DEG zeigt Charakter und wendet fünfte Niederlage in Folge abSchwenningen verspielt Drei-Tore-Vorsprung.

Kunststücke nach dem Spiel: Henrik Haukeland feiert mit den DEG-Fans. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Kunststücke nach dem Spiel: Henrik Haukeland feiert mit den DEG-Fans. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Die Tabellenkonstellation bei Spielbeginn zeigte, wie eng es zugeht. Die DEG als Tabellenzehnter mit vier Niederlagen in Folge und Schwenningen auf Platz zwölf mit zwei Siegen im Gepäck waren allerdings nur tabellarisch fast auf Augenhöhe. Spielerisch war es nämlich im ersten Drittel aus Sicht der DEG das bekannte Muster der letzten Spiele. Es gab durchaus Torabschlüsse, aber entweder war Wild-Wings-Goalie Cüpper auf dem Posten oder die Scheibe fand nicht ihr Ziel ins Netz. Hungerecker hatte die Gäste bis dahin bereits mit 1:0 nach einer Minute auf die Anzeigetafel gebracht.

Die Rot-Gelben schienen im zweiten Spielabschnitt komplett von der Rolle gewesen zu sein. Beim 2:0 der Wings nach vier Minuten im Powerplay zeichnete Pfaffengut verantwortlich für den Treffer. Aus dem Spiel ging nicht wirklich Zwingendes für die Gastgeber, aber dann sollte es in Überzahl die Möglichkeit geben, den Spielstand zu verändern. Es klappte nicht wirklich, im Gegenteil: Drei Düsseldorfer behinderten sich gegenseitig in der Hälfte der Wild Wings, Bassen schnappte sich die Scheibe und fuhr das Break. Haukeland im DEG-Tor vereitelte den dritten Gegentreffer. Die Freude währte aber nicht lange, das nächste Powerplay der Gäste ermöglichte dem Ex-DEG-Spieler Karachun das zu diesem Zeitpunkt verdiente 3:0. Die Schiedsrichter mussten aber den Videobeweis zur Hilfe nehmen, denn sie dachten, die Scheibe sei vom Gestänge zurückgeprallt auf das Eis. In realer Geschwindigkeit kaum sichtbar, aber in Zeitlupe offensichtlich: Der Puck prallte vom Innennetz wieder aus dem Tor. Auch das Ende des Mittelabschnittes verhieß nichts Gutes für Düsseldorf.

Den Spielverlauf in der dritten Periode hätten so sicherlich nicht mal die größten Optimisten erwartet. Was immer auch in der DEG-Kabine passiert war, wirkte! In einer weiteren Überzahl der Gastgeber nach zwei Minuten schaffte Eder endlich den erhofften Treffer zum 1:3-Hoffnungsschimmer nach Zuspielen von Gogulla, der im Spiel noch einen Rekord schaffen sollte, und Kousa. 27 Sekunden später zappelte der Puck erneut im Netz der Schwenninger. Nach Pass von McCrea markierte Ehl den 2:3-Anschlusstreffer. Düsseldorf hatte jetzt das Momentum auf seiner Seite, es war plötzlich ein komplett anderes Spiel und auch die DEG-Aktionen waren viel herausfordernder für die Wild Wings. Eine angezeigte Strafe gegen Schwenningen ließ Järvinen durch den 3:3-Ausgleich verstreichen. Kousa verzeichnete seinen zweiten Pass in diesem Spiel und Gogulla stellte seinen persönlichen Rekord auf: Sein 400. DEL-Assist! Die Lautstärke der, vor Allem DEG-Fans, war jetzt unüberhörbar! Die reguläre Spielzeit war vorbei, jede Mannschaft hatte einen Punkt auf der Habenseite.

Die Verlängerung blieb torlos und somit musste der zweite Punkt im Penaltyschießen ergattert werden. Für die DEG zielten Barta, Gogulla und Harper, Siegtreffer, richtig. Tylor Spink und Karachun trafen für die Schwarzwälder.

Die Düsseldorfer EG freut sich am Freitag auf das nächste Heimspiel gegen die Straubing Tigers, während die Schwenninger Wild Wings im Rheinland bleiben und bereits am Dienstag auswärts bei den Kölner Haien antreten.    


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