Derbypleite könnte Sundblad den Job kostenGeduld in Köln ist offenbar am Ende

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Wenn der Geschäftsführer von einer Katastrophe spricht und die Leistung der Mannschaft meint, sollte sich der Trainer Gedanken über seine Zukunft machen. Dass die Kölner Haie, ausgerüstet mit einer kostspieligen Mannschaft, mit Platz elf in der Deutschen Eishockey-Liga alles andere als zufrieden sind, dürfte auf der Hand liegen. Und sollte sich daran nicht zügig etwas ändern, könnte Niklas Sundblad bald seinen Job in der Domstadt verlieren.

Moritz Müller reagierte angefressen. Der Kapitän der Haie boxte sich mit Iserlohns Colten Teubert und er sprach davon, dass es keinen Kampf, keine Leidenschaft gebe. Immer wieder häuften sich in letzter Zeit schlimme Ergebnisse für den KEC. Das 1:6 in Iserlohn, das schon nach 40 Minuten feststand, war ein erneuter Rückschlag für die Haie. Gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger fand auch Stürmer Philip Gogulla klare Worte und sprach von einem Tiefpunkt.

Wie tief der Frust über den bisherigen Saisonverlauf sitzt, erklärte Peter Schönberger, der Geschäftsführer des achtmaligen Deutschen Meisters, ebenfalls gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger: „Es ist eine Katastrophe, mit dieser Mannschaft auf Platz elf zu stehen.“ Ähnlich wird Schönberger auch im KEC-Fan-Magazin Haimspiel.de zitiert: „Mannschaft und Trainer müssen sofort die Kurve kriegen. Die beiden Derbys am Wochenende sind eine gute Gelegenheit dazu.“

Nachdem es offenbar lange die Tendenz gab, sich schützend vor den Trainer zu stellen, könnte es am kommenden Wochenende mehr als nur eng für Niklas Sundblad werden, sollte es auch in den Derbys gegen Düsseldorf und Krefeld Niederlagen setzen. Schon vor einiger Zeit ist kolportiert worden, dass Peter Draisaitl ein denkbarer Nachfolger für Sundblad sein könnte, sollte er in Köln herausfliegen.