Dezimierte Lions besiegen Hamburg und festigen Platz in den Top sechs

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Die Frankfurt Lions erleben in dieser Saison ein Verletzungspech, wie es selbst der erfahrene Manager Norris noch nicht erlebt hat. „In meinen über 15 Jahren Eishockey habe ich noch nie eine Mannschaft gesehen, die so viele schwere Verletzungen zu kompensieren hat“, sagte der Manager vor dem Spiel. Neuestes Opfer ist Mathieu Biron, der sich gleich drei Rippen gebrochen hat. Natürlich, sagen sie in Frankfurt, ist Biron Verteidiger, und somit mussten die Hessen gegen Hamburg gleich auf fünf Verteidiger verzichten. Zudem ging Muir Grippe geschwächt ins Spiel. Auf der anderen Seite konnten die Freezers aus dem Vollen schöpfen. Trainer Gardner bot komplette vier Reihen auf.

So begann Hamburg auch stark und hatte begünstigt durch eine doppelte Überzahl früh im Spiel die Chance auf den Führungstreffer. Zwischen der dritten und sechsten Minuten agierten die Freezers aber zu harmlos und die Lions hatten keine Mühe diese kritische Situation schadlos zu überstehen. Im laufe des ersten Drittels wurden die Hessen stärker und hatten ihrerseits auch Möglichkeiten, das erste Tor zu erzielen. Aber auch Frankfurt ließ eine 90 sekündige fünf gegen drei Überzahl ungenutzt. So mussten die 6.000 Zuschauer bis in das zweite Drittel warten, ehe Simon Danner die Hausherren in Führung brachte. Danner setzte sich in der Ecke stark gegen Delmore und Manning durch, zog vor das Tor und überwand Pelletier mit einem Schuss über dessen Fanghand. Frankfurt setzte nach, während den Freezers der nötige Biss fehlte. Zu weit standen sie von ihren Gegenspielern weg und in der Offensive wurde zu ungenau gespielt. In der 27.Minute nutzte Lions Stürmer Wörle den Freiraum vor dem Hamburger Tor und kam gleich zwei Mal ungehindert zum Torabschluss und verwerte so seinen eigenen Nachschuss zum 2:0.

Ein überflüssiges haken von Kavanagh vor dem Freezers Tor brachte Hamburg wieder ins Spiel. Zwar gehört das Powerplay nicht zur Paradedisziplin der Freezers, aber vier Minuten vor Ende des 2. Drittels nutzte Karalahti die numerische Überlegenheit zum Anschlusstreffer. In den ersten zehn Minuten des Schlussdrittels versäumten es die Lions mit einem dritten Treffer das Spiel vorzuentscheiden. Taylor, Young und später Heerema scheiterten am besten Hamburger Pelletier. Wer auf eine richtige Schlussoffensive der Freezers in den letzten Minuten wartete wurde enttäuscht. Einzig Fortier tauchte gefährlich vor Gordon auf, schoss aber aus halblinker Position drüber. Noch ehe die Freezers in der letzten Minute ihren Torwart vom Eis nehmen konnten war es Lions Stürmer Langfeld, der nach glänzender Vorarbeit von Kavanagh das Spiel mit dem 3:1 entschied. Kompliment an die Lions, die aus der Woche mit drei Siegen herausgehen. Hamburg hingegen wird um einen Platz in den Top 10 noch sehr kämpfen müssen.

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Simon Danner

1:0 (22:04) Danner; 2:0 (26:53) Wörle; 2:1 (35:52) Karalahti 5-4PP; 3:1 (59:14) Langfeld

Strafminuten:

Frankfurt: 12 Minuten

Hamburg: 12 Minuten

Zuschauer: 6.000

Schiedsrichter: Rick Looker

(Frank Meinhardt – Foto by City-Press)

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