DEL 2005

DEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in MannheimDEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in Mannheim
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In den folgenden Tagen und Wochen werden wieder zahlreiche, meist satirische Saisonvorschauen erscheinen. Hockeyweb geht einen Schritt weiter, wir machen uns Gedanken um die mittelfristige Zukunft der Deutschen Eishockey Liga. Lesen Sie hier einen nicht so ganz ernst gemeinten Ausblick, wie die DEL im Jahre 2005 aussehen könnte...

Allgemein

Die DEL beginnt die Saison mit 12 Teams: Köln, Düsseldorf, Mannheim, Frankfurt, Krefeld, Nürnberg, Hannover, Hamburg, Eisbären, Ingolstadt, Stuttgart und Oberhausen. Die letzteren beiden spielen mit den Lizenzen der ehemaligen Schwenninger Wild Wings und Augsburger Panther. Die beiden ehemals festen DEL Größen mussten sich ebenso zurück ziehen wie die Kassel Huskies und die Iserlohn Roosters, welche

die neuen DEL Auflagen (Halle mit mindestens 7.000 Zuschauern Fassungsvermögen) nicht erfüllen konnten. Immerhin konnte man dadurch auch die Moskitos Essen aus der DEL heraushalten, die mittlerweile vor dem Europäischen Gerichtshof auf Wiederaufnahme klagten.

Die Saison 2005/2006 wird vor allem von den Problemen und

Entwicklungen der folgen DEL Clubs geprägt:

DEG Metro Stars

Nach einem sensationellen Start in die neue Saison gibt es Ärger mit der DEL, denn die besteht darauf, dass mindestens 10% der Eisfläche in den DEL Hallen weiß sein muss, damit man den Puck noch erkennen kann. In Düsseldorf ist jedoch die gesamte Fläche mit Werbung bedeckt. "Wollen die uns etwa dafür bestrafen, dass wir uns vor Sponsoren kaum

retten können?", schnaubt man in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Erst als Verteidiger Mike Pellegrims während eines Spiels anstelle des Pucks versehentlich ein drei Tage altes Mohnbrötchen des Sponsors "Kamps" im gegnerischen Tor versenkt, hat

man ein Einsehen. Eine Lösung ist schnell gefunden: In Düsseldorf spielt man von nun an mit weissen Pucks, die sich deutlich von der bunten Untereiswerbung abheben!


Hamburg Tiefkühltruhen

In Hamburg hat man einen neuen Hauptsponsor gefunden und übernimmt gleich dessen Namen, zumal niemand, aber auch wirklich gar keiner, den Namen "Freezers" mochte. Von nun an tritt man als "Hamburg Fisherman´s Friends" an und plakatiert den Slogan des Sponsors vor allem in der

Gästekabine der "Color - Line - Arena": "Sind sie zu stark, bist Du zu schwach!" Probleme gibt es für Max Fedra und Beppo Schlickenrieder. Trotz eines Sprachkurses im Zuge wiederholten Genusses sämtlicher Folgen der TV Serie "Zwei Münchner in Hamburg" sind die beiden Bayern nach einem Besuch des "Ohnsorg - Theaters mehr denn je verwirrt.

Fedra: "I hob dem Anschutz g´sogt, er soll uns wiada im Süden platziern. Landshut wär suapa!" Doch Anschutz hat andere Sorgen: Seit dem grossen Börsencrash wird seine Farm von betrogenen, arbeitslosen Aktionären belagert. Die Versorgung der Eingeschlossenen erfolgt seit Monaten nur noch per Hubschrauber.


