Der Norden wird kommenTeamcheck Hamburg Freezers

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Vor allem Gesundheit muss den Hamburg Freezers in der neuen Saison gewünscht werden. Das Pech und die Ausfälle, welche die Hanseaten in der letzten Spielzeit beklagen mussten, stellten bei bis zu 20 Spielern fast schon ein „noch nie dagewesen“ in der Historie der Deutschen Eishockey Liga (DEL) dar. Immerhin konnten die Freezers den letzten DEL-Spieler der Saison stellen, allerdings steigerte dies auch den Marktwert von Kevin Clark, den es nach der Saison in die Schweiz zog – wo bekanntlich Spielern seines Kalibers ein höherer Marktwert nachgesagt wird.

Zurückgekehrt ist dagegen David Wolf, der vor einem Jahr, mit einem Vertrag der Calgary Flames in der Tasche, das Abenteuer NHL anging und auch – mit dem Umweg der Minors – seine Einsätze in der vermutlich besten Liga der Welt bekam. Dieses Abenteuer blieb aber ein kurzes. Und nun ist das durchaus talentierte Rauhbein zurück im Norden Deutschlands und wird die DEL wieder bereichern.

Ebenfalls mit der Erfahrung eines Intermezzos in der NHL ist Marcel Müller neu im Kader der Freezers. Der gebürtige Berliner war einst bei den Toronto Maple Leafs im Einsatz, hatte aber die meiste Zeit seiner DEL-Karriere Köln, bzw. die Kölner Haie als seine sportliche Heimat. Nach der Beurlaubung von Uwe Krupp im Herbst des letzten Jahres, wurde auch Marcel Müller kurz darauf freigestellt – sah sich einst im Hockeyweb-Interview als Bauernopfer. Letztendlich heuerte er bei den Krefeld Pinguinen an – die ihm zwar einen längerfristigen Vertrag anboten, aber der Stürmer über das Saisonende hinaus nicht bleiben wollte.

Bis auf die drei bisher angeführten Personalien gab es weitere Personalentscheidungen. Sean Sullivan, Jonas Liwing, Michael Davies, Dominik Tiffels, Benjamin Zientek und Thomas Zuravlev sind ebenfalls neu im Kader. Getrennt haben sich die Freezers von Matt Pettinger, Duvie Westcott, Patrick Pohl, Bretton Stamler, Ralf Rinke, Niklas Deske, Gino Blank und den schon eben aufgeführten Kevin Clark.

Ohne Zweifel gehören die Freezers, wenn sich die Theorie der ausgleichenden Gerechtigkeit auch in die Praxis umschlägt, zu den Anwärtern auf den Titel. Insgesamt ist die Mannschaft, von der Trainerbank, über die Torhüterposition, die Abwehr und dem Angriff gut bis sehr gut besetzt. Junge und gestandene deutsche Spieler sorgen für die nötige Identifikation, dass der „Norden“ zu einer nur schwer einzunehmenden Festung werden kann.