Den Sprung verpasst

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
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Seit langer Zeit mal wieder hatten die Sinupret Ice Tigers die Chance dem selbsternannten Saisonziel einen großen Schritt näherzukommen. Aber es sollte nicht sein, der Sprung auf Platz 6 gelang nicht. Im direkten Duell gegen die DEG Metro Stars setzte es eine deutliche und verdiente Niederlage.

Wie schon öfter in dieser Spielzeit war die Mannschaft in einem sogenannten "Sechs-Punkte-Spiel" nicht am oberen Limit ihrer Leistungsfähigkeit. Man merkte den Düsseldorfern nach der Heimniederlage gegen Hamburg deutlich mehr Siegeswillen an.

Den kompakten und schnörkellosen Gästen spielte natürlich das frühe 1:0 durch Hedlund bestens in die Karten. Gleich die erste - wenn auch umstrittene - Strafzeit nutzte die DEG konsequent aus, wobei aus Nürnberger Sicht das Gegentor äußerst unglücklich zustande kam, weil der Linienrichter mit dem Schlittschuh die Scheibe im Drittel hielt. Danach dominierte der Kampf, Torgelegenheiten blieben auf beiden Seiten eher Mangelware. Lediglich Polaczek hatte wenige Sekunden vor der Pausensirene Pech, als sein verdeckter Schuss am Pfosten landete.

Auch das zweite Drittel begann ganz nach dem Geschmack der DEG. Shane Joseph schloss eine Kontergelegenheit eiskalt ab. Zwei Minuten später war auch Brandon Reid kaltschnäuzig genug - 0:3. Die Ice Tigers waren einfach nicht zielstrebig genug und mussten feststellen, dass Jamie Storr, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder zwischen den Pfosten stand, eben kein Sebastian Staudt ist. Trotzdem keimte im Nürnberger Lager etwas Hoffnung auf, als Shawn Carter mit einem platzierten Handgelenksschuss verkürzen konnte. Diese Hoffnung währte allerdings nicht lange, denn auch die zweite Nürnberger Strafzeit nutzte die DEG aus. Ratchuk schlenzte einfach mal vor das stark frequentierte Tor und der alte Abstand war wieder hergestellt.

Im Schlussabschnitt verwaltete die DEG den Vorsprung zunächst souverän. Courchaine konnte sogar relativ ungestört mit der Rückhand auf 5:1 erhöhen, ehe kurz darauf Carter mit seinem zweiten Treffer die einheimischen Zuschauer doch noch einmal jubeln ließ.

Letztendlich machten einmal wieder die "special teams" den Unterschied. Während die DEG ihre zwei einzigen Überzahlspiele in den ersten 40 Minuten perfekt nutzen konnte, hatten die Ice Tigers neunmal erfolglos die Gelegenheit mit einem Spieler mehr zu agieren, davon sogar insgesamt 104 Sekunden bei doppelter Überzahl. Neben der kompromisslosen Zweikampfstärke der Gäste, konnte auch Jamie Storr ein gelungenes Comeback feiern. Auch wenn er bei insgesamt drei Pfostenschüssen das Glück auf seiner Seite hatte, wirkte der Kanadier stets sicher und ruhig.

"Das Spiel hatte für beide Mannschaften eine große Bedeutung. Uns hat zuletzt öfter der Killerinstinkt gefehlt, heute hatten wir die richtige Einstellung und waren über weite Strecken sehr diszipliniert", analysierte Harold Kreis nach der Partie.

"Fehlende Geduld" anfangs des zweiten Drittels machte Andreas Brockmann als Hauptgrund für die Niederlage aus. "Ohne Hirn sind wir den kontrollierten Düsseldorfern ins offene Messer gelaufen", so Brockmann weiter. "Trotzdem geben wir den 6. Platz nicht auf!"

Tore:
0:1 (01.00) Hedlund (Collins, Kreutzer) 5:4
0:2 (21.11) Joseph (Courchaine, Reid)
0:3 (23.28) Reid (Joseph, Courchaine)
1:3 (26.55) Carter (King, Ondruschka)
1:4 (31.29) Ratchuk (Collins, Hedlund) 5:4
1:5 (45.47) Courchaine (Bazany, Holzer)
2:5 (47.01) Carter (Keller, King)

Strafen: Nürnberg 8 min. - Düsseldorf 18 min. + 10 min. Holzer und Caldwell
Schiedsrichter: Sicorschi
Zuschauer: 5261

 

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