Der groHeute: Die Krefeld Pinguine

Marcel Müller kehrt nach Krefeld zurück (Foto von Florian Pohl/City-Press GbR)Marcel Müller kehrt nach Krefeld zurück (Foto von Florian Pohl/City-Press GbR)
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Am 8. September startet die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) in ihre 24. Saison. Wer muss um die Playoffs bangen? Schwenningen Wild Wings, Krefeld Pinguine, Iserlohn Roosters? Wer sind die Favoriten? Grizzlys Wolfsburg, Mannheimer Adler, Kölner Haie, Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg? Oder starten die Eisbären Berlin wieder richtig durch? Die Jagd auf Meister EHC Red Bull  München beginnt. Hockeyweb macht den großen Teamcheck, testet alle 14 Mannschaften auf Stärken und Schwächen.

Heute: Die Krefeld Pinguine.

Ohne Moos nichts los? Von wegen! Krefeld-Boss Roos baut neues Team   

Nach zwei schweren Spielzeiten, die mit hohen Verlusten abgeschlossen wurden, musste der Gürtel an der Westparkstraße eng geschnürt werden. So machte Geschäftsführer Matthias Roos aus der Not eine Tugend und ging auf die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Ein Großteil der Mannschaft musste neuformiert werden, denn die Pinguine hatten 13 Abgänge zu verzeichnen - darunter auch Herberts Vasiljevs, der seine aktive Spielerlaufbahn beendete. Die Heim-WM spielte Roos beim Scouting in die Karten und man entschied sich mit Antonin Manavian, Mathias Trettenes und Tommy Kristiansen sogar für drei A-Nationalspieler. Doch reicht dies am Ende für die Playoffs?

Torhüter Andrew Engelage ist der neue Hoffnungsträger

Defensive: Wie auch in der Vorsaison dürfte in der Defensive das größte Problem bei den Krefeld Pinguinen lauern. Mit Tim Hambly und Kyle Klubertanz hatte man in Krefeld große Erwartungen, die aber nicht erfüllt werden konnten. Während Klubertanz noch in der laufenden Saison in die EBEL wechselte, hat man mit Hambly nicht mehr verlängert. Auch Kyle Sonneburg, der zumindest nicht zweikampfscheu war, verließ die Pinguine und schloß sich den Schwenninger Wild Wings an. Die Pinguine setzen weiterhin auf Nick St. Pierre, der in der letzten Saison Probleme hatte an die Leistungen der Vorjahre anzuknüpfen und sicherten sich die Dienste des französichen A- Nationalverteidigers Antonin Manavian der nicht nur wegen seiner Größe, sondern auch wegen seines Erscheinungsbildes auffällt. Bei Fehérvár AV19 ging für Manavian in den beiden letzten Spielzeiten allerdings die Formkurve nach unten, sodass hier ein großes Fragezeichen steht, ob er ein Upgrade zu Klubertanz bieten kann. Mit Kurt Davis, welcher von der Düsseldorfer EG kam, hat man einen soliden Verteidiger verpflichtet, der schon über DEL-Erfahrung verfügt und auch einen Tim Hambly ersetzen sollte. Mit dem 25-jährigen Joel Keussen kehrt ein Krefelder Eigengewächs zurück in die Seidenstadt. Joel Keussen gelang es nach harten Rückschlägen sich dennoch zurück zu kämpfen und weiter zu entwickeln. Keussen ist als DEL-2 Meister von den Löwen Frankfurt an den Niederrhein zurückgekehrt und muss sich hier zunächst beweisen, ob er es unter die Top-6-Verteidiger schaffen wird. Für ihn spricht seine offensive Stärke und absolute Mannschaftsdienlichkeit. Von den Grizzlys Wolfsburg verpflichtete man Patrick Seifert, der jetzt in der DEL Verantwortung zeigen muss als erfahrener Defender. Die Vertragsverlängerung mit Mikko Vainonen kann man kritisch sehen, aber hier erhofft man sich vom 23-jährigen Finnen, dass er einen deutlichen Sprung nach vorne machen wird. Andernfalls kann man die Defensive eher als sehr schwach bezeichnen.

Aus der zweiten schwedischen Liga hat man Torhüter Andrew Engelage unter Vertrag genommen.  Engelage kommt als Torhüter des Jahres aus der Allsvenskan und wird die neue Nummer 1 der Pinguine in der DEL werden. Er besticht durch seine Körpergröße und konstant gute Quoten. Was Torhüter angeht, haben die Pinguine bis auf wenige Ausnahmen in der Vergangenheit immer ein gutes Händchen gehabt und sollte auch hier mindestens auf dem Niveau vom letztjährigen dänischen Nationaltorhüters Patrick Galbraith spielen können.

Heimkehrer Müller: Angriff namhaft besetzt

Sturm: Im Gegensatz zur Defensive ist der Sturm der Pinguine namhaft und qualitativ besetzt. Marcel Müller kehrt nach einem kurzen Ausflug in die SHL zurück und wird voraussichtlich wieder mit Pietta und Umicevic die erste Reihe bilden, wobei es bei den Pinguinen durchaus alternative Konstellationen gibt. Trainer Rick Adduono wollte sich hier noch nicht in die Karten schauen lassen. Die norwegischen Nationalspieler Tommy Kristiansen und Mathias Trettenes spielten in der Vergangenheit bei den Stavanger Oilers zusammen und sind mit dem Kanadier Justin Feser, der aus der NLB kam, die interessantesten Verpflichtungen, die für eine Überraschung sorgen können - auch wenn Feser mit 1,75m nicht gerade Gardemaße besitzt. Aus Augsburg kommt Adrian Grygiel zurück, der mit den Pinguinen 2003 die Meisterschaft geholt hat und wird die dritte Reihe mit dem Freiburger Talent Nikolas Linsenmeier und Martin Schymainski anführen. Martin Ness, Kevin Orendorz und Mike Mieszkowski werden aus der vierten Reihe auf Ihre Chance warten, um sich zu beweisen.

Fans sollten viel Geduld und Verständnis mitbringen

Fazit: Insgesamt setzen die Pinguine in dieser Saison auf Spieler der zweiten Reihe, die Ihre Chance suchen sich in der DEL zu etablieren. Die Prognose ist einerseits für die kommende Spielzeit wegen der Defensive getrübt, auf der anderen Seite kann die Mannschaft überraschen, wenn jeder im Team seine Rolle findet. Die Fans sollten daher viel Geduld und Verständnis mitbringen und nicht enttäuscht sein, wenn die Pre-Playoffs verpasst werden. Was die Fans aber erwarten können, ist eine Mannschaft die um jeden Punkt kämpft.

KEV-Macher Matthias Roos erklärt es so: ’Es muss weh tun bei uns zu gewinnen.“ (Autor: Holger Kuhlmann)

Für Wettanbieter Tipico ist klar, Krefeld wird es schwer haben. Für 10 Euro Einsatz gäbe es 600 Euro zurück, sollten die Pinguine Meister werden. Jetzt registrieren und gewinnen!


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