DEG verurteilt Krefeld zum siegen

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
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Matchball für die Düsseldorfer EG! Durch ein 2:1 (0:0/2:0/0:1) über die Krefeld Pinguine gelang dem Team von Trainer Harold Kreis vor 9561 Zuschauern im dritten Viertelfinal-Heimspiel endlich der erste Sieg auf

eigenem Eis, der gleichzeitig bedeutet, dass die DEG mit einem Erfolg am Dienstag in der Seidenstadt den Einzug ins Halbfinale perfekt machen kann, während Krefeld zum Siegen verdammt ist. "Jamie hat uns mit seiner Parade vor einem erneuten Rückstand bewahrt. Danach konnten wir endlich mal in Führung gehen. Es ist eine unglaubliche Serie. Nun endete auch das fünfte Spiel mit nur einem Tor Differenz", sagte DEG-Trainer Harold Kreis. Dem stimmte auch sein Gegenüber Igor Pavlov zu. "Das erste Tor ist sehr wichtig.

Heute hat uns Düsseldorf diese Gelegenheit nicht gegeben. Nun brauchen wir am Dienstag den Heimsieg, den die DEG heute geschafft hat."


Es war der erwartet furiose Auftakt, den die Spieler der Düsseldorfer EG zu Beginn des ersten Drittels hinlegten. Beflügelt durch das Beinahe-Mitternacht-Tor von Adam Courchaine am Freitag zum 5:4 nach

Verlängerung, das nach viermaligem Rückstand in der Partie doch noch den 2:2-Ausgleich in der Serie brachte, wollten die Mannen um Kapitän Daniel Kreutzer den Gegner von der anderen Rheinseite regelrecht überrennen. Das erhoffte frühe Führungstor blieb aber aus, auch weil das Überzahlspiel wieder einmal zu wünschen übrig ließ. So hatten die Pinguine plötzlich ihrerseits die Chance auf ein Tor, doch Jamie Storr im Düsseldorfer Kasten entschärfte in der 9. Minute den von Herberts Vasiljevs geschossenen Puck mit einer sensationellen Flugeinlage. Kurz vor Ende des ersten Drittels wäre die DEG dann doch beinahe mit 1:0 in Front gegangen, doch das Schiedsrichter-Duo Martin Reichert und Willi Schimm verweigerte dem Treffer die Anerkennung. Eine höchst strittige Entscheidung. Referee Schimm gab an,

dass er den Schuss von Andy Hedlund mit seinem Schlittschuh den Puck ins Torbefördert hat. Der allgemeine Eindruck ließ eher darauf schließen, dass KEV-Schlussmann Scott Langkow sich die Scheibe selber über die Linie bugsiert hatte. Daniel Kreutzer sagte nur lapidar: "Ich weiß gar nicht, was das ganze Theater soll. Ich war zuletzt am Puck." Wie dem auch sei, Willi Schimm zeigte in dieser Situation auf jeden Fall ein ganz schlechtes Stellungsspiel. Nach Regel 471.3 der IIHF sind Schiedsrichter im Eishockey übrigens keineswegs Luft, so dass der Treffer tatsächlich nicht hätte zählen dürfen, wenn Schimm tatsächlich als letzter am Puck gewesen wäre.


Der dicke Hals, mit dem die Spieler der DEG zurück aus der Kabine kamen, war bis auf die Tribünen zu sehen. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch und leidenschaftlichem Einsatz wurden zunächst zwei Unterzahlspiele überstanden. Die Halle brodelte. Dann die 27. Minute. Von rechts passt Brandon Reid in

die Mitte, wo Adam Courchaine da weitermacht, wo er am Freitag aufgehört hatte. Er beförderte die Scheibe an Langkow vorbei ins Netz. Die DEG jetzt wie entfesselt. Zentnerschwere Lasten schienen vom Rücken der Spieler abgefallen zu sein. Die Leichtigkeit des Spiels war wieder zurück. Sogar das Powerplay konnte sich plötzlich sehen lassen. Und ein eben solches brachte in der 37. Minute das 2:0. Adam Courchaine revanchierte sich bei Brandon Reid, der die Vorarbeit des ehemaligen Duisburgers nur noch ins leere Tor abstauben musste.


Das Spiel schien entschieden, zumal das Unparteiischen-Gespann den vermeintlichen Krefelder Anschlusstreffer in der 52. Minute nach langem Videostudium wegen Torraumabseits nicht anerkannte. Doch dann machte es DEG-Verteidiger Ryan Caldwell wieder spannend, als er im Mittelkreis völlig sinnlos Daniel Pietta umrasierte und dafür mit fünf plus Spieldauer belegt wurde. Den Pinguinen gelang in den folgenden 300 Sekunden Überzahl durch Herberts Vasiljevs in der 54. Minute aber nur noch zum 1:2. In einem rassigen Play-Off-Spiel ging der Sieg der DEG am Ende auch in Ordnung.

(Thomas Schulz)



DEG - Krefeld 2:1 (0:0/2:0/0:1)


Aufstellung DEG


Tor: Storr (Jochen Reimer)


Abwehr: Hedlund, Ratchuk - Harrington, Caldwell - Bazany, Holzer - Nowak


Angriff: Patrick Reimer, Collins, Kreutzer - Joseph, Reid, Courchaine - Kaufmann, Ramsay, Tutschek - Hinterstocker, Carciola, Boon



Aufstellung Krefeld


Tor: Langkow (Kovacic)


Abwehr: Milo, Pavlikovsky - Fahey, Fortin - Schopper, Akdag - Heid, Riefers


Angriff: Vasiljevs, Stephens, Blank - Verwey, Loyns, Pietta - Stephenson, Driendl, Payer - Endraß, Hager, Huebscher




Schiedsrichter: Martin Reichert (Lindau im Bodensee) und Willi Schimm (Waldkraiburg)



Zuschauer: 9561





Tore: 1:0 (26.18) Courchaine (Joseph, Reid), 2:0 (36.37) Reid (Caldwell, Courchaine/5-4); 2:1 (53.40) Vasiljevs (Fahey, Fortin/ 5-4)



Strafzeiten: DEG 17 + Spieldauer Caldwell - Krefeld 14


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