DEL geht unfairen Spielern an den GeldbeutelBeobachtet:

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Diesbezügliche Tendenzen waren im internationalen Eishockey ebenfalls zu beobachten. Um solche bösen Attacken im Keim zu ersticken, greift die DEL jetzt mit harten Strafen durch. Die Funktionäre sind durch die zahlreichen Gehirnerschütterungen sensibilisiert. Das Beispiel von Eisbären-Kapitän Stefan Ustorf mahnt zur Fairness. Es sieht ganz so aus, als müsse der Stürmer nach einem unfairen Check seine Karriere jetzt beenden. In den nächsten Tagen geben die Ärzte ihre Ergebnisse der Gehirnuntersuchungen Ustorfs bekannt.

Beim vierten Play-off-Viertelfinale zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin soll es heute hart aber fair zu gehen. „Bei den Play-Offs gehen die Emotionen manchmal hoch und es wird auch härter gespielt. Aber aus meiner Sicht ist bei unseren Spielen, alles im vertretbaren Rahmen geblieben“, sagt Eisbär Constantin Braun. Davon kann beim Sonntags-Spiel der Grizzly Adams aus Wolfsburg und Straubing nicht die Rede sein. 76 Strafminuten und zwei Matchstrafen schießen auch für ein Play-off-Spiel über das Ziel hinaus. Gar nicht fein behandelten sich Düsseldorf und Ingolstadt besonders im zweiten Play-off-Match. Kapitän Bouck von den Panthern trat dazu mit dem Schlittschuh gegen einen DEG-Spieler. In Eishockey-Kreisen gilt ein solches Foul als Gipfel der Niedertracht. Die Strafen der Disziplinar-Kommission fielen dem entsprechend aus. Tylor Bouck muss zwei Spiele zuschauen und 600 Euro berappen. André Huebscher bekam drei Spiele Sperre und 900 Euro Strafe. Christopher Fischer erhält 1800 Euro Geldstrafe und darf sechs Spiele nicht eingesetzt werden.

„Wir wollen in Köln den Sack zubinden, aber nicht durch Unfairness sondern durch kluges, schnelles Eishockey“, verrät Constantin Braun. Der Verteidiger ist ein Phänomen. Er spielt mit einem gebrochenen Knöchel. Geht das überhaupt? „Ich spüre keine Schmerzen. Von Spiel zu Spiel komme ich besser klar. Der Fuß ist getapt und für den restlichen Halt sorgt der Schlittschuhstiefel“, erklärt Constantin Braun. Was passiert, wenn der Schlittschuhstiefel in der Kabine ausgezogen wird? „Dann muss ich erst ein bisschen humpeln, aber danach geht´s schon“, so Braun. Ein bisschen gehumpelt hat am Rande des Trainings auch Richie Regehr. Doch Trainer Don Jackson ist zuversichtlich: „Ich denke Richie kann in Köln spielen.“


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