DEG: Mangelhaftes Überzahlspiel

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 "Das ist unglaublich. So langsam fange auch ich an, an Statistiken zu glauben." DEG-Manager Lance Nethery nahm das 2:3 bei den Frankfurt Lions eher gelassen hin, denn in nun 24 DEL-Partien in der Main-Metropole konnten die Rot-Gelben nur ganze sieben Mal als Sieger zurückkehren. Allerdings war die Niederlage am Sonntag so überflüssig wie ein Regenschirm in der Wüste.

"Das ist sehr ärgerlich. Heute war hier für uns was drin", sagte Daniel Kreutzer und war angefressen. Der Kapitän trug eine dicke Bandage an der linken Hand, denn richtig verheilt ist sein Haarriss noch nicht. Dennoch wollte er seiner durch die Ausfälle von Collins (weiter verletzt) sowie Holzer und Ramsay (beide für ein Spiel gesperrt) dezimierten Mannschaft helfen. "Sein Einsatz war kein Risiko, sonst hätten wir ihn nicht spielen
lassen", so Nethery.

Der Hauptgrund für Kreutzers Ärger über die Niederlage war wohl weniger der 21-Sekunden-Schlaf, bei dem die Hessen das Spiel drehten, sondern das wieder einmal mangelhafte Überzahlspiel. Wenn die DEG mit einem
Mann mehr auf dem Eis steht, dann hat das ungefähr den Wert wie eine Wählerstimme für John McCain bei den Präsidentschaftswahlen in den USA. Nur das Tabellen-Schlusslicht Duisburg trifft noch seltener in Überzahl. "Ganz klar, mit diesem Powerplay schaffen wir es nicht bis ganz nach oben", gesteht Verteidiger Chris Harrington das große Manko einer ansonsten bislang guten Saison ein.

Teil eins der Auswärts-Trilogie dieser Woche endete daher also ohne den erhofften Punktgewinn. Um den Verbleib in der Spitzengruppe der Tabelle nicht zu gefährden, sollte sich dies nach Möglichkeit heute (19.30 Uhr) bei den Eisbären Berlin und am Donnerstag (19.30 Uhr) bei den Kölner Haien nicht wiederholen.

Thomas Schulz 

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