DEL-Halbfinale: Die Überraschung!

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Wer hätte das gedacht! Im heute

beginnenden Play-off Halbfinale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL)

stehen sich Teams gegenüber, welche mit Sicherheit nicht jeder

Eishockeyfan oder auch Experte auf der Rechnung hatte. Aber auch die

Statistiker dürften erfreut sein, denn ganz gleich welches Team nach

dem Silberpokal greift, für Alle ist es eine Premiere. Noch keine

der vier Mannschaften konnte sich bisher mit dem Titel „Deutscher

Meister “ in Deutschlands höchster Spielklasse schmücken.

Schauen wir auf die einzelnen

Begegnungen:

Gelingt Altmeister Zach sein letztes Meisterstück?

Hannover Scorpions – ERC Ingolstadt

Steht Altmeister Hans Zach (Foto by City-Press) kurz vor dem

„Unruhestand“ noch einmal vor dem Meisterstück? Mit seinen

Scorpions überstand er die Finanzkrise einigermaßen schadlos, die

Hauptrunde souverän. Einzig in den Play-offs schienen sich die

Mannen von der Leine gegen die Ice Tigers aus Nürnberg etwas zu

verheddern. Nach einem 2:0 in der Serie, konnten die Scorpions erst

im fünften und entscheidenden Spiel den dritten Sieg einfahren. Und

den auch noch recht knapp.

Die Ingolstädter dagegen, mit ihrem

Chefcoach Greg Thomson an der Bande (war auch vier Jahre lang

Trainer vom Scorpions-Stadtrivalen Hannover Indians), nahmen den Weg

über die Play-off-Qualifikation ins Viertelfinale. Nach einer

bitteren ersten Schlappe gegen die Kölner Haie in der Qualifikation

konnten sich die Oberbayern in zwei Entscheidungsspielen

durchsetzen. Im Viertelfinale letztendlich besiegten sie

(überraschend) die Frankfurt Lions. Den Grundstein dafür legten die

Panther im dritten Spiel, als sie in Frankfurt gewannen. Im darauf

folgenden Heimspiel ließen sie sich den Einzug ins Halbfinale nicht

mehr nehmen.

Favorit gegen Geheimfavorit

Grizzly Adams Wolfsburg – Augsburger

Panther

Die Wolfsburger gelten nun als so etwas

wie der Favorit. Mit dem dritten Tabellenplatz gestartet, konnten sie

mit einem Sweep (3:0) die eh schon angeschlagenen DEG Metro Stars aus

dem Rennen werfen. Durch die internen Querelen bei den Düsseldorfern

aber auch überzubewerten. Viel interessanter wird die Frage sein,

wie die Grizzlies die doch recht lange Pause zwischen Spiel 3 im

Viertelfinale und Spiel 1 im Halbfinale verkraftet haben!

Denn Gegner Augsburg kommt mit

garantiert viel Schwung in die Autostadt. Und das noch nicht einmal

mit einer langen Anreise, denn die Fuggerstädter kommen direkt aus

Berlin angefahren. Dort haben sie vor zwei Tagen mit viel Moral und

Willen den Titelfavoriten Eisbären Berlin aus dem Rennen gekegelt.

Da braucht man eigentlich keine weitere Motivation. Und spätestens

seit Vorgestern gelten die Augsburger dem entsprechend auch als

Geheimfavorit.


Oliver Koch



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