DEL-Finale: Adler Mannheim siegen mit 6:2 beim ERC IngolstadtComeback der Adler in Spiel 4

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Fans in der ausverkauften Saturn Arena bekamen in Spiel vier der Finalserie hochklassiges Eishockey zu sehen. Beide Mannschaften lieferten sich gleich zu Beginn einen offenen Schlagabtausch. Mannheim traf nach einem Konter durch Martin Buchwieser zum 0:1 aus Sicht des Meisters. Timo Pielmeier im Kasten der Panther blieb ohne Chance bei Buchwiesers Handgelenksschuss.

Keine drei Minuten später war es Verteidiger Alexandre Picard, der Adler-Torwart Dennis Endras mit einem Schuss von der Blauen Linie bezwang. Dem Schlussmann war dabei die Sicht versperrt. Überrascht schien Pielmeier bei Kurtis Fosters Knaller, der im Winkel einschlug. Die beste Chance auf den dritten Adler-Treffer vereitelte der Pfosten. Frank Mauer hatte im Powerplay abgezogen. Somit ging es mit dem 1:2 in die erste Pause.

„Nach den ersten 20 Minuten war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem es hoch und runter ging“, analysierte Ingolstadts Stürmer Björn Barta den ersten Abschnitt: „Beide Team hatten ihre Chancen, Mannheim hat seine besser genutzt. Aber ich mache mir für den weiteren Spielverlauf keine Sorgen.“

Im zweiten Durchgang allerdings wurden die Ingolstädter Bedenken größer.  Erst Denis Reul, kurz danach Sinan Akdag ließen gute Gelegenheiten für die Gäste liegen. Bobby Raymond machte es besser: Sein Schlenzer nach schnell vorgetragenem Konter in den Winkel bedeutete das 3:1 für Mannheim.  Eine Vorentscheidung indes war sein Tor nicht. Michel Periard zog im Powerplay ab und ließ Endras beim 2:3 keine Chance. „Wir haben Mannheim zu viele Chancen gegeben, das darf man bei dieser Truppe nicht machen“, ärgerte sich Christoph Gawlik trotzdem.

In der Folge blieben die ganz großen Chancen Mangelware, weil sich beide Mannschaften zusehends neutralisierten. Wenn sich Gelegenheiten ergaben, dann waren diese allerdings gefährlich. Endras rettete das Resultat gegen Brendon Brooks, quasi im Gegenzug belohnte Christoph Ullmann den Save seines Keepers mit dem 4:2 für die Adler. Der Nationalstürmer startete einen Sololauf durch die Ingolstädter Verteidigungszone und überwand Pielmeier mit einem Flachschuss.    

  • „Wir haben mehr Scheibenkontrolle und versuchen, den Mitspieler besser ins Szene zu setzen“,

analysierte Adler-Stürmer Jochen Hecht die ersten 40 Minuten. Das sei der Unterschied zu den bisherigen Begegnungen gewesen.

  • „Da haben wir immer den Puck aus der eigenen Zone herausgeschossen und sind nur hinterhergelaufen. Diesmal sind wir mit der Scheibe sicherer.“

Das sollte sich im Schlussdurchgang bestätigen. Erst rettete der Doppelpfosten für Pielmeier, bei Frank Mauers Gewaltschuss aus dem hohen Slot nach Buchwieser-Vorlage konnte der ERC-Schlussmann nichts machen. „Wir setzen heute das um, was wir uns vorgenommen haben, stehen hinten aggressiv und machen vorn die Dinger“, brachte es der Torschütze auf den Punkt. Bitter: Mauer musste kurz danach wegen einer Verletzung das Eis verlassen. Niki Goc per Emptynetter machte den Sieg perfekt. Buchwieser: "Wir haben gezeigt, was wir können." 

Patrick Köppchen, Kapitän der Panther, meinte:

  • "Wir wussten schon, den Sieg in Mannheim ganz gut einzuordnen. Diesmal haben wir zu Recht verloren, weil wir immer einen Schritt langsamer waren." Der Ingolstädter blieb souverän: "Ruhig, es ist alles in der Reihe. Am Sonntag gibt es ein neues Spiel." 

Tore:

  • 0:1 Martin Buchwieser (3:37),
  • 1:1 Alexandre Picard (6:16),
  • 1:2 Kurtis Foster (9:17),
  • 1:3 Bobby Raymond (24:34),
  • 2:3 Michel Periard (27:12/PP1),
  • 2:4 Christoph Ullmann (37:08),
  • 2:5 Frank Mauer (44:59)
  • 2:6 Niki Goc (18:23/SH/ENG)

Zuschauer: 4.815


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