DEG-Stürmer Niki Mondt: Wir müssen wieder einfacher spielenKreativität auf unbestimmte Zeit verschoben

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Entsprechend knapp, aber auch ungewohnt dünnhäutig fielen die Antworten des 47-Jährigen aus. „Wir wollen immer auf drei Punkte spielen, doch das müssen wir mit Geduld machen. Wir waren nach hinten wieder zu offen. Das muss ich für Dienstag anders gestalten.“

Dienstag ist heute. Ab 19.30 Uhr soll im Rather Dome gegen die Nürnberg Ice Tigers die schnelle Wiedergutmachung her. Sie muss her, denn der Fehlstart mit fünf Niederlagen in sechs Spielen und schon 30 Gegentreffern ist für die angekündigte Aufbruchstimmung ein ganz böser Nackenschlag. „Für die Außendarstellung des Klubs sind Ergebnisse wie in Wolfsburg und Iserlohn natürlich nicht gerade förderlich. 0:7, 0:8 und der letzte Platz scheinen zu signalisieren, dass bei der DEG nichts besser geworden sei und es folglich auch nicht vorwärts geht. Irgendwann werden dann auch unsere treuen Fans sauer“, sagte Angreifer Niki Mondt.

Tatsächlich traten in Iserlohn ein paar Anhänger bereits nach dem ersten Drittel die Heimreise an. Ein Alarmsignal. Dabei konnte die DEG noch für sich reklamieren, dass die ersten zwei Gegentore eher unglücklich fielen. Dass dies dann aber sogleich auch schon den Verlust des Spiels bedeutete, ist die eigentlich erschreckende Erkenntnis. Wo war der Plan B? Und wo waren die neu geholten Führungsspieler, die dem Team für solch eine Situation hätten Halt geben müssen? „Wir dürfen die Niederlage nicht auf unsere Zugänge reduzieren. Keiner von uns ist derzeit in einer besonders tollen Form. Aber natürlich erhoffen wir uns von den Neuen für die ganze Saison gesehen schon einen gewissen Schub. Sie wissen schließlich von ihren alten Klubs, wie man erfolgreich sein kann“, sagte Niki Mondt.

Aktuell aber sind sie diese Hilfe nicht. Abwehrspieler Tim Conboy sitzt wie befürchtet zu oft auf der Strafbank, Rob Collins war noch nie eine Kämpfernatur und dass von den Stürmern Travis Turnbull sowie Michael Davies vor der Saison groß angekündigte blinde Verständnis ist bisher allenfalls in einigen Überzahlsituationen zu erkennen gewesen. Dazu gibt es kollektive wie individuelle Patzer aller Spieler. „Bisher sind unsere Niederlagen immer nach einem Schema verlaufen: frühe Strafen, früher Rückstand. Es ist schlimm, dass wir dies ansprechen, die Fehler dann aber wiederholen. Danach wollen wir übermotiviert korrigieren, was nun schon zum zweiten Mal zu einer ganz üblen Abreibung geführt hat“, so Mondt.

Der 36-Jährige fordert daher, sich nun erst einmal wieder auf das Wesentliche zu besinnen. „Nach sechs Partien ist noch nichts verloren. Aber um die Talfahrt zu beenden, müssen wir gegen Nürnberg kämpfen und simples Eishockey spielen.“ Die Absicht von Trainer Christof Kreutzer, seinem Team mehr spielerische Kreativität zu verleihen, ist damit zunächst auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben.

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