DEL: Finale komplett - Eisbären gegen Lions

DEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in MannheimDEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in Mannheim
Lesedauer: ca. 1 Minute

Mit einem 5:3-Sieg im fünften Playoff-Halbfinale in Hamburg haben sich die Frankfurt Lions für das DEL-Finale 2004 qualifiziert und stehen ab kommenden Donnerstag den Berliner Eisbären gegenüber. Schon früh im ersten Drittel brachte Francois Bouchard die Gäste mit einem abgefälschten Schuss in Führung. Pat Lebeau erhöhte mit einem Powerplaytreffer kurz vor Drittelende auf 2:0.

Als in 29. Minute der Ex-Hamburger Jesse Belanger den dritten Treffer für die Lions erzielte, schien die Partie bereits entschieden. Aber die Freezers kamen durch Treffer von Brad Purdie und Mike Smazal innerhalb von drei Minuten wieder zurück ins Spiel. Mike Harders 4:2 45 Sekunden vor der Pausensirene brach den Hanseaten aber dann endgültig das Genick.

In der zum 19. Mal in Folge ausverkauften Color Line Arena gelang Brad Purdie zwar 19 Sekunden vor Spielende erneut der Anschluss, aber David Gosselin machte mit einem "empty-netter" die erste Finalteilnahme der Eislöwen perfekt. Gestützt auf ihren starken Keeper Ian Gordon waren die Frankfurter das etwas bessere und kompaktere Team.

Und das nur ein Jahr nach dem sportlichen Abstieg. Mit einer komplett neuen Mannschaft und dem vor Saisonstart verpflichteten Rich Chernomaz hatte Manager Lance Nethery das richtige Händchen bewiesen. Einmal mehr ein Beweis dafür, dass Kontinuität in der Personalpolitik nicht unbedingt auch erfolgreich sein muss. Vielmehr ist die Zusammenstellung und die Chemie einer Mannschaft ein entscheidender Faktor auf dem Weg zum Erfolg.

Ab Donnerstag wartet mit den Berliner Eisbären allerdings ein harter Brocken auf die Hessen. "Unsere Chance ist, dass niemand glaubt, dass wir eine Chance haben", so der Kommentar von Nethery, der sein Team als "krasser Außenseiter" sieht.