DEL: Protest der DEG Metro Stars abgewiesen

DEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in MannheimDEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in Mannheim
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Der Protest der DEG Metro Stars gegen die Spielwertung der Partie bei

den Krefeld Pinguinen (4:3 für Krefeld) am Donnerstag, 4. Januar 2007

wurde von der Deutschen Eishockey Liga abgelehnt.


Es lag zwar ein Regelverstoß des Hauptschiedsrichters bzw. des

Spielgerichts vor, da irrtümlicher Weise im letzten Drittel entgegen

IIHF- Regel 502 b) nicht die Strafe von Düsseldorfs Dietrich, sondern

die von van Impe beendet wurde und Krefeld hierdurch später zu einer 5

gegen 3- Überzahl anstelle einer regelgerechten 5 gegen

4-Überzahlsituation kam.


Gemäß der Regelung des § 10 (7) Spielordnung ist eine Spielwertung aber

selbst dann unangreifbar, wenn eine vom Schiedsrichter unter

Regelverstoß ausgesprochene Strafe im Nachhinein von Ligagesellschaft

oder Schiedsgericht aufgehoben wird. Diese Rege-lung war vorliegend

entsprechend anzuwenden, denn wenn schon eine „falsche“ Strafe keinen

Protest begründen kann, so muss dies umso mehr für die „falsche“

Verbüßung einer Strafe gelten, da auch hier unter Verstoß gegen die

Regeln eine Überzahlsituation entstanden ist.


Selbst ohne Anwendung dieser Sonderregelung würde ein erfolgreicher

Protest gemäß § 10 (5) SpO über den Regelverstoß hinaus voraus setzen,

dass Krefeld das Spiel ohne den Regelverstoß mit an Sicherheit

grenzender Wahrscheinlichkeit in der regulären Spielzeit nicht gewonnen

hätte. Diese kann vorliegend nicht getroffen werden. Zwar wurde

insbesondere das dritte Krefelder Tor durch die regelwidrige 3 gegen

5-Unterzahl begünstigt, es kann aber nicht mit der erforderlichen an

Sicherheit grenzenden Wahr-scheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass

dieses Tor bei 4 gegen 5 nicht gefallen wäre. Aber selbst wenn man dies

annehmen würde, waren nach Ablauf der regelwidri-gen Situation noch

über 17 Minuten zu spielen. Eine Prognose über den weiteren Ver-lauf

des Spiels über einen derart langen Zeitraum kann aber mit der

geforderten, an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit, nicht

getroffen werden.


Über Konsequenzen für die beteiligten Schiedsrichter und das Spielgericht werden die zuständigen Stellen in Kürze entscheiden.