DEL: Gipfeltreffen in der Hauptstadt – Derby in Nürnberg

DEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in MannheimDEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in Mannheim
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Neue Seite 1

Für das Spitzenduo der

Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist die Luft am Gipfel dünner geworden. Nachdem

die Eisbären Berlin und die Frankfurt Lions in den letzten Wochen mit einem

komfortablen Punktepolster die Ligawertung anführten, haben sich am letzten

Dienstag die Hamburg Freezers mit einem Sieg über Berlin gefährlich nahe an

die Top-Position heran geschoben. Die drei Clubs trennt lediglich jeweils ein Zähler.

Für Frankfurt (77), Berlin (76) und Hamburg (75) ist an diesem Wochenende in

Sachen „Tabellenführung" alles möglich. Und genau bei dieser spannenden

Tabellensituation sieht der DELHauptrundenspielplan für den morgigen Freitag

(39. Spieltag) die Spitzenbegegnung Eisbären Berlin – Frankfurt Lions vor.

Die beiden ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison gingen mit 3:1 und 3:2 an

die Hauptstädter. Wollen die Lions ihre minimale Führung in der Tabelle

ausbauen, müssen sie diese „Negativserie" gegen das Team von Trainer

Pierre Pagé beenden. Mit je 135 geschossen Toren verfügen beide Mannschaften

über den zweitbesten Sturm der Liga, lediglich Augsburgs Angriffformation hat

in der laufenden Spielzeit einen Treffer mehr erzielt.


Diese Offensivkraft sollte den Augsburger Panthern bereits heute Abend im

TV-Spiel des 39. Spieltages behilflich sein. Im Bayern- Derby sind die Schwaben

bei den Nürnberg Ice Tigers zu Gast. Die Franken haben sich am Sonntag mit dem

2:1-Penaltysieg über Mannheim im Kampf um die Play-off-Ränge zurück gemeldet.

Allerdings liegt der heutige Gegner Augsburg nur einen Zähler hinter den

sechstplatzierten Ice Tigers (65), so dass die Partie richtungweisend sein könnte.

Diese Brisanz hat auch Nürnbergs Coach und diesjähriger DEL All-Star Trainer

Greg Poss erkannt: „Was unser Sieg gegen Mannheim tatsächlich wert ist, wird

sich dann zeigen. Jedes Spiel ist natürlich wichtig, aber bei der jetzigen

Tabellensituation hat das Spiel gegen Augsburg einen ganz besonderen Charakter.

Wir sind schon in den Play-offs. Alles ist eng zusammen, und das macht die Liga

so spannend." Beste Voraussetzungen also für einen packenden Derby-Fight.

Premiere überträgt ab 19:20 Uhr live aus der Arena Nürnberg. Bullyzeit ist

19:30 Uhr.

Spannung herrscht auch am anderen

Ende der DEL-Rangliste. Während sich die Wölfe Freiburg als Tabellenletzter

bereits auf die Play-Downs vorbereiten, haben sich die Hannover Scorpions (39)

durch drei Siege in Folge bis auf zwei Punkte an den rettenden zwölften Platz,

der aktuelle von den Iserlohn Roosters belegt wird, heran geschoben. Bereits

morgen Abend könnten die Scorpions im direkten Duell mit den Sauerländern die

Abstiegsränge verlassen. Die beiden bisherigen Saisonspiele konnte allerdings

Iserlohn für sich entscheiden. Mitten in der „Gefahrenzone" befindet

sich aktuell auch der amtierende Deutsche Meister Krefeld Pinguine. Das

Punktekonto der Rheinländer weist ebenfalls 41 Zähler auf und den elften

Tabellenplatz hält man nur aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber

Iserlohn. Am Freitag wollen die Pinguine bei den Kassel Huskies punkten, bevor

am Sonntag die Kölner Haie in der heimischen Rheinlandhalle zu Gast sind, und

es zum dritten Saisonduell „Meister gegen Vize-Meister" kommt. Die Bilanz

gegen Köln aus der aktuellen Saison gestaltet sich bisher ausgeglichen. Die Kölner

Haie haben am Wochenende mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Neben dem für

Freitag gesperrten Dave McLlwain fehlen den Domstädtern noch die verletzten Dan

Bjornlie, Jean-Yves Roy und Stammtorhüter Chris Rogles. Keine guten

Voraussetzungen, besonders wenn morgen mit dem ERC Ingolstadt ein direkter

Konkurrent um die Play-off Teilnahme in der Kölnarena zu Gast ist.

