DEL optimiert Disziplinarordnung weiterMatchstrafe nur noch in fünf Fällen

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Darüber hinaus wurde die „Matchstrafe“ als Höchststrafe auf dem Eis bis auf fünf Ausnahmen abgeschafft. Die Entscheidung über eine mögliche Spielsperre erfolgt nun immer bereits am Folgetag des Spiels.

Darauf einigten sich die Sportlichen Leiter aller 14 DEL-Clubs. „Wir setzen damit unseren Weg im Kampf gegen gefährliche und rücksichtslose Aktionen im Spiel fort“, sagte Jörg von Ameln, Leiter Spielbetrieb der DEL: „Zugleich haben wir damit das Disziplinarwesen in seinen Abläufen optimiert und es gerechter und transparenter gestaltet.“

Konkret bedeutet dies, dass die Schiedsrichter auf dem Eis nur noch in fünf Fällen Matchstrafen aussprechen dürfen: Schlittschuhtritt, Kopfstoß, Angriff auf Schiedsrichter durch Spieler oder Offizielle und Auseinandersetzung mit Zuschauern. 

Bei allen anderen Regelverstößen für die das Regelbuch des Weltverbandes IIHF eine Matchstrafe vorsieht, ist an Stelle der Matchstrafe eine Große Strafe plus automatischer Spieldauerdisziplinarstrafe zu verhängen. 
„Für das Spiel selbst bleiben die Konsequenzen `Unterzahl`und `Spielausschluss`identisch. Wir entlasten den Schiedsrichter aber von der Verantwortung, eine mögliche Verletzung erkennen und bewerten zu müssen. Der Disziplinarausschuss kann am Folgetag dazu auf den ärztlichen Bericht zurückgreifen und so objektiver entscheiden.“

Die gesonderte Betrachtung der Strafen für „Checks gegen den Kopf und Nackenbereich“ entfällt damit teilweise. Jörg von Ameln: „Wir haben festgestellt, dass 95 Prozent der Disziplinarstrafen, die für Checks zum Kopf- und Nackenbereich ausgesprochen wurden, für das jeweilige Foul ausreichend waren und keine nachträgliche Bestrafung erfolgen musste.“ Disziplinarstrafen werden daher in diesem Zusammenhang nicht mehr vom Disziplinarausschuss bewertet.

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