DEL-Ausstieg (fast) klar – Scorpions-Zukunft in Langenhagen?Kein Interesse an einer DEL II - möglicherweise Neustart in der Oberliga

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Der Vertrag soll am kommenden Samstag unterzeichnet werden, so dass ein kleines Fragezeichen noch vorhanden ist. Aber es steht so gut wie fest, dass Schwenningen den Platz der Hannover Scorpions in der Deutschen Eishockey-Liga einnehmen wird.

Marco Stichnoth brachte es letztendlich auf den Punkt: „Eishockey ist ein teurer Sport. Wer ihn sich nicht leisten kann, der muss den Fakten kühl in die Augen schauen. Günter Papenburg hat seit 2004 trotz vielerlei Zusagen von Verantwortlichen (Gesellschaftern der Deutschen Messe AG: Land Niedersachsen, Stadt Hannover)  mehr als 20 Millionen Euro investiert und wenn er dann sagt, dass er sich das nicht mehr leisten kann und will, dann ist dies zu akzeptieren.“

Tatsache ist, dass die Hannover Scorpions eventuell noch weiter in der DEL gespielt hätten, aber die Entscheidung der Deutschen Messe AG, eine neue multifunktionale Halle mit einer Kapazität von mindestens 12.000 Zuschauern zu bauen, diese Überlegungen ad absurdum führten. Besonders ärgerlich für die Gesellschafter der Arena Hannover GmbH ist die Tatsache, dass sie einen Verstoß gegen die im Jahr 1998 mit der Deutschen Messe AG vertraglich vereinbarten Geschäftsgrundlage, im Zusammenhang mit der Entscheidung zum Bau und Betrieb der Arena Hannover, nicht zueinander in Wettbewerb zu treten, sehen. Die Arena-Gesellschafter kamen daher zum Schluss, dass die Messe AG in einen Wettbewerb mit der TUI-Arena gehen möchte und dass die unmittelbare Nähe zueinander zu einer ernsthaften Gefährdung der wirtschaftlichen Betreibung der TUI-Arena führen könnte. Dadurch sah sich die Arena Hannover GmbH und deren Gesellschafter genötigt, die bereits in der Vergangenheit mehrfach in Erwägung gezogene Entscheidung, den Verkauf der Geschäftsanteile der „Hannover Scorpions Eishockey Betriebs GmbH“, durchzuführen.

Wie geht es jetzt in Hannover weiter? Laut Marco Stichnoth gibt es mehrere Optionen: „Neben dem Maschsee-Natureis“ (natürlich nicht ernst gemeint!) sind das der Pferdeturm, Heimat der Hannover Indians, und die Lenny-Soccio-Halle in Langenhagen. Die Scorpions sprachen mit den beiden letzten Kandidaten und es kristallisierte sich immer mehr die Langenhagener Eishalle raus. Konkret konnte Marco Stichnoth allerdings noch nichts sagen. Ebenso wenig ist klar, in welcher Liga die Scorpions demnächst spielen werden, wobei Stichnoth allerdings bemerkte, dass man sich nicht mit einer DEL II anfreunden kann. Man will mit seinen Bestrebungen, zumindest einen Teil des Eishockeys in Hannover zu retten, nicht den Verband auseinander dividieren und somit steht aktuell eine Teilnahme in der Oberliga unter Verbandsaufsicht zur Debatte.

Aktuell stehen wohl sieben bis acht Aktive unter Vertrag, wobei Marco Stichnoth keine Namen nennen wollte. Mit allen wird zurzeit gesprochen und es steht im Augenblick in den Sternen, wer mit nach Schwenningen umziehen will.


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