Der Tanz geht weiterStraubing Tigers – Iserlohn Roosters 6:2

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Iserlohns Michael Hackert machte mit dem ersten Schuss aufs Straubinger Tor zwar den ersten Treffer, das war es dann aber auch schon mit den Glücksgefühlen für die Roosters. Laurent Meunier: „Wir haben uns durch das Tor nicht verrückt machen lassen. Wir haben einen Plan und den wollen wir einhalten. Wir wollten nicht zu viel Zeit bis zum Ausgleich vergehen lassen und das haben wir dann auch gemacht.“  Die Tore von Markus Hundhammer, J.M. Daoust, Laurent Meunier und Carsen Germyn sorgten für einen deutlichen Zwischenstand im Stadion am Pulverturm. Die Sauerländer waren bereits nach sechzehn Minuten mit den Nerven am Ende und suchten, ihren Frust im Faustkampf zu bewältigen. Doch auch hier zogen Mike York und Christin Hommel den Kürzeren gegen J.M. Daoust und Bruno St. Jacques. Straubings Trainer Dan Ratushny sah das noch etwas differenzierter: „Wir sind nicht sehr gut gestartet. Iserlohn war stark und schnell. Wir waren nicht so gut in der Defensive, aber Barry hat gute Paraden gemacht. Wir sind dann besser ins Spiel gekommen und sind glücklich über die Tore.“

Im Mitteldrittel nahmen die Tigers erst mal zwei Gänge raus und ließen die Roosters laufen. Der niederbayerische Franzose Laurent Meunier wollte hier nicht ganz zustimmen: „Die sind schon mit viel Schwung aus der Kabine gekommen.“ Richtig gefährlich wurde es jedoch nur bei einer 5:3-Überzahl. Offenbar sollte sich auch Straubings Schlussmann Barry Brust die Siegprämie verdienen. In einer traumhaft sicheren Kombination zwischen Ryan Ramsay, Carsen Germyn und Laurent Meunier sorgte der Kapitän der französischen Nationalmannschaft mit seinem zweiten Tor endgültig für klare Verhältnisse.

So recht wollte man nicht glauben, dass die Iserlohner das Ruder noch herumreißen können. Auch der Anschlusstreffer von Jeff Cowan verbesserte diesen Eindruck nicht. Bester Rooster weit und breit war Torwart Sébastien Caron. Ohne ihn hätte die deftige Niederlage leicht auch zweistellig werden können. Den Schlusspunkt unter die Partie setzte der Mann mit der goldenen Hand, der an diesem Abend überragende Laurent Meunier. Meunier über seine Leistung: „Ja, das war vielleicht mein bestes Spiel für Straubing diese Saison, aber das ganze Team hat hervorragend gespielt und Barry war immer da, wenn wir in brauchten.“

Nach dem Spiel wurden nicht nur die Mannschaft und der erneut tanzende Bruno St. Jacques gefeiert, diesmal wollten die Fans auch unbedingt den Chefcoach auf dem Eis sehen. „Das macht Gänsehaut. Aber die Spieler haben großartig gespielt. Das ist ihr Verdienst, den sie sich hart erarbeitet haben“, so Dan Ratushny über die Ovationen der Fans.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber dennoch für die Niederbayern. Youngster Berny Keil ist, nachdem er den Schläger von Christin Hommel auf die Nase bekam, ins Straubinger Klinikum zu Röntgenaufnahmen gebracht worden. Co-Trainer Bernhard Englbrecht: „Wir glauben nicht, dass die Nase gebrochen ist, aber sicher ist sicher.“

Iserlohns Coach Doug Mason: „Meine Analyse ist kurz und knapp. Straubing war heute besser. Sie haben die Zweikämpfe gewonnen, sie haben die Faustkämpfe gewonnen, und wenn wir unseren besten Tänzer aufs Eis geschickt hätten, hätten wir da auch gegen Bruno St.Jacques verloren. Straubing war in alles Phasen besser, sie haben verdient gewonnen.“

Tore:

0:1 (00:56) Michael Hackert (Mike York, Brett Skinner)
1:1 (03:12) Markus Hundhammer (Bruno St. Jacques, Bernhard Keil)
2:1 (05:31) Jean-Michel Daoust (Bruno St. Jacques, Dustin Whitecotton)
3:1 (07:02) Lauren Meunier (Ryan Ramsay, Alex Dotzler)
4:1 (15:10) Carsen Germyn (Michael Bakos, Bruno St.Jacques)
5:1 (32:59) Laurent Meunier (Carsen Germyn, Ryan Ramsay)
5:2 (42:23) Jeff Cowan (Colton Fretter, Dave Spina)
6:2 (45:12) Laurent Meunier (Andy Canzanello, Karl Stewart)

Strafen: Straubing 20 +10 J.M. Daoust, Bruno St.Jacques; Iserlohn 21 +10 Mike York, Christian Hommel + Spieldauer Christian Hommel

SR: Willi Schimm; LR: Johannes Adam, Andreas Flad

Zuschauer 4.495

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