DEG scheinbar gerettetNeue Geldgeber planen ohne Suhr und Nethery

Lance Nethery kündigte seinen Rücktritt an. (Foto: Carsten Schürenberg - www.stock4press.de)Lance Nethery kündigte seinen Rücktritt an. (Foto: Carsten Schürenberg - www.stock4press.de)
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Das Duo zog damit die Konsequenz aus der gestrigen Gesellschafterversammlung, bei der sich neue Mehrheitsverhältnisse innerhalb der DEG Eishockey GmbH ergeben hatten. Der am Saisonende ausscheidende Hauptsponsor METRO hat nämlich seine Anteile von 12,4% für einen symbolischen Euro verkauft, so dass der DEG Eishockey e.V. nun über 50,4% und damit die absolute Mehrheit an der GmbH verfügt.

Der neue Vorstand des DEG Eishockey e.V. besteht nun aus Präsident Markus Wenkemann, Vize-Präsident Manfred Kirschenstein, Schriftführer Frank Merry, Jugendobmann Peter Mörsch und Schatzmeister Detlev Kemen. Unter anderen dieses Quintett hat dann gestern Abend gegenüber Suhr und Nethery geäußert, dass für einen Fortbestand der Düsseldorfer EG in der Deutschen Eishockey Liga neue Geldgeber aquiriert seien, ohne dabei allerdings Namen, geschweige denn Zahlen zu nennen. Wer aber auch immer die DEG ab der kommenden Saison finanziell auf die Beine stellen wird, auf eine weitere Zusammenarbeit mit Joachim Suhr und Lance Nethery scheint er dabei keinen größeren Wert mehr zu legen. Neben Suhr und Nethery räumt zudem auch Ben Zamek als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender seinen Posten.

„Der Grund für meinen Rücktritt ist doch ein positiver. Die Zukunft der DEG in der höchsten deutschen Eishockey-Liga scheint gesichert zu sein und ich habe immer gesagt, dass ich sicher nicht im Wege stehen werde, wenn die Rettung vor der Tür steht“, sagte der Schleswig-Holsteiner Joachim Suhr, der die DEG seit 2002 geführt und dabei komplett entschuldet hat. Ähnlich äußerte sich Lance Nethery: „Die DEG hat Vorrang und wenn ich in den Planungen der neuen Investoren nicht vorkomme, dann klebe ich auch nicht an meinem Sessel.“ 

Nethery sagte, dass diese neuen Investoren aber mindestens drei Millionen Euro an Sponsorengeldern auftreiben müssten. „Damit ist die DEG zwar nicht auf Augenhöhe mit Mannheim oder Berlin, kann aber ein durchaus konkurrenzfähiges Team finanzieren.“ Die aktuell unter Vertrag stehenden Spieler reagierten mit großer Erleichterung auf die Nachricht, dass es bei der DEG wohl weitergehen wird. „Die Stimmung beim Training war lange nicht mehr so gut wie heute Vormittag“, sagte Trainer Jeff Tomlinson.“

Wer die neuen Investoren sind, darüber kann im Moment allerdings nur gerätselt werden, da aus dem DEG Eishockey e.V. zur Stunde noch keine Erklärungen vorliegen. Denkbar ist, dass es sich um den dänischen Gebäude-Dienstleister ISS handelt, denn schließlich besitzt das Unternehmen aus Kopenhagen noch bis 2016 einen Vertrag mit dem Rather Dome, in dem die Düsseldorfer EG ihre Heimspiele austrägt und wo mit Manfred Kirschenstein nun zudem just der neue Vize-Präsident der DEG Eishockey e. V. Hallenleiter ist. Da bei einem Rückzug der DEG in die Oberliga der erst 2006 eingeweihten Arena der Verlust von rund 30 Veranstaltungen droht, könnte auch die Stadt Düsseldorf als Sponsor in Frage kommen. Spannend, was sich in den nächsten Stunden und Tagen rund um die DEG abspielen wird...

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