Die DEG Metro Stars möchten

endlich den undankbaren neunten Platz verlassen und wieder in die Endrundenränge

einziehen. Am Freitag geht es für Düsseldorf zunächst zum

Tabellenschlusslicht nach Freiburg, bevor am Sonntag im TV-Spiel des 40.

Spieltages mit den Eisbären Berlin eine schwere Aufgabe auf das Team von

Trainer Michael Komma wartet. Premiere überträgt die Partie ab 14:20 Uhr live.

Die Spielpaarungen des Wochenendes

39. Spieltag, Donnerstag, 15.

Januar 2004:

19:30 Uhr Nürnberg Ice Tigers -

Augsburger Panther

(Bilanz: 20 Siege, 19 Niederlagen, 4 Remis)

39. Spieltag, Freitag, 16. Januar

2004:

19:30 Uhr Iserlohn Roosters -

Hannover Scorpions

(Bilanz: 8 Siege, 6 Niederlagen, 0 Remis)

19:30 Uhr Kölner Haie - ERC

Ingolstadt

(Bilanz: 4 Siege, 2 Niederlagen, 0 Remis)

19:30 Uhr Kassel Huskies - Krefeld

Pinguine

(Bilanz: 14 Siege, 21 Niederlagen, 1 Remis)

19:30 Uhr Eisbären Berlin -

Frankfurt Lions

(Bilanz: 18 Siege, 14 Niederlagen, 3 Remis)

20:00 Uhr Wölfe Freiburg - DEG

Metro Stars

(Bilanz: 1 Sieg, 1 Niederlage, 0 Remis)

40. Spieltag, Sonntag, 18. Januar

2004:

14:30 Uhr Hannover Scorpions - Nürnberg

Ice Tigers

(Bilanz: 15 Siege, 20 Niederlagen, 1 Remis)

14:30 Uhr DEG Metro Stars - Eisbären

Berlin

(Bilanz: 19 Siege, 9 Niederlagen, 0 Remis)

14:30 Uhr Augsburger Panther - Wölfe

Freiburg

(Bilanz: 2 Siege, 0 Niederlagen, 0 Remis)

18:30 Uhr ERC Ingolstadt - Hamburg

Freezers

(Bilanz: 2 Siege, 4 Niederlagen, 0 Remis)

18:30 Uhr Frankfurt Lions - Kassel

Huskies

(Bilanz: 23 Siege, 17 Niederlagen, 1 Remis)

18:30 Uhr Krefeld Pinguine - Kölner

Haie

(Bilanz: 19 Siege, 21 Niederlagen, 0 Remis)

18:30 Uhr Adler Mannheim - Iserlohn

Roosters

(Bilanz: 8 Siege, 6 Niederlage, 0 Remis)

Dienstag, 20. Januar 2004:

Vom 39. Spieltag:

19:30 Uhr Hamburg Freezers - Adler

Mannheim

(Bilanz: - Siege, - Niederlagen, 0 Remis)

(Anmerkung: Die Zeile ‚Bilanz’

zeigt die Gesamtbilanz der beiden Teams gegeneinander aus Sicht des Heimteams in

der DEL).

Die aktuelle Tabelle

Sp. Tore Pkt.

1 Frankfurt Lions 39 135 : 106 77

2 Eisbären Berlin 39 135 : 102 76

3 Hamburg Freezers 40 116 : 86 75

4 Kölner Haie 40 126 : 111 68

5 Adler Mannheim 39 112 : 99 68

6 Nürnberg Ice Tigers 37 129 : 101 65

7 Augsburger Panther 39 136 : 129 64

8 ERC Ingolstadt 38 98 : 98 62

9 DEG Metro Stars 37 104 : 95 61

10 Kassel Huskies 38 100 : 117 50

11 Krefeld Pinguine 36 86 : 103 41

12 Iserlohn Roosters 38 95 : 119 41

13 Hannover Scorpions 38 102 : 129 39

14 Wölfe Freiburg 38 104 : 183 17

Die aktuellen Topscorer der DEL (nach

dem 38. Spieltag)

Sp. T A Pkt.

1 Lebeau, Patrick FRA 38 19 34 53

2 McLlwain, David KEC 38 21 24 45

3 Wren, Bob AUG 39 16 27 43

4 Belanger, Jesse FRA 39 17 24 41

5 Purdie, Brad HHF 40 15 26 41

6 Kreutzer, Daniel DEG 36 18 21 39

7 King, Scott IEC 38 12 27 39

8 Bousquet, Dany WFR 37 21 17 38

9 Fairchild, Kelly EBB 33 17 21 38

10 Schlegel, Brad KEC 40 10 28 38

(Anmerkungen: Sp.=Spiele, T=Tore,

A=Assists, Pkt.=Scorerpunkte )