DEL-Finale: Vorfreude in Berlin

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Beobachten konnten sie sich schon gegenseitig, die beiden Teilnehmer des Play-off-Finals der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Die DEG Metro Stars reisten nach dem gestrigen Erfolg bei den Hannover Scorpions umgehend in die Bundeshauptstadt und hatten heute Mittag gleich das erste Eistraining in der o2-World. Zu diesem Zeitpunkt war die Übungseinheit der Eisbären Berlin an selber Stelle schon seit einer Stunde beendet. Für die Hausherren also Gelegenheit, sich den Gegner mal in Ruhe zu Gemüte zu führen, obwohl das Training der Düsseldorfer eher einem regenerativen Auslaufen ähnelte. Immerhin stecken den Metro Stars schon zwölf Play-off-Partien in den Beinen. Dies sah auch Eisbären-Trainer Don Jackson so, der sich mit seinen Assistenten Jeff Tomlinson und Hartmut Nickel in das Trainerzimmer zur Videoanalyse zurückzog.  

Die Eisbären dagegen absolvierten in den Play-off vier Spiele weniger und hatten bereits am Sonntag den Sprung ins Finale vollzogen. Sicherlich ein Vorteil, wenn es darum geht, dem Gegner mit Frische und Spritzigkeit zu trotzen. Auch das kämpferische Element dürften die Berliner nach der harten Halbfinalserie gegen die Adler Mannheim nun beherrschen. Die Zuschauer dürfen also am morgigen Gründonnerstag in der ersten Finalpartie (19:30 Uhr, o2-World – wenige Restkarten gibt es an der Abendkasse) einen „offenen Schlagabtausch“ erwarten, wie es Eisbären-Verteidiger Jens Baxmann voraussagt.  

Wieder mit an Deck ist Stürmer Steve Walker (Foto). Es dürfte eine Mischung aus Blitzheilung und Zähne zusammenbeißen sein, welche dem Eisbären-Kapitän nach einer Fußverletzung das schnelle Comeback ermöglicht. Zwar wird Walker nicht seinen Platz im Paradesturm einnehmen: „Ich werde in der vierten Reihe spielen, um zusammen mit meinen Partnern den ersten drei Reihen immer dann Luft zu geben, wenn sie es brauchen!“, sagte der Kanadier der Berliner Boulevardzeitung „BZ“. 

Weiter fehlen wird dem Aufgebot von Chefcoach Don Jackson vermutlich Stürmer Christian Swärd. Schon das gestrige Eistraining musste der stets tatendurstige junge Schwede vorzeitig abbrechen. Mit einem zerknirschten Kopfschütteln verließ Swärd die Eisfläche. Eine Rippenprellung setzt den Stürmer noch etwas länger außer Gefecht. 

Abseits des Eises scheint sich auch ganz Berlin auf dieses Finale um die deutsche Meisterschaft zu freuen. Während es für das morgige Spiel 1 noch einige wenige Restkarten an der Abendkasse geben wird, war das dritte Spiel (Ostermontag) bereits nach wenigen Stunden ausverkauft. Auch am Samstag, zum Auswärtsspiel in Düsseldorf, werden sich wieder sieben Busse und viele PKW auf den Weg von der Bundeshauptstadt in die Landeshauptstadt von Nordrhein Westfalen machen. (ovk/mac - Fotos by City-Press)


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