DEG siegt im Duell der lustigen Holzhackerbuam

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
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Tore, Prügel, Strafzeiten. In einer vorgezogenen Partie des 19. Spieltages besiegte die Düsseldorfer EG die Iserlohn Roosters mit 5:2 (0:0/3:0/2:2) und festigte damit vor der erneut mageren und eines Top-Derbys

unwürdigen Kulisse von nur 5755 Zuschauern seine Position in der Spitzengruppe der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Die Entscheidung fiel im Mittelabschnitt, als die DEG innerhalb von nur 194 Sekunden auf 3:0

davonzog. Überschattet wurde die Partie von einer handfesten Prügelei im letzten Drittel, in der sich wieder einmal der Iserlohner Brad Tapper als böser Bube hervortat. Insgesamt musste der hervorragende Schiedsrichter Daniel Piechaczek 165 Strafminuten aussprechen. Für die Gäste gab es bei der Fahrt an den Rhein ansonsten nichts Zählbares zu holen.


Eigentlich war dies auch so vorhersehbar. Denn die DEG ist der Angstgegner der Iserlohner. Von den bislang 33 DEL-Spielen gewannen die Roosters gerade einmal neun, in Düsseldorf konnten sie in 13 Versuchen lediglich dreimal als Sieger das Eis verlassen. In dieser Saison kommt erschwerend hinzu, dass die

Sauerländer zwar eine enorme Heimstärke an den Tag legen, umgekehrt aber auswärts fast ausschließlich als Punktelieferant dienen. Immerhin konnten die Gäste das erste Drittel noch ausgeglichen gestalten, wobei Michael Wolf in einigen Szenen auch seine Torgefährlichkeit aufblitzen ließ. Insgesamt aber waren die ersten 20 Minuten recht ereignisarm, beide Teams schienen nach der Länderspielpause noch nicht wieder auf Betriebstemperatur zu sein.


Sollten die Iserlohner nun aber gehofft haben, dass sie an diesem Abend ihre schwarzen Serien würden beenden können, so mussten sie sich im Mittelabschnitt binnen 194 Sekunden eines Besseren belehren lassen. Zunächst brachte Brandon Reid die DEG in der 26. Minute mit einem verdeckten Handgelenkschuss ins linke untere Eck in Führung. Ein Tor, auf das bis dahin nicht viel hingedeutet hatte, das aber offensichtlich für die Gastgeber ein Hallo-Wach-Effekt war. Denn nur 57 Sekunden später erhöhte Patrick Reimer mit einem sehenswerten Schuss aus spitzem Winkel auf 2:0, dem Andy Hedlund weitere 137 Sekunden später das 3:0 folgen ließ. Bei diesem Treffer sah Iserlohns Schlussmann Norm Maracle nicht gut aus, denn erst machte er die kurze Ecke auf und dann fiel er wie eine Bahnschranke. Trainer Steve

Stirling nahm nach dem Dreierpack eine Auszeit und brachte für Maracle dann Sebastian Stefaniszin.


Das Team vom Seilersee fing sich auch wieder und nach dem schnellen Treffer zum 1:3 durch Jimmy Roy 33 Sekunden nach Beginn des Schlussabschnitts keimte wieder etwas Hoffnung auf. Doch die hielt nur ganze 70 Sekunden, dann hatte Brandon Reid mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder

hergestellt. Was Brad Tapper nicht wirklich lustig fand. Der Iserlohner Linksaußen zettelte nach einem Foul von Ryan Ramsay an Jimmy Roy eine handfeste Schlägerei an. Es setzte Strafzeiten en masse und nach dem von Schiedsrichter Daniel Piechaczek angewendeten Verursacherprinzip eine Matchstrafe gegen Tapper. Als kurz danach auch noch Marty Wilford für zwei Minuten hinaus musste, versetzte Adam Courchaine den Gästen mit dem 5:1 in der 48. Minute den endgültigen Todesstoß, auch wenn David Sulkovsky noch Ergebniskosmetik gelang (58.).

Thomas Schulz


DEG - Iserlohn 5:2 (0:0/3:0/2:2)



Aufstellung DEG


Tor: Storr (Jochen Reimer)


Abwehr: Harrington, Caldwell - Hedlund, Ratchuk - Bazany, Holzer


Angriff: Joseph, Reid, Kaufmann - Patrick Reimer, Ramsay, Courchaine - Carciola, Tutschek, Boon - Schietzold, Hinterstocker



Aufstellung Iserlohn


Tor: Maracle (ab 29. Stefaniszin)


Abwehr: Traynor, Wilford - Schmidt, Danielsmeier - Dück, Langwieder


Angriff: Wolf, Hock, Ready - Roy, Wren, Tapper - Martens, Simon, Jones - Hommel, Rupprich, Sulkovsky



Schiedsrichter: Daniel Piechaczek (Finning)


Zuschauer: 5755



Tore: 1:0 (25.10) Reid (Joseph, Kaufmann), 2:0 (26.07) P. Reimer (Ramsay, Courchaine), 3:0 (28.24) Hedlund (Ramsay/4-4); 3:1 (40.33) Roy (Wolf, Hock), 4:1 (41.43) Reid (Joseph); 5:1 (47.07) Courchaine (P. Reimer, Hedlund/5-3), 5:2 (57.45) Sulkovsky (Hock, Jones)





Strafzeiten: DEG 22 + Spieldauer (Holzer) + Spieldauer (Ramsay) + 10 (Bazany) - Iserlohn 28 + Matchstrafe (Tapper) + Spieldauer (Schmidt) + 10 (Hommel) + 10 (Wren)


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