DEL: Eisbären marschieren wieder

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Nach einem kleinen Zwischentief hat sich Tabellenführer Eisbären Berlin an diesem Wochenende mit sechs Punkten und 8:1 Toren eindrucksvoll zurückgemeldet. Dem 5:1-Sieg vom Freitag gegen Hannover ließen die Pagé-Schützlinge einen 3:0-Erfolg bei den zuletzt stark autrumpfenden Nürnberg Ice Tigers folgen. Gestützt auf einen starken Torhüter Shulmistra stellte Pagé nach den zu vielen Gegentreffern der letzten Wochen auch sein System um. Mit weg vom Torpedo-System, hin zur in der Liga üblichen "neutral zone trap" überraschte er auch Ice Tigers Trainer Mike Schmidt, der sich anfangs nur "verwundert die Augen rieb", als er den Tabellenführer so spielen sah. Pagé hat jedoch eine einfache Erklärung: "Die DEL will die beste Liga Europa's sein, ich habe nichts dagegen, aber es gibt viel zu viele ungeahndete Behinderungen, die den Spielfluss stören und das Spiel unattraktiv machen. Alle Teams spielen zudem das wenig ansehnliche Mittelzonen-Zerstörer-Eishockey. Solange die Regeln und damit auch die Richtlinien für die Schiedsrichter nicht geändert werden, wird die Liga auch nicht die beste in Europa sein." Hier alle Ergebnisse, Kurzspielberichte und Statistiken des 46. Spieltags:

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Krefeld Pinguine - Frankfurt Lions 3 : 1 (1:0 1:0 1:1)

Den dritten Sieg in Folge nach der Länderspielpause sicherten sich die

Krefeld Pinguine. Zudem festigten die Seidenstädter den sechsten Tabellenplatz

und haben eine erneute Playoff-Teilnahme so gut wie sicher. Ein zwar

verspätetes aber gelungenes Saisondebüt feierte Neuzugang Bill Bowler, schon

nach 95 Sekunden assistierte er zur Krefelder Führung. Aller drei Treffer der

Gastgeber erzielten Verteidiger.

Tore: 1:0 (1:35) Ehrhoff (Purdie); 2:0 (25:18) Lambert (Grygiel); 2:1

(51:51) Francz (Girard, Laylin) 4-5; 3:1 (57:28) Lambert (Shuchuk) 5-4

Schiedsrichter: Willi Schimm

Strafminuten: Krefeld Pinguine 6 - Frankfurt Lions 10

Zuschauer: 3001

Nürnberg Ice Tigers - Eisbären Berlin 0 : 3 (0:0 0:1 0:2)

Fast zwei Drittel lang gut gespielt, aber am Ende mit leeren Händen standen

die Nürnberg Ice Tigers gegen Tabellenführer Berlin da. Gästetrainer Pagé

überraschte seinen Gegenüber Schmidt mit  einer "neutral zone trap".

Die vielen Gegentreffer der letzten Wochen ließen Pagé von seinem

Offensivsystem abkommen. Mit Erfolg. Gestützt auf einen soliden Torhüter

Shulmistra waren die Gäste letztendlich auch physisch und konditionell den

erneut mit argen Verletzungssorgen kämpfenden Franken überlegen.

Tore: 0:1 (38:26) Gruden (Corriveau, Emmons); 0:2 (42:11) Keller (Barta,

Felski); 0:3 (50:11) Fairchild (Roberts, Shearer)

Schiedsrichter: Michael Langer

Strafminuten: Nürnberg Ice Tigers 12 - Eisbären Berlin 14

Zuschauer: 5639

Hannover Scorpions - SERC Wild Wings 8 : 1 (4:1 1:0 3:0)

Wie befreit spielten die Hannover Scorpions nach der Trainerentlassung vom

Samstagabend keine 24 Stunden später auf. Unter Co-Trainer Siggi Reiss

demontierten sie die Schwarzwälder. Nationalspieler Len Soccio steuerte drei

Treffer zum höchsten Saisonsieg bei. Wie am Rande bekannt wurde, wird Olle Öst

in der kommenden Spielzeit zu den Niedersachsen als Trainer zurückkehren.