Adler Mannheim

Endlich erfolgt der Umzug in die neue Halle! Nachdem die Bedenken der Bürger am neuen Standort durch großzügige Ausgabe von SAP Aktienpakten zerstreut wurden, hat man auch die Hamsterfrage gelöst. Die Tierchen wurden von Fans kurzerhand eingefangen und artgerecht neu untergebracht. "Berliner Fans haben ein perfektes Gelände gefunden", erklären die Adler. Bei der Planung der neuen Arena wurden die Bedürfnisse der Fans berücksichtigt. Um das geliebte Ambiente des Friedrichsparks zu erhalten, gibt es anstelle der hinteren Stehplatzreihen in der neuen Arena Bierkästen und Styroporquader. Außerdem wird man die neue Halle nicht beheizen und die Anzahl der Toiletten so gering wie möglich halten.


Eisbären Berlin

Nachdem die Hohenschönhausener dem drohenden Ausschluss aus der DEL (Halle zu klein) nur durch Umzug in die Deutschlandhalle entgehen konnten, soll nun endlich die neue Halle am Ostbahnhof gebaut werden. Nach diversen Verhandlungen mit Senat und Bezirksamt über die Höhe der

Bürotürme sowie die Anzahl der Einzelhandelsflächen hat man sich auch mit der oppositionellen Bürgerinitiative "Rettet das Ostberliner Stadtbild" einigen können. Auf einer der zahlreichen Pressekonferenzen stellt die Anschutz Entertainment Group (AEG) den "Masterplan 6.5"

vor, bereits 2008 soll mit dem Bau der Arena begonnen werden. Doch mitten in die Präsentation platzt die Nachricht, dass auf dem Gelände am Ostbahnhof eine seltene Hamsterart entdeckt wurde.... Zum Glück hat man ja noch die Deutschlandhalle, in der außer den Eisbären nur noch

ein Amateurverein namens "Berlin Capitals Preussen" vor 150 Zuschauern spielt. Deren Präsident sieht im Umzug der Eisbären eine lang geplante Verschwörung der gesamten DEL gegen seinen Verein, der schließlich die wahre Nummer Eins im deutschen Eishockey sei.


Frankfurt Grey Panthers

Die ehemaligen Frankfurt Lions bereiten sich auf den

Bundestagswahlkampf 2006 vor. Die Ehrengeschäftsführerin Trude Unruh hebt auf einer Pressekonferenz nochmals hervor, warum ihre Partei "Die Grauen Panther" einst mit dem Eishockey Club fusionierte: "Die damaligen Lions waren schon vor drei Jahren ein Musterbeispiel für die

Tatsache, dass Menschen auch im Hohen Alter noch Leistung bringen können. Die Fusion mit unserer Partei war daher nur logisch und konsequent!" Auf grossen Plakaten vor der neuen Mehrzweckhalle werben die Grey Panthers mit dem Slogan: "Lieber würzig mit 40 als ranzig mit 20!"


Kölner Haie

In einem spannenden fünften Endspiel holen die Haie durch ein Tor von Mirko Lüdemann wenige Sekunden vor Ende der dritten Overtime erneut den Meistertitel. Leider wird der Erfolg kaum bejubelt, obwohl die Kölnarena mit 19.475 Zuschauern (Europarekord) ausverkauft ist. Grund für die fehlenden Ovationen: Die Fans auf den Stehplätzen haben den

Innenraum der Halle ihrer Gewohnheit entsprechend zwei Minuten vor Ende des Spielabschnitts verlassen, um sich mit Bier und Pizza zu versorgen. Die Zuschauer auf den Sitzplätzen sind bereits wieder zuhause, sie wollten die letzte Strassenbahn ebenso wenig verpassen wie die Wiederholung des Silvesterkonzertes der "Bläck Föös" im

Fernsehen. Nur die Hardcorefans im Oberrang sind noch in der Halle, haben jedoch anderes zu tun, als Lüdemann und Co zu feiern: Sie führen gerade ein neues Lied vor und lassen ihre mühsam einstudierte Choreographie nicht durch banale Dinge wie Eishockey unterbrechen!

DEL PlayOffs

Freitag 26.04.2019
Adler Mannheim Mannheim
- : -
EHC Red Bull München München
Sonntag 28.04.2019
EHC Red Bull München München
- : -
Adler Mannheim Mannheim