Der Zehnte überrascht den ErstenDEL-Play-offs kompakt

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Adler Mannheim – Grizzly Adams Wolfsburg 2:3 (1:0, 1:0, 0:2, 0:1) n.V.

Was für ein Schlussspurt der Niedersachsen! Der Hauptrundensieger aus Mannheim ging durch Frank Mauer in Überzahl in der 19. Minute in Führung. In der 24. Minute rutschte ein Schuss von Matthias Plachta zum 2:0 durch. Nicht viel, aber eben doch die Führung des Favoriten. Aber Wolfsburg kam zurück. Mit einem sechsten Feldspieler auf dem Eis traf Norm Milley in der 56. Minute zum 1:2-Anschluss. Und in der 58. Minute erzwang Robert Bina die Verlängerung. In der 71. Minute war die Überraschung dann perfekt. Frank Mauer kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe; das Powerplay nutzte Greg Moore nur 17 Sekunden später zum Siegtreffer für Wolfsburg. Zuschauer: 11.033.

Kölner Haie – Straubing Tigers 6:1 (2:1, 1:0, 3:0)

Für die Straubing Tigers ging es gut los. Nach einer frühen Strafe gegen Blaine Down hielten die Niederbayern ihr Tor sauber und spielten kurze Zeit selbst in Überzahl. So brachte Matt Hussey die Gäste aus Straubing (6.) in Führung. Doch der KEC gab sich nicht geschockt und glich bereits in der siebten Minute durch John Tripp aus. Im Gegenzug scheiterten die Tigers an der Latte – und es kam noch bitterer für Straubing. Denn Youngster Marcel Ohmann erzielte in der achten Minute nach einem Sololauf das 2:1 für Köln. Mehr und mehr übernahm der KEC das Kommando. Tripp legte in der 27. Minute das 3:1 für die Gastgeber da. Glück für die Tigers in der 38. Minute: Die Unparteiischen hatten schon abgepfiffen, als Chris Minard für die Haie traf. Marco Sturm (45.), Chris Minard (47.) und Philip Gogulla (58.) machten den am Ende deutlichen Auftakterfolg für Köln perfekt. Zuschauer: 9.066.

Krefeld Pinguine – ERC Ingolstadt 3:1 (2:1, 0:0, 1:0)

In der vierten Minute brachte Michel Périard die Panther in Führung, doch mit zwei Powerplay-Toren drehten Herberts Vasiljevs (8.) und Joshua Meyers (10.) das Spiel. Apropos Powerplay: Strafen gab es im ersten Drittel en massé: 41 Minuten gegen Krefeld, 45 Minuten gegen Ingolstadt. Darunter jeweils fünf Minuten plus Spieldauer gegen Francois Methot (KEV) und Craig Weller (ERCI). Nach der ersten Pause saßen die Spieler dann wieder öfter auf der Mannschafts- statt auf der Strafbank. Nach einem torlosen Mitteldrittel erhöhte Herberts Vasiljevs in der 48. Minute auf 3:1. Zuschauer: 6.528.

Eisbären Berlin – Hamburg Freezers 6:5 (0:4, 2:0, 3:1, 1:0) n.V.

Alles an diesem Abend stand zunächst im Zeichen wütender Proteste der Eisbärenfans wegen der im Raum stehenden massiven Erhöhung der Dauerkartenpreise. In seltsamer Atmosphäre, vor leerer Stehplatzkurve und auch vielen unbesetzten Sitzplätzen, taten sich die Eisbären sichtlich schwer, gerieten nach Freezers-Treffern von Garrett Festerling (3.), Eric Schneider (4.), Julian Jacobsen (13.) und in Überzahl Thomas Dolak (15.) nach dem ersten Abschnitt mit 0:4 in Rückstand. Doch die Berliner zeigten ab dem Mittelabschnitt eine Trotzreaktion: Julian Talbot (21.) und Darin Olver (40.) verkürzten im zweiten Abschnitt in Überzahl zunächst auf 2:4 aus Sicht der Hausherren. In den dritten zwanzig Minuten drehten TJ Mulock (45.), Mads Christensen (47.) und Jens Baxmann (48.) die verrückte Partie in eine 5:4-Führung, die Eric Schneider (57.) jedoch in doppelter Überzahl noch vor Ablauf der regulären Spielzeit ausglich. In der Verlängerung markierte T.J. Mulock (71.) in Powerplay den nach einem unglaublichen Comeback nicht unverdienten Sieg-Treffer für die Eisbären. Zuschauer: 13.600.


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