DEL setzt klares Zeichen: Keine Lizenz für Wolfsburg

DEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in MannheimDEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in Mannheim
Lesedauer: ca. 1 Minute

Endlich hat die DEL für klare Verhältnisse gesorgt und das

Sommertheater um die Grizzly Adams Wolfsburg beendet: Die Wolfsburger

bekommen keine Lizenz für die kommende Saison, Absteiger Kassel bleibt

als Nachrücker in der DEL. Wenn es an dieser Entscheidung überhaupt

etwas zu beanstanden gibt, dann der Zeitpunkt - man hätte wesentlich

früher für klare Verhältnisse sorgen können, schließlich müssen

Wolfsburg und Kassel für die neue Saison planen und die Entscheidung

beeinflusst jede Planung maßgeblich. Kassel hat sich so gut es eben

unter den gegebenen Umständen möglich war auf die neue Saison

vorbereitet und die Pläne in der Schublade. Dennoch wird man bei der

Zusammenstellung des neuen Teams unter dem späten Zeitpunkt des

Beschlusses zu leiden haben, denn viele Spieler haben

verständlicherweise bereits bei anderen Clubs unterschrieben, um

Planungssicherheit zu haben. Die Freude über den Verbleib in der DEL

dürfte allerdings überwiegen.

Für die Wolfsburger Anhänger hingegen wird dieser 28.Juni zum

Trauertag, doch angesichts der nicht erfüllten Auflagen um die neue

Eishalle und das damit verbundene Theater war eine Verlängerung der

Lizenz eigentlich nur noch insofern möglich, als man bei der DEL immer

mit sehr überraschenden Entscheidungen rechnen muss. Diesmal jedoch hat

die Liga ein klares Zeichen gesetzt: Wer Auflagen nicht erfüllt und

Fristen nicht einhält, bekommt keine Lizenz. Ein Bagger auf einer

einsamen Wiese genügt nicht als Beleg für einen Hallenneubau und wer

sich bei den Kollegen unbeliebt macht, indem er deren Spieler

abwirbt, sammelt damit nicht unbedingt Stimmen.

Die Message der DEL ist in Ordnung, man möge künftig allerdings erst

für klare Verhältnisse sorgen und dann erst in den Urlaub gehen.

AB