder Durchhänger leisten, die nur deswegen keine Folgen haben, weil Adler-Keeper Dennis Endras in überragender Form ist. Bleibt abzuwarten, wie sich das bei den Adlern weiterentwickelt, wenn mit Jochen Hecht (machte heute den Anfang) und Marcel Goc sich das Lazarett gelichtet hat, wie sich das auf das mittlerweile erfolgreiche Gefüge der Mannschaft auswirkt. Vielleicht steht ja auch noch Verstärkung ins Haus. Das Gerücht des Spieltags will die Rückkehr von Jaime Sifers verkünden, der mittlerweile über die Stationen Columbus Blue Jackets und Springfield Falcons zu den Lake Erie Monsters „weitergereicht“ wurde.

Tore: 1:0 (7.) Sinan Akdag (Martin Buchwieser, Christoph Ullmann), 1:1 (20.) Brandon Buck (Thomas Greilinger, Timo Pielmeier), 2:1 (32.) Brandon Yip (Ryan MacMurchy, Mathieu Carle), 3:1 (50.) Mathieu Carle (Kai Hospelt, Ryan MacMurchy), 3:2 (54.) Alexander Barta (Brian Salcido, Jared Ross), 4:2 (59.) Christoph Ullmann, 5:2 (60.) Daniel Richmond EN; Strafen: Mannheim 10, Ingolstadt 9. Zuschauer: 11.712.

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