DEG bestraft überforderte Nürnberger

Aufholjagd mit Happy-EndAufholjagd mit Happy-End
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Die Düsseldorfer EG siegt und siegt und siegt. Mit dem 4:1 über die Nürnberg Ice Tigers gelang dem Team von Trainer Harold Kreis vor 5500 Zuschauern im Rather Dome an der Düsseldorfer Theodorstraße bereits der siebte Sieg in Serie und fuhr damit 19 von 21 möglichen Punkten ein. Dabei wäre auch ein deutlich höherer Erfolg möglich gewesen, wenn die DEG mit ihrem Überzahlspiel nicht so fahrlässig umgegangen wäre. Die Nürnberger hingegen brachten sich durch eine Vielzahl an Strafzeiten selber um ein besseres Resultat und wirkten dabei in manchen Situationen sichtlich hilflos und schlichtweg überfordert.


Wenn ein Spieler der Nürnberg Ice Tigers ins Reisebüro geht, dann wird er alles buchen, nur keine Fahrt nach Düsseldorf. Bislang gastierten die Mittelfranken zu 29 Spielen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei der DEG und nach 22 dieser Partien kehrten sie mit einer Niederlage im Gepäck wieder heim. Und weil Traditionen gerade südlich des Weißwurstäquators besonders gepflegt werden, änderte sich auch im 30. Aufeinandertreffen in der Altbiermetropole nichts an der chronischen Erfolglosigkeit der Lebkuchenstädter. Und das deutete sich bereits nach 73 Sekunden an, als Torhüter Patrick Ehelechner, wohl durch die Zeitumstellung noch nicht ganz wach, einen Schuss von Daniel Kreutzer nur zur Seite abwehrte, wo sich Shane Joseph mit dem 1:0 artig bedankte. In der Folge entwickelte sich ein durch viele Strafzeiten sehr zerfahrenes Spiel. Besonders Nürnberg scheint auch unter dem neuen Trainer Andreas Brockmann die Unsitte der übertriebenen Härte nicht abzulegen. Die DEG beließ die Gäste aber durch ein ungenügendes

Powerplay im Spiel. Das 2:0 durch Evan Kaufmann in der 27. Minute gab die Kräfteverhältnisse daher nur unzureichend wieder.


Wie aus dem Nichts dann plötzlich der Anschlusstreffer durch André Savage (45.), der später wegen Meckerns für zehn Minuten suspendiert wurde. Doch dieses 1:2 war ein Schuss, der nach hinten losging. Die DEG drehte mal kurz an der Temposchraube und stellte nur 57 Sekunden später den alten Abstand

wieder her. Und erneut muss Torwart Patrick Ehelechner den Treffer auf seine Kappe nehmen, weil er den Puck nach vorne prallen lässt und Brad Tutschek so zum dritten Düsseldorfer Tor quasi einlädt. Das 4:1 durch Ryan Ramsay, der in der 50. Minute endlich ein Überzahlspiel mit einem Tor krönen konnte, war

dann der endgültige Genickschlag für die Gäste aus der Noris. Für die dürften selbst die Pre-Play-offs ein Traum bleiben, wenn sie ihre Spielweise nicht gründlich überdenken. Bei den Strafzeiten gewannen sie mit 32:8. Aber auf der Strafbank werden bekanntlich keine Spiele gewonnen.

Thomas Schulz



DEG - Nürnberg 4:1 (1:0/1:0/2:1)




Aufstellung DEG


Tor: Storr (Linda)


Abwehr: Harrington, Caldwell - Hedlund, Ratchuk - Bazany, Holzer - Schüle


Angriff: Patrick Reimer, Collins, Courchaine - Joseph, Reid, Kreutzer - Carciola, Tutschek, Kaufmann - Hinterstocker, Boon, Ramsay



Aufstellung Nürnberg


Tor: Ehelechner (Cassivi)


Abwehr: Ondruschka, Peacock - Periard, Cespiva - Jarrett, Ancicka - Nasreddine


Angriff: Savage, Swanson, Fical - Leeb, Carter, King - Polaczek, Björn Barta, Keller - Mayr, Grygiel


Schiedsrichter: Roland Aumüller (Planegg-Würmtal)


Zuschauer: 5500





Tore: 1:0 (1.13) Joseph (Kreutzer); 2:0 (26.26) Kaufmann (Reid