Der Funkturm ist back - Sensation bei den Preussen

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Nein, das ist kein Witz. Lorenz Funk, 225-facher Nationalspieler feiert mit 55 (!) Jahren sein Comeback auf dem Eis. Der Präsident der Berlin Capitals wird am 12. Januar beim Spiel der Regionalliga Ost gegen ES Weißwasser wieder aufs Eis gehen. Das erste Mal seit 1992 wieder. "Sechs Wochen reichen bis, ich wieder fit bin", so der Lenz. "Keine Schweinshaxen, kein Bier mehr, nur noch Mineralwasser". Der Lenz, der 1956 beim SC Reichersbeuren erstmals aufs Eis ging, 1966, als 19-jähriger mit dem EC Bad Tölz Deutscher Meister wurde, 1972 zum Berliner Schlittschuhclub wechselte und 1974 und 1976 erneut Deutscher Meister wurde, war spätestens, als er nach der Pleite des "Clubs" die Preussen gründete, der Mr. Eishockei in Berlin. Nach seinem Karriereende war er als Trainer bei den Preussen tätig. Nach dem misslungenen Start in der ersten Liga musste er seinen Hut nehmen. Aber sein Abschied aus Berlin war nur kurz. Nach dem Mauerfall wurde er von Helmut Berg zu den Eisbären geholt, wo er als Trainer, Manager und Sportdirektor tätig war. Als es bei den Capitals brannte, war er zur Stelle und nun ist er ihr Präsident. Klares Ziel ist der Wiederaufstieg in die DEL. Für Preussen Co-Trainer Ernst Köpf ist "Lenz" sogar noch eine Verstärkung. Mit seiner Masse ist er beim Bully und im Powerplay vor dem Tor eine "Bank". Der Gori weiß wovon er spricht. Sein Vater, Ernst Köpf senior, spielte mit 43 sogar noch in der ersten Bundesliga. Udo Kießling war 41 Jahre alt, als er in Landshut spielte. Im Sport sind Comebacks im Alter nichts gänzlich Ungewöhnliches. Gordie Howe absolvierte 1998 mit 69 (!) noch eine Partie in der IHL bei den Detroit Vipers. Ein Rekord für die Ewigkeit. Dagegen ist "Lenz" noch ein Jungspund.

Gerald Hagen für Radio Eiskalt - das Eishockeymagazin aus Berlin für Berlin - www.radio-eiskalt.de

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