DEG: „Gegen Schweden kann man mal verlieren!“

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Vor 3877 Zuschauern starteten die DEG Metro Stars bereits nach 45 Sekunden mit einem Powerplay, hatten auch einige gute Einschussmöglichkeiten, brachten allerdings nichts Zählbares zustande. Der Münchener Schlussmann Sebastian Elwing verhinderte einen Treffer erfolgreich und hatte immer eine passende Antwort auf die Versuche der Düsseldorfer parat. Besser machten es die Gäste in der siebten Minute, als die Scheibe an einem Schlittschuh von einem der beiden Linienrichtern hängen blieb. Der EHC reagierte schnell – schneller als die DEG – brachte den Puck in die Angriffszone und erzielte durch Martin Buchwieser das erste Tor der Partie.

Kurz darauf verlegten sich Andy Hedlund und Münchens Noah Clarke auf einen sportartfremden Faustkampf, dem ein unsanfter Bandencheck von Clarke an Andy Roach vorausging – für Hedlund Grund genug dem Gast aus Bayern einmal „die Meinung“ zu sagen. Die Folge: Hedlund durfte für 2+2+10 Minuten dem Spielgeschehen von der Strafbank folgen und sein Kontrahent Clarke 2+2 für diesen Faustkampf plus zwei weitere Strafminuten wegen den Checks an Roach. Kurz darauf gesellte sich noch Bryan Adams zu seinem Teamkollegen und so spielte die DEG zeitweilig in doppelter Überzahl, kam allerdings nicht zu einem Torerfolg.

Der Mittelabschnitt erfuhr nach seinem Beginn eine längere Unterbrechung, weil Hauptschiedsrichter Lars Brüggemann den Videobeweis bemühte, um festzustellen, ob das Spielgerät die Torlinie überschritten hatte. Als er dann auf das Eis zurückkehrte, streckte er die Arme von sich und so mussten die Anhänger der Rot-Gelben noch weiter auf ein Tor warten. Tore fielen dann auch – aber nicht für die DEG, sondern gleich drei für die bajuwarischen Gäste: Jason Ulmer (23.) legte vor und sein Mannschaftskamerad  Felix Petermann erhöhte nur 77 Sekunden später auf das zwischenzeitliche 0:3. In dieser Phase ließen sich die geschockten Rheinländer das Spiel der Bayern aufzwingen, die auch die Entlastungsangriffe effektiv verhinderten. Die Konsequenz: Über Treffer Nummer Vier freute sich Martin Schymainski (36.).

Für viele Anhänger der Metro Stars schien die Messe bereits zu Beginn des Schlussdrittels gelesen zu sein. Und als der langjährige DEG-Profi Klaus Kathan schließlich den fünften Treffer erzielte, ertönte der bereits erwähnte Fangesang („Gegen Schweden kann man mal verlieren!“) von den Rängen, denn in der Tat erinnerte das Leibchen der Bayern durchaus an die Tre Kronors.

Ohne Düsseldorfer-Tore blieb die Partie nicht. Zunächst nutzte Knipser Adam Courchaine einen Fehler von Torwart Elwing aus und verkürzte auf 1:5 (55.) und Evan Kaufmann besorgte 235 Sekunden später den zweiten Treffer, indem er einen Schuss von Ben Gordon unhaltbar abfälschte.

Die Hausherren sind am kommenden Sonntag spielfrei und treten am folgenden Freitag bei den Hamburg Freezers an.


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