Der elfte Treffer ließ Bruno wieder tanzen

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Kreativität des Bruno St.Jaques als Entertainer scheint unendlich, bis er am Freitagabend jedoch wieder die Fans mit einer Tanzeinlage begeistern konnte, vergingen spannende 62 Spielminuten.

Dabei sah es in den ersten Minuten eher nach einer Abwehrschlacht beider Mannschaften aus, bevor Jakub Ficenec mit seinem Hammer von der blauen Linie das Startzeichen für eine aufregende Partie gab. Kurz darauf musste Dominik Walsh nach einer Spieldauerstrafe das Eis verlassen, Patrick Köppchen wurde von seinem Schläger im Gesicht getroffen und musste behandelt werden. Das Ingolstädter Unterzahlspiel noch nicht perfekt am laufen, da hatten Matt Dzieduszycki und Sascha Goc die Gäste in Führung geschossen. Die Panther nicht geschockt, sie zündeten den Turbo, zauberten einen Traumpass nach dem anderen und drehten die Partie noch vor der Drittelpause. Zunächst wurde Michael Waginger wunderbar von Joe Motzko bedient, nur 23 Sekunden später zog Thomas Greilinger alle Verteidigerblicke auf sich und Rick Girard musste nur noch zum 3:2 einschieben.

Im zweiten Drittel avancierte Dimitri Pätzold zum sicheren Rückhalt seiner Mannschaft. Beim Ausgleich durch Adam Mitchell war er noch machtlos, danach zeigte er einige gute Paraden. Sein Gegenüber Youri Ziffzer dagegen bemühte einige Male das Glück des Tüchtigen. Als Bob Wren und Thomas Greilinger nach gut 30 Minuten aber Katz und Maus mit den Verteidigern der Scorpions spielten, war er ohne Chance. Für Aufregung sorgte anschließend der Schweizer Schiedsrichter Stephane Rochette, als er zwei Ingolstädter kurz hintereinander auf die Strafbank schickte. Hannover wurde immer wieder aus dem eigenen Drittel heraus gekämpft, als der Puck bei 5 gegen 3 doch im Tor landete, entschied er nach Videobeweis auf kein Tor.

Im letzten Drittel der ERC meist im Vorwärtsgang, dadurch einige Kontermöglichkeiten für Hannover. Und diese wurden genutzt, keine zwei Minuten brauchten Patrick Köppchen und Adam Mitchell um das Spiel erneut zu drehen. Doch auf eines scheint Verlass in dieser Saison, das Ingolstädter Powerplay. Als alles anrennen fast in Verzweiflung umschlug, schlug ein Schuss von Bruno St. Jacques zum umjubelten 5:5 ein. Joe Motzko und Ben Clymer noch mit Möglichkeiten, die Partie in der regulären Spielzeit zu entscheiden.

Die Verlängerung dauerte dann genau 127 Sekunden, ehe Bob Wren ein herrliches Solo mit dem entscheidenden Tor abschloss.

Ingolstadts Trainer Bob Manno sprach nach dem Spiel von zwei glücklichen Punkten, drei sollen es an diesem Wochenende werden, gegen Düsseldorf dürften Punkte am Sonntag allerdings nicht einfach werden. Ein sichtlich genervter Hans Zach steht nach der Niederlagenserie der vergangenen Wochen im Heimspiel gegen die Kölner Haie unter Zugzwang. (DM - Foto by City-Press)



Tore:


1 : 0 Jakub Ficenec (8:06 / PP1)

1 : 1 Matt Dzieduszycki (12:42 / PP1)

1 : 2 Sascha Goc (13:03 / PP1)

2 : 2 Michael Waginger (18:29)

3 : 2 Rick Girard (18:52)

3 : 3 Adam Mitchell (23:29)

4 : 3 Thomas Greilinger (33:58)

4 : 4 Patrick Köppchen (47:21)

4 : 5 Adam Mitchell (48:50)

5 : 5 Bruno St. Jacques (55:00 / PP1)

6 : 5 Bob Wren (62:07)



Strafen: ING 11min + Spieldauer Walsh - HAN 8 min


Schiedsrichter: Stephan Rochette


Zuschauer: 3112

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