DEG holt Adler vom Himmel

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Zugabe Viertelfinale erreicht, Spiel Eins in Düsseldorf deutlich gewonnen und trotzdem kamen nur 11.737 Zuschauer zu Spiel Zwei der Play-off-Serie zwischen den Adlern aus Mannheim und der DEG aus Düsseldorf in die SAP Arena. Sie sahen einen Play-off würdigen Kampf zweier Teams. Dass hier der Zweite (DEG) gegen den Siebten (Adler) der Vorrunde spielte, dieser Unterschied war nicht zu erkennen. Ohne großes Abtasten waren beide Mannschaften sofort im Spiel und erkämpften sich eine Reihe guter Möglichkeiten. Dass in diesem Drittel Tore fielen, dafür sorgten zwei Geschenke der beiden Torhüter, in der sechsten Minute DEG Torhüter Aubin, dem ein Schuss von Scott King aus der Halbdistanz durchrutschte, und Brathwaite auf Adlerseite, der sich in der 14. Minute während einer Überzahlsituation für Düsseldorf per Bauerntrick von Ex Adler Andy Roach überlisten ließ.

Unbeeindruckt durch diesen Ausgleich erhöhten die Adler den Druck auf die DEG, der erneut unsicher wirkende Aubin sorgte für zusätzliche, brisante Szenen vor seinem Tor. Ein weiterer Treffer und damit verdienter Lohn für ihre Bemühungen gelang den Adlern durch Ronny Arendt in der 22. Minute, Dimitrakos und Glumac hatten Sekunden später weitere Treffer auf dem Schläger. Dadurch angestachelt, wollten die Adler jetzt zu viel, wurden zu offensiv und liefen nach einem Stockfehler in einen blitzsauber gespielten Konter der DEG, den Courchaine auf Zuspiel von Danner zum Ausgleich nutzte, bestaunt und unbedrängt von durchaus in der Nähe weilenden Verteidigern der Adler. Dieser Schock saß, die Adler verloren den Faden und kassierten drei Minuten später einen Gegentreffer in eigener Überzahl, der Düsseldorfer Collins war der Vollstrecker. Das Momentum bis zum Drittelende war nun auf Düsseldorfer Seite, Brathwaite sei Dank ohne weitere Folgen.

Im letzten Drittel hatten sich die Adler wieder erholt, drückten und schossen, was das Zeug hielt, 15:8 Schüsse sprachen eine deutliche Sprache. In den Schlussminuten kämpften dann einige Spieler der Adler mit ihren Nerven, individuelle Fehler folgten und halfen der DEG diesen Vorsprung über die Zeit zu retten.

Es hat heute nicht unbedingt die bessere Mannschaft gewonnen, meinte DEG Trainer Tomlinson nach dem Spiel. Stimmt, das Glück war heute mit der DEG. Mannheim hatte genug Chancen (38:22 Schüsse), das Manko der Chancenverwertung stand gestern Abend wieder in voller Blüte. Das zweite „Sorgenkind“, das Spiel in Überzahl ebenso, zu statisch, zu unüberraschend, eben kein Problem für die gegnerische Abwehr. Am Sonntag geht es wieder nach Düsseldorf. Wer weiß, vielleicht liegt den Adlern das Spiel auswärts mehr, wo sie das Spiel nicht machen müssen, sondern auf Konter und Fehler des Gegners lauern können. Man wird sehen.

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