Die Adler Mannheim sind zum achten Mal Deutscher Meister5:4-Sieg gegen Red Bull München im fünften Finalspiel

Die Adler Mannheim sind zum achten Mal Deutscher Meister. (Foto: DEL / City-Press GmbH)Die Adler Mannheim sind zum achten Mal Deutscher Meister. (Foto: DEL / City-Press GmbH)
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Dieses Finalduell haben die Adler völlig verdient für sich entschieden. Die Kurpfälzer waren am Freitagabend zwei Drittel lang das bessere Team, als sie mit dem 5:4 (2:0, 2:2, 0:2, 1:0)-Erfolg nach Verlängerung den 4:1-Seriensieg vor 13.600 Zuschauern perfekt gemacht haben. Mannheim wirkte viel spritziger, viel spielfreudiger – und das schlug sich schnell auf der Anzeigetafel nieder. In der sechsten Minute war eine Überzahlsituation gerade zu Ende gegangen, als Marcel Goc sich seinen eigenen Rebound schnappte und aus der Drehung zur Adler-Führung traf. München, freilich erneut mit vielen Ausfällen, mühte sich nach Kräften, hatte Chancen durch Yannic Seidenberg (9.) und Mads Christensen (11.), doch es waren die Adler, die trafen. In der zwölften Minute nutzten die Gastgeber einen Münchner Puckverlust an der blauen Linie zu einem 2:1-Konter: Goc legte auf, Cody Lampl schloss zum 2:0 ab.

Mannheim machte genauso im zweiten Drittel weiter: Nach einem Bully ging es schnell: David Wolf stibitzte sich die Scheibe, legte im vollen Lauf quer auf Matthias Plachta, der den Puck zum 3:0 in die Maschen hämmerte (24.). Doch kampflos ergaben sich die roten Bullen nun auch nicht. In Überzahl kam München heran: Nach einem Querpass hatte Trevor Parkes das Auge, ging ein, zwei Schritte und verkürzte auf 1:3 (26.). Doch Hoffnung für die Gäste brachte das nicht, denn Tommi Huhtala nutzte in der 31. Minute einen Abpraller zum 4:1. Aber noch war das Ganze nicht durch: Nach einem missglückten Klärungsversuch brachte Tobias Eder die Scheibe zu seinem Bruder Andreas Eder, der auf 2:4 verkürzte (39.).

Damit waren die Red Bulls wieder in der Partie – und übernahmen nun das Kommando. Eine Strafe gegen Garrett Festerling bestrafte der Titelverteidiger in der 46. Minute mit dem 3:4-Anschluss: Yasin Ehliz schoss mit der Rückhand, den Rebound verwertete Patrick Hager. Kurz darauf stand es dann bereits 4:4. Ehliz zog bei einem Konter ab und war für München erfolgreich (48.). In der Overtime aber schoss Thomas Larkin die Adler zur Meisterschaft (74.).

Und auch für Adler-Coach Pavel Gross war es ein großer Erfolg: Dreimal hatte er mit Wolfsburg ein DEL-Finale verloren und konnte nun den ersten Meistertitel als Trainer bejubeln.


„Im dritten Drittel haben wir es verpasst, weiter forezuchecken. Aber das hat München dann aber auch wirklich sehr gut gemacht. Aber am Ende haben wir uns das auch verdient“, sagte Mannheims Marcel Goc gegenüber Magenta Sport. Auch David Wolf hatte Lob für den unterlegenen Gegner: „München hat noch einmal unglaublichen Charakter bewiesen. Sie haben dieses Jahr tolles Eishockey gespielt, waren im Champions-League-Finale, das war wirklich stark.“ Und was sagte er zum Titel? „Das ist einfach wunderschön!“ Münchens Frank Mauer sagte bei Magenta Sport: „Mannheim hat eine souveräne Hauptrunde, souveräne Play-offs gespielt. Die Adler Mannheim sind verdient Deutscher Meister, auch wenn wir heute noch einmal mit dem Herzen eines Meisters gekämpft haben.“

Im Anschluss an das Spiel wurde Michael Wolf, der seine Karriere beendet, noch einmal besonders geehrt. Als wertvollster Spieler der DEL-Play-offs wurde Adler-Torhüter Dennis Endras ausgezeichnet.


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