Der EHC München verteidigt seine Lederhosen mit Geschick

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Die Jagd nach Punkten begann und das tat dem Spiel der Adler nicht gut. Verkrampft und nervös begannen sie das Spiel, München kämpfte Eishockey und das hätte am heutigen Abend beinahe zum Sieg gelangt, aber eben nur beinahe, denn die junge Garde der Adler hatte etwas dagegen.

Matthias Plachta erzielte in der 13. Minute sein erstes DEL Tor. Die Freude im Rund der Arena währte nicht lange, denn eine Minute später antwortete der EHC in Person von Stéphane Julien mit dem Ausgleich. Mit Ausnahme von drei bis vier Chancen auf beiden Seiten neutralisierten sich die Mannschaften im ersten Drittel.

Im zweiten Drittel versuchte Mannheim mehr zu agieren als nur zu reagieren, das Spiel nach vorne lief nun etwas besser und das Resultat einer schönen Kombination über Pollock und Methot war Yannick Seidenbergs 2:1 in der 30. Minute. Seltsamerweise verflachte das Spiel der Adler danach erneut, München konnte Druck aufbauen und sich einige Chancen erarbeiten. In der 39. Minute nutzte Brandon Dietrich eine unübersichtliche Situation vor dem Tor von Freddy Brathwaite und erzielte den erneuten Ausgleich.

Im letzten Drittel ging das Spiel der Adler ähnlich verhalten weiter, kämpferisch ja, der Einsatz war auch in Ordnung aber irgendwie wirkte es, als ob die Adler mit angezogener Handbremse spielten. Besser drückt es wohl die Tatsache aus, dass in der 46. Minute der ausgezeichnet leitende Schiedsrichter Stephan Bauer die erste Strafe gegen die Adler verhängte. Der EHC hatte jetzt seine stärkste Phase und nutzte in der 49. Minute einen Übergabefehler in der Adlerverteidigung zur erstmaligen Führung. Die Adler brauchten einige Minuten, um dieses Tor zu verdauen, stemmten sich dann aber spür - und sichtbar gegen die Niederlage und dem frischgebackenen Adlerkapitän Markus Kink gelang zwei Minuten vor Ende der Ausgleich.

Die Adler nahmen diesen Schwung mit in die Verlängerung und in der 64. Minute erzielte Yannick Seidenberg den Siegtreffer zum 4 : 3 und damit sein zweites Tor in diesem Spiel.

Den Unterschied heute machten die ´jungen´ und etwas älteren `jungen Wilden` der Adler.

Während die etablierten Kräfte der Adler noch etwas mit sich selbst beschäftigt wirkten auf der Suche nach ihrem Spiel, sorgten die Nachwuchskräfte für zwei erste Punkte.

Auch die „Jungadlerreihe“ erhielt durchgängig Eiszeit und absolvierten diese mit Bravour.

Die gesamte Mannschaft wirkte zusammengehörig, wie eine Mannschaft eben. Kommentar eines Zuschauers : Der Jugendstil steht Mannheim gut, ich glaube, da wächst was zusammen, Harold Kreis und Teal Fowler sei Dank.

Bleibt zu hoffen, dass es keine Momentaufnahme bleibt.


Gerd Kositzki


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