Dezimierte Huskies müssen sich erst im Penaltyschießen geschlagen geben

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
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Das letzte Häuflein gesunder Kassel Huskies setzte in der heutigen Begegnung gegen den Tabellendritten, Hamburg Freezers, wahrlich alle noch vorhandenen Kräfte ein, um zu punkten und den 4.420 Zuschauern ein würdiges Saisonfinale zu bieten. Und das gelang ihnen mit beeindruckendem Einsatz, auch wenn am Ende verdient die Hamburger im Penaltyschießen erfolgreich waren, weil für sie House und Purdie trafen, während für die Kasseler einzig Drury den Puck im Netz unterbrachte.



Auch im Abschlussspiel der Saison 2003/2004 mussten die Huskies arg dezimiert antreten. Es fehlten die verletzten Acker, De Wolf und Peterson, der gesperrte Crowley sowie die grippekranken Daffner und MacLeod. Trotz dieser Hypothek wollten die Kasseler sich beim treuen Publikum ordentlich verabschieden, was angesichts des reduzierten Kaders gegen die Freezers, die ihrerseits noch um das Heimrecht in den Play-Offs kämpfen mussten, schwer genug war. So stemmten sich die verbliebenen Huskies in den ersten Minuten gegen Hamburgs Angriffe, die allerdings noch zu verhalten vorgetragen wurden. Selbst in zwei Überzahl-Situationen hatten die Gäste kaum großartige Chancen, vielmehr nutzte Loth eine Unaufmerksamkeit fast zur Führung (8.). Im Gegenzug war dann jedoch Kassels Torhüter Gage gefordert, der gegen Freezers Topscorer Purdie rettete (8.). Doch als anschließend zwei Hamburger zeitgleich auf der Strafbank saßen, benötigten die Nordhessen lediglich 8 Sekunden zum 1:0 durch Trattnig (10.). Nachdem in der Folge sowohl Robitaille und Valenti bei den Huskies (11./16.) sowie Peacock für die Hanseaten (13.) ihre Möglichkeiten vergaben, mussten auch die Kasseler mit zwei Mann weniger agieren. Dies wiederum nutzten die Freezers durch Purdie zum 1:1 (18.) und setzten bei der noch andauernden einfachen Überzahl mit dem 2:1 von Lambert nach (19.).

Für den zweiten Durchgang erhöhten die zuvor schon leicht spielbestimmenden Hamburger das Tempo und stürmten zielgerichteter auf Kassels Tor, ohne sich aber zwingend klare Einschussmöglichkeiten zu erarbeiten. Die beste Chance hatte sogar Drury, der freistehend an Freezers-Goalie Rousson scheiterte (24.). Mit zunehmender Spieldauer ließ der Anfangsdruck der Gäste langsam nach und die Gastgeber fanden wieder besser ihre Linie. Das wurde in der 35. Minute schließlich mit dem Ausgleich zum 2:2 durch Valenti belohnt. Die Hamburger blieben allerdings weiterhin gefährlich und House zielte bei seinem Lattentreffer zu genau, um erfolgreich zu sein (37.).

Im letzten Drittel setzten die Freezers die Huskies erneut mächtig unter Druck, wobei aber die Kasseler in der nun offen geführten Partie mithielten, wenn auch die Gäste mit Chancen fast im Minutentakt durch Hynes (42.), Schneider (44.), Van Impe (45.), Greig (48.) und Washburn (49.) immer wieder an Gage bzw. dem Pfosten (Van Impe) scheiterten und damit der Führung näher waren. Die Huskies wiederum prüften dazwischen Rousson mit Weitschüssen von Serikow und zwei Mal Brousseau und wurden für ihren bravourösen Einsatz von den Zuschauern mit der Welle und Standing-Ovations gefeiert. In der letzten Spielminute nahmen die Hamburger noch eine Auszeit, nachdem zuvor Abstreiter und Purdie an den jeweiligen Torhütern scheiterten (59.), was jedoch am Ergebnis nichts änderte und somit wie bereits in der ersten Begegnung beider Teams in Kassel das Penaltyschießen den Sieger ermitteln musste.

Kassel Huskies - Hamburg Freezers 2:3 n.P. ( 1:2, 1:0, 0:0, 0:1)

Tore: 1:0 (9:06) Trattnig (Wahlberg - 5:3), 1:1 (17:05) Purdie (Van Impe - 5:3), 1:2 (18:32) Lambert (Greig, Purdie - 5:4), 2:2 (34:58) Valenti (Loth, S. Retzer), 2:3 (60:00) Purdie GWS

Strafzeiten: Kassel 8 - Hamburg 8

Schiedsrichter: Schütz (Moers)

Zuschauer: 4.420

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