DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke: „Es gibt sicher Kollateralschäden“Liga äußert sich zum Saisonabbruch

Gernot Tripcke ist alles andere als glücklich: Dennoch bestand zur Play-off-Absage keine Alternative.  (Foto: dpa/picture alliance)Gernot Tripcke ist alles andere als glücklich: Dennoch bestand zur Play-off-Absage keine Alternative. (Foto: dpa/picture alliance)
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Fakt ist, dass die Frage, den Meistertitel offen zu lassen, von vornherein feststand. „Zum einen ist es so, dass laut Statuten der Sieger der Play-offs Deutscher Meister wird. Zudem hat sich der EHC Red Bull München auch dagegen gewehrt, am Grünen Tisch zum Meister erklärt zu werden. Und das finde ich auch gut“, so Tripcke. Im Laufe des Montags hatte die Liga noch Szenarien durchgespielt, inwieweit die Saison angesichts der zu diesem Zeitpunkt erst noch drohenden Veranstaltungsverbote noch zu retten gewesen wäre. Schnell wurde aber klar, dass das unmöglich ist. „Am Dienstag ging es dann schnell. Erst sprach Bayern das Verbot aus, dann Bremen und Nordrhein-Westfalen. Baden-Württemberg hat das auf kommunale Ebene delegiert. Doch auch in Mannheim bestand dann dieses Verbot“, fasst Tripcke den zeitlichen Ablauf zusammen. Geisterspiele waren kein Thema – auch weil das Chaos wohl noch größer geworden wäre, hätte es einen Verdachtsfall innerhalb einer Mannschaft gegeben. „So etwas bedeutet zwei Wochen Quarantäne. Dann hätten wir diese Mannschaft aus dem laufenden Wettbewerb nehmen müssen. Das wäre dann brutal wettbewerbsverzerrend gewesen“, so Tripcke. Die Abstimmung zur Absage „wäre heute einstimmig, gestern war sie es noch nicht“, gab er einen Einblick in den Entscheidungsfindungsprozess.

Wirtschaftlich ist die Absage eine Katastrophe für die Clubs und die Liga. „Es fällt schwer, es genau zu beziffern. Aber zu den Play-offs kommen im Regelfall circa 300.000 Zuschauer. Dazu kommt das Catering“, so Tripcke. Unklar ist auch noch die Reaktion der Sponsoren. „Da gibt es sicher Kollateralschäden“, sorgt sich Tripcke. Auch die Telekom als TV-Partner wird nicht glücklich sein. „Ob und welche Folgen das in diesem Bereich hat, gilt es noch zu klären. Wir hoffen natürlich auf das Verständnis unserer Partner. Wir spielen ja nicht freiwillig nicht mehr weiter.“

Die DEL setzt nun darauf, dass es auch Hilfspakete des Staates gibt. „Wir haben unseren Teil zu den Schutzmaßnahmen beigetragen“, sagt Tripcke – und hofft im Umkehrschluss auf Unterstützung.


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