Der ERC Ingolstadt beendet seine Niederlagen-Serie Overtime-Sieg gegen die Iserlohn Roosters

"Mash" schoss seine Panther gegen die Iserlohn Roosters nach zuletzt drei Niederlagen zum ersten Sieg. (picture-alliance / Eibner-Pressefoto)"Mash" schoss seine Panther gegen die Iserlohn Roosters nach zuletzt drei Niederlagen zum ersten Sieg. (picture-alliance / Eibner-Pressefoto)
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Wenn man bei einem DEL-Spiel das Kratzen der Schlittschuhe auf dem Eis hört, die knappen Kommandos der Spieler untereinander oder ein gewöhnlicher Abseitspfiff der Schiedsrichters förmlich durch das Stadion gellt, dann stimmt etwas nicht. Und es war 40 Minuten tatsächlich ein etwas seltsames Spiel zwischen den zuletzt dreimal sieglosen Ingolstädter und den Iserlohn Roosters.

Beiden Mannschaften schien der Zug zum Tor zu fehlen. Hin und wieder gab es zwar ein paar halbwegs vielversprechende Aktionen auf beiden Seiten, echte Torgefahr bleib jedoch aus. Nur einmal konnten die Schanzer den sehr starken Andreas Jenike im Tor der Gäste überwinden, als Tim Wohlgemuth aus spitzem Winkel traf. Danach passierte bis auf einige gefährliche Situation in jeweiliger Überzahl nicht mehr viel. Erst im Schlussdrittel nahm das Spiel wieder an Fahrt auf.

Ausgleich der Roosters beflügelt die Panther

Die Roosters glichen aus – und hauchten damit den Panthern wieder mehr Leben ein, die in der Folge auf den Dreier drängten, um Platz sechs zurückzuerobern. Brett Olson scheiterte zweimal bei Unterzahl-Kontern, einmal an Jenike, einmal am Gestänge, und auch Wayne Simpson konnte den Puck freistehend aus kurzer Entfernung nicht unterbringen. So ging es in die Verlängerung.

Aber auch hier sprang der Funke zunächst nicht über. Beide Teams kreiselten in einer Art „Tiki-Taka on Ice“, ohne große Torgefahr zu kreieren. Dann aber musste Iserlohns Youngster Julian Lautenschläger auf der Strafbank Platz nehmen. Und 13 Sekunden später jubelten die Panther: Brandon Mashinter versuchte die Scheibe durch den Torraum zu Brett Olson durchzustecken, traf im Gewühl einen Schlittschuh, von dort trudelte der Puck ins Tor. Das viel zitierte „Dirty Goal“, das die Panther nach der Negativserie gerne mitnahmen und damit auch den zweiten Punkt.

Sonderlob für einen fast Vergessenen 

Wir haben erst im dritten Drittel zu unserem Spiel gefunden und dann auch Chancen kreiert. Letztlich ist es egal, wie der Puck dann am Ende ins Tor geht. Es war nach den Niederlagen - solche Phasen macht jedes Team durch - ein wichtiger Sieg für uns. Hoffentlich können wir am Sonntag auch in Berlin punkten und uns dann in der Pause erholen“, sagte der bullige Kanadier, dem der Siegtreffer gutgeschrieben wurde.

Ebenfalls erleichtert war ERCI-Coach Doug Shedden: „Es war ein wichtiger Sieg für uns nach den Niederlagen. Wir haben auf einmal ein Problem, Tore zu schießen. Aber das liegt auch daran, dass wir in den letzten Spielen – wie auch heute – immer auf extrem gut spielende Torhüter getroffen sind. Timo hat auch sehr gut gehalten, und dann wird es eben ein enges Spiel – wie schon die bisherigen Duelle mit den Roosters.“

Auch die Ingolstädter haben in dieser Phase der Saison mit Verletzungen zu kämpfen: Fabio Wagner ist derzeit nicht fit, sollte nach der Länderspiel-Pause aber zurückkehren, bei Simon Schütz wollte sich Shedden nicht festlegen. Jerry D’Amigo wird den Oberbayern wegen seiner Beinverletzung ohnehin noch länger fehlen. Deswegen hob Shedden einen der Spieler hervor, der zuletzt meist überzähliger Akteur war: „Taticek muss man loben: Für einen Spieler, der so lange nicht gespielt hat, hat er heute einen exzellentes Spiel gemacht.

Die Torflaute der Panther – und das Gesicht von Mike Collins

Besonders aber habe sich das Fehlen von Fabio Wagner bemerkbar gemacht. „Er ist unser bester Defensiv-Verteidiger, haut sich rein wie kein anderer bei uns. Das haben wir heute wieder gemerkt.“ Etwas mehr Wagner erhofft sich Doug Shedden von seinem Stürmer Mike Collins, der mit den Kölner Haien in Verbindung gebracht wird. Mit seinem Torinstinkt wäre er ein guter Kandidat, um die aktuelle  Torflaute der Panther zu beenden: „Er ist ein toller Spieler, ein lustiger Kerl, sehr gut zu coachen. Aber er muss auch mal dahin gehen, wo es wehtut, um wieder zu treffen“, sagte der Schanzer-Coach und schob noch einen echten Shedden hinterher: „Er braucht ein paar Narben in seinem hübschen Gesicht.“

Die nächste Chance auf ein bisschen Gesichtskosmetik a la Doug Shedden gibt es am Sonntag, wenn die Panther bei den Eisbären Berlin antreten. Ein Sieg in der Hauptstadt wäre aus Sicht der Schanzer sehr wichtig, um wieder in die Top Six vorzurücken und mit einem guten Gefühl in die Pause zu gehen.

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