Derbysieg zum Ersten München – Augsburg 4:3

Jubel in München - das Derby gegen Augsburg ist gewonnen. (Foto: Imago)Jubel in München - das Derby gegen Augsburg ist gewonnen. (Foto: Imago)
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16 Mal trafen die Lokalrivalen in der Deutschen Eishockey-Liga bereits aufeinander. Beide Teams konnten jeweils acht Partien für sich entscheiden. Die Schwaben gewannen in der letzten Saison drei der letzten vier Duelle. Das schmeckte den Münchnern überhaupt nicht und dieses Mal ging es mehr denn je um Wiedergutmachung aus Sicht der Red Bulls, zumal die Oberbayern nur eins ihrer letzten fünf Spiele gewinnen konnten. In einem bis zuletzt spannenden Derby, das die Charakteristik eines Hitchcock-Krimis aufwies, gewann der EHC Red Bull München gegen die Augsburger Panther mit 4:3 (3:1, 0:1, 1:1).

Bereits eine Stunde vor Spielbeginn herrschte in der gut gefüllten Eishalle am Oberwiesenfeld eine aufgeheizte und erwartungsvolle Stimmung. Hunderte aus der Fuggerstadt mitgereiste Fans machten Stimmung gegen die Red Bulls und umgekehrt. Egal ob Verantwortlicher, Spieler oder Fan: Jeder fieberte dem Eröffnungsbully entgegen.

Um 16.32 Uhr war es dann soweit: Das Schiedsrichtergespann um Bastian Haupt und Stephan Bauereröffnete das erste Derby zwischen München und Augsburg in der Saison 2014/15. Schon um 16.38 Uhr durften die Gastgeber das erste Tor ihres Teams bejubeln. Richard Regehr schlenzte die Scheibe im Powerplay unhaltbar für Christopher Mason in den Winkel. Die Freude darüber währte nicht lange, denn nur zwei Minuten später offenbarte sich erneut die eklatante Abwehrschwäche der Red Bulls. Ein Fehlpass leitete den Ausgleich durch T.J. Trevelyan ein. Die Mannschaft von Don Jackson ließ sich davon nicht einschüchtern und erhöhte gegen Mitte des ersten Drittels auf 3:1 durch Yannick Seidenberg und Mads Christensen. Gästecoach Larry Mitchell reagierte und brachte Markus Keller für den unglücklich agierenden Schlussmann Christopher Mason ins Spiel. „Wir haben zu keinem Zeitpunkt aufgegeben und bis zum Ende gekämpft. Das Scheibenglück lag heute leider ein wenig auf Münchner Seite“, so Mitchell.

Im zweiten Drittel schaltete der EHC Red Bull München mal wieder mehrere Gänge nach unten und brachten die Augsburger mit dem zweiten Tor von T.J. Trevelyan wieder ins Spiel. Während die ersten 20 Minuten von technisch hochklassigem Eishockey geprägt waren, beherrschte im zweiten Drittel Kampfgeist, sowie kleine Meinungsverschiedenheiten das Spielgeschehen. Was genau die Red Bulls dazu verleitet, das zweite Drittel bei nahezu jeder Partie aus der Hand zu geben, darüber kann nur gerätselt werden. Kein Rätsel, sondern ein Fakt war nach der 4:2-Führung für München der erneute Anschlusstreffer des AEV durch Michael Connolly in Unterzahl, welcher die Stimmung in der mit 5116 Zuschauern gefüllten Olympia Eishalle erneut zum Siedepunkt brachte. Die Gäste aus der Fuggerstadt agierten jetzt konzentrierter und ein wenig versierter als die Münchner. Eine Minute vor Schluss nahm Larry Mitchell, Markus Keller für einen Extraangreifer vom Eis. Am Endstand von 4:3  für den EHC Red Bull München änderte dies jedoch nichts mehr. „Wir waren heute gut vorbereitet und trotzdem hat uns Augsburg heute das Leben schwer gemacht. Aber besonders Hardy im Tor hat uns im Spiel gehalten und den Sieg festgehalten“, so ein zufriedener Don Jackson.

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