DEG-Coach Jackson spricht von „peinlicher Niederlage“

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Euphorisiert vom

Halbfinal-Erfolg über den rheinischen Rivalen Köln kamen die DEG Metro Stars

zum ersten Finalspiel der DEL-Playoff in die Hauptstadt, und hatten sich nicht

zu Unrecht leise Hoffnungen auf einen Sieg bei den Eisbären gemacht. Um so

ernüchternder wirkte die deutliche 1:6-Klatsche auf Verantwortliche wie auch

die Akteure des wiedererstarkten Altmeisters, die ihnen der aktuelle

Titelinhaber im vollbesetzten Wellblechpalast verpasst hatte. „Das war eine

peinliche Niederlage!“, bekannte ein sichtlich geknickter Don Jackson, „Die

gute Nachricht ist, dass das meine Spieler genauso sehen.“

Zu Beginn sah es sogar danach

aus, dass sich die Mutmaßungen bestätigen und sich die neuntägige Pause für die

Eisbären als zu lang erweisen könnte. Wacher und agiler gingen zunächst die

DEG-Cracks zu Werke, währenddessen die Hausherren ihren Rhythmus noch zu suchen

schienen. Allerdings ließen die Berliner auch kaum klare Möglichkeiten der Gäste

zu. Mit Fortgang des Spiels wurden die Hauptstädter in ihren Aktionen immer

sicherer, die Torchancen häuften sich. Knapp fünf Minuten vor Ende des ersten

Abschnitts zappelte der Puck dann auch folgerichtig im Tor von DEG-Keeper Andrei  Trefilov: Derrick Walser, der, wie sich noch

erweisen sollte, einen Sahnetag erwischt hatte, traf zur 1:0-Pausenführung für

die Pagé-Truppe.

In der 33. Spielminute war es

erneut Walser, der zum 2:0 für die Eisbären traf. Die Gäste mühten sich weiter,

jedoch zunehmend mit untauglichen Mitteln, das Spiel offen zu halten. War das

Powerplay der Hohenschönhausener in den ersten zwanzig Minuten noch nicht von

Erfolg gekrönt, so änderte sich das nur wenig später, als Micki DuPont per

Schlagschuss von der blauen Linie auf 3:0 erhöhte (35.). Nachdem Jeff Tory in

gleicher Weise aus Düsseldorfer Sicht auf 1:3 verkürzen konnte (37.),

schnupperten die Gäste noch mal Morgenluft. Und hätte der Schuss eines

Rheinländers statt den Weg an die Latte den ins Netz gefunden, wäre ein anderer

Ausgang des Spiels durchaus möglich gewesen. Doch der junge und gut haltende

Eisbären-Goalie Tomás Pöpperle hatte hier verdientermaßen das Glück des

Tüchtigen auf seiner Seite.

Im Schlussabschnitt brachen

dann alle Dämme, da die Düsseldorfer ihre Linie immer mehr verloren, sich die

Strafzeiten häuften und das beste Powerplay der Liga eindrucksvoll nachwies,

warum es das Beste ist. Eisbären-Verteidiger Micki DuPont sagte nach dem Spiel:

„ Ich denke, das wichtigste Tor heute war das vierte. Damit nahmen wir der DEG

endgültig die Luft.“ Erzielt hatte es Denis Pederson in der 43. Spielminute,

als Tommy Jacobsen für die DEG auf der Strafbank saß. Ein Doppelschlag der

Eisbären innerhalb von nur 15 Sekunden besiegelte die deutliche Niederlage der

Düsseldorfer. Kelly Fairchild, der mit seinem Treffer zum 5:1 eine Serie von

sieben torlosen Spielen beenden konnte, sowie der einmal mehr äußerst präsente

Berliner Youngster Christoph Gawlik stellten den 6:1-Endstand her.

Wenig intelligent zeigte sich

Düsseldorfs Peter Ferraro, der sich kurz vor Schluss noch die zweite

zehnminütige Disziplinarstrafe einfing und seiner Mannschaft somit am Samstag

bei Spiel 2 an der Brehmstraße fehlen wird.
Für EHC-Coach Pierre Pagé lag

eben im Thema Disziplin der größte Unterschied, welcher letzlich den Ausschlag

zugunsten seiner Mannschaft gab: „Unsere Disziplin war gegenüber dem Halbfinale

um 50% besser, das war gut. Zwar ließen wir immer noch zu viele Gegenchancen

zu, doch spielte meine Mannschaft nach den schwierigen Anfangsminuten Klasse.

Am Samstag aber beginnt ein neues Spiel und Düsseldorf wird dort um einiges

besser sein als heute. Darauf müssen wir vorbereitet sein!“

DEG-Coach Don Jackson sah es

nicht anders: „Die dritte Reihe der Eisbären hat keine Strafen gegen sich

gezogen. Wir hatten heute unser schlechtestes Spiel in dieser Saison. Für uns

kann es nun nur heißen, zurück zu kommen!“

Matthias Eckart / Oliver Koch

Foto by City-Press: Jubel

nach seinem zweiten Treffer – Derrick Walser

 

EHC

Eisbären Berlin – DEG Metro Stars 6:1 (1:0; 2:1; 3:0)

Tore:

1:0

(14:54) Walser – Jarrett/ Mueller
2:0

(32:33) Walser – Jarrett/ Baxmann
3:0

(34:21) DuPont – Quint/ Pederson PP1
3:1

(36:06) Tory – Vikingstad/ Kreutzer
4:1

(42:11) Pederson – Ustorf/ Quint PP1
5:1

(44:14) Fairchild – Pöpperle PP1
6:1

(44:29) Gawlik – Rankel/ Busch

Schiedsrichter:

Looker

Strafen:

10/ 48 (Spieldauerdisziplinar P. Ferraro)


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