Tore: 1:0 (0:35) Soccio (Hellkvist, Lööf); 2:0 (2:59) Hawkins (Dionne,

Simon) 5-4; 3:0 (11:34) Öberg (Murphy, Schreiber) 5-4; 4:0 (12:09) Simon

(Dionne, Hawkins); 4:1 (14:58) Bullard (Fortier, Chyzowski); 5:1 (33:46)

Karlsson (Lööf, Soccio); 6:1 (42:07) Soccio (Hawkins, Öberg); 7:1 (44:02)

Soccio (Karlsson, Hellkvist); 8:1 (55:36) Klenner (Simon, Hawkins) 5-4

Schiedsrichter: Frank Awizus

Strafminuten: Hannover Scorpions 6 - SERC Wild Wings 12

Zuschauer: 4523

Adler Mannheim - ERC Ingolstadt 1 : 2 (1:1 0:1 0:0)

Stinksauer war Adler-Trainer Bill Stewart nach der Heimniederlage gegen

Aufsteiger Ingolstadt. In der Tat zeigte sich seine Truppe von einer schlechten

Seite. Nicht nur, dass sie den Ingolstädter Siegtreffer selbst erzielten (Ustorf),

sondern die ganze Spielweise war pomadig und zu sehr auf Einzelaktionen bedacht.

Ganz anders die Gäste, sie präsentierten sich als Team und schaukelten

gestützt auf einen starken Bales mit Glück und Geschick die drei Punkte nach

Hause.

Tore: 1:0 (1:54) Kennedy (Ustorf, Joseph) 5-3; 1:1 (5:36) Toporowski (Tallaire,

Goodall) 5-4; 1:2 (26:00) Campbell

Schiedsrichter: Harald Deubert

Strafminuten: Adler Mannheim 14 - ERC Ingolstadt 12

Zuschauer: 5200

Augsburger Panther - Iserlohn Roosters 3 : 2 n.P. (0:0 2:2 0:0 1:0)

Während die Hamburg Freezers ihr Penaltyschießen in Köln gewinnen konnten,

mussten die Roosters auf den Extrapunkt in Augsburg verzichten. Dennoch zeigten

die Roosters erneut was Moral und Kampfkraft sind: Nach einer Auszeit von Greg

Poss egalisierten sie innerhalb von 87 Sekunden im Mitteldrittel einen

0:2-Rückstand. Kurios auch das Penaltyschießen, Schiedsrichter Chvatal ließ

einen Penalty von Philippe Audet zweimal wiederholen. Sehr zum Unmut von

AEV-Trainer Chernomaz und Kapitän Moeser, die vehement protestierten. Nach dem

Spiel gab Chernomaz seinen Abschied aus Augsburg zum Saisonende bekannt.

Tore: 1:0 (23:21) Lukes (Fendt, Barta); 2:0 (30:44) Audet (Galanov,

Armstrong); 2:1 (34:29) Cipolla (Lipsett, Bartolone) 5-4; 2:2 (35:56) Podkonicky

(Washburn, Alexandrov); 3:2 (60:00) Vostrikov Pen

Schiedsrichter: Petr Chvatal

Strafminuten: Augsburger Panther 34 - Iserlohn Roosters 24

Zuschauer: 3156

Kölner Haie - Hamburg Freezers 2 : 3 n.P. (1:1 1:1 0:0 0:1)

In einem über weite Strecken überharten und unfairen Spiel verloren die

Haie mal wieder ein Penaltyschießen. Wie groß der Druck kurz vor den Playoffs

speziell auf den Hamburg Freezers lastet, war deutlich zu sehen. Mit allen

erlaubten und unerlaubten Mitteln kamen sie zum Erfolg, was Haietrainer Zach wie

üblich mit einer heftigen Schiedsrichterschelte beantwortete. Auch an

Freezers-Trainer Simpson's extrovertierter Freude über den doppelten

Punktgewinn war leicht die Anspannung im Lager der Hanseaten abzulesen.

Tore: 1:0 (5:04) Werenka (Nilsson); 1:1 (6:54) House (Tory, Belanger)

5-4; 1:2 (23:29) Drury (Crowley, Schneider); 2:2 (38:59) Boos (Lewandowski,

Furchner); 2:3 (60:00) Schneider Pen

Schiedsrichter: Richard Schütz

Strafminuten: Kölner Haie 32 - Hamburg Freezers 80

Zuschauer: 13110

Kassel Huskies - DEG Metro Stars 2 : 3 n.P. (1:1 1:0 0:1 0:1)

Im Penaltyduell der beiden Toptorhüter Parent und Trefilov machte ein

einziger Treffer den Unterschied. Tommy Jakobsen sicherte den Metro Stars zwei

weitere wichtige Punkte im Kampf um Platz vier. Für die Huskies war es

notwendig nicht mit gänzlich leeren Händen vom Eis zu gehen, um den Abstand

auf Platz neun nicht schrumpfen zu lassen.

Tore: 1:0 (2:25) Loth (Wahlberg, Retzer); 1:1 (7:22) Eisenhut (Stefan, Pöttinger);

2:1 (20:18) Valenti (Daffner, Abstreiter); 2:2 (54:35) Magnussen (Ficenec,

Christian); 2:3 (60:00) Jakobsen Pen

Schiedsrichter: Gerhard Lichtnecker

Strafminuten: Kassel Huskies 10 - DEG Metro Stars 10

Zuschauer: 4463



 


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