DEG gewinnt rassiges DerbyKnapper Sieg gegen die Kölner Haie

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Es war der vierte Sieg aus den vergangenen fünf Spielen. Am Freitagabend hatte die DEG die Schwenninger Wild Wings mit 4:1 (1:0, 1:1, 2:0) besiegt. Rob Collins war vor 4535 Besuchern mit dem Tor zum Endstand sein zweiter Saison-Treffer gelungen. „Schön, dass es endlich wieder geklappt hat“, sagte der Angreifer, dessen Reihe mit Kreutzer und Dmitriev bislang noch im Schatten der beiden Duos Olimb/Martinsen und Davies/Turnbull steht. In der vergangenen Spielzeit hingegen war Collins bei den Kölner Haien mit drei Treffern sowie zwölf Torvorlagen bester Scorer in den Play-offs. Dennoch verpasste er den Titel mit dem KEC, was dessen Trainer Uwe Krupp in Tateinheit mit dem missratenen Saisonstart nun am Freitag den Job gekostet hat. „Der Zeitpunkt war schon etwas überraschend“, sagte Rob Collins.

Zumal der KEC derzeit einige Ausfälle zu beklagen hat. Neben den verletzten Abwehrspielern Alexander Sulzer, Moritz Müller und Andreas Holmqvist musste der neue Coach Niklas Sundblad gestern Nachmittag auch auf die gesperrten Stürmer Marcel Müller und John Tripp verzichten. Der Not geschuldet musste Angreifer Charlie Stephens als Verteidiger Dienst verrichten. Dabei unterlief ihm früh ein Foul, was die DEG sofort zu nutzen wusste. Einen Schuss von Stephan Daschner fälschte Michael Davies aus kurzer Distanz ab, Haie-Keeper Danny aus den Birken bekam den Puck erst knapp hinter der Torlinie zu fassen und nach nur 126 Sekunden kochte der Dome.

Die DEG versuchte nachzulegen, doch Köln hielt stand und kam dann Mitte des ersten Drittels, angetrieben vom fast 41-Jährigen Mirko Lüdemann, besser ins Spiel. Binnen kurzer Zeit musste DEG-Torhüter Beskorowany in Unterzahl gegen Minard, Johnson und Weiß klären. Doch just als die prekäre Situation überstanden war, traf Stephens direkt vom rechten Bullypunkt aus zum 1:1 (17.). Vorne fühlt sich der frühere Düsseldorfer eben doch wohler. Kurz vor der ersten Pause vergab Michael Davies freistehend die erneute Führung, aber die Szene verlieh der DEG neuen Schwung. Der starke Ken-André Olimb vergab zwar zunächst, doch in Unterzahl unterlief den Haien ein Fehler im Passspiel. Tim Conboy reagierte blitzschnell und schob den Puck überlegt zum 2:1 ins linke untere Eck (24.).

Köln bäumte sich kurz auf, der Schwede Andreas Falk konnte einen Fehler von Beskorowany nicht nutzen (30.). Dann aber fuhr die DEG einen Angriff nach dem anderen. Olimb trieb überragend an, Daschner traf den Pfosten (35.), Fischbuch verfehlte knapp (36.) und auch ein Überzahlspiel blieb trotz bester Gelegenheiten ohne Lohn. Das rächte sich. Wie die Jungfrau zum Kind kam Köln durch Ohmann zum 2:2 (43.). Doch auch das konnte die DEG gestern nicht erschüttern. Nach der Devise „Jetzt erst recht“ ging es sofort wieder Richtung Kölner Tor. Olimb passte zu Niki Mondt, der drosch den Puck zum 3:2 ins Netz (46.) und nur 109 Sekunden später erhöhte Travis Turnbull sogar auf 4:2.

Die Haie allerdings zeigten trotz Defiziten zumindest Kampfgeist. Nick Latta verkürzte (49.). Längst hatte das Spiel sämtliche Fesseln verloren und die DEG die Faxen dicke. Als Köln zum zweiten Male wegen zu vieler Spieler auf dem Eis in Unterzahl agiern musste, erzielte Andreas Martinsen das 5:3 (55.). Philip Riefers machte es noch einmal spannend, doch die DEG brachte das 5:4 in den restlichen 85 Sekunden unter dem Jubel der Fans über die Zeit.

Düsseldorfer EG – Kölner Haie 5:4 (1:1, 1:0, 3:3)

Tore: 1:0 (2:06) Davies (Daschner, Ebner/5-4), 1:1 (16:00) Stephens (Sauvé, Rankin); 2:1 (23:20) Conboy (Davies/5-4); 2:2 (42:08) Ohmann (Riefers, Zerressen), 3:2 (45:57) Mondt (Olimb, Daschner), 4:2 (47:46) Turnbull (Kreutzer, Collins/5-4), 4:3 (48:55) Latta (Riefers, Ankert), 5:3 (54:30) Martinsen (Davies, Olimb/5-4), 5:4 (58:35) Riefers (Minard, Stephens/6-5)

Schiedsrichter: Marcus Brill (Zweibrücken) und Willi Schimm (Waldkraiburg)
Strafminuten: Düsseldorf 10 – Köln 16
Zuschauer: 8870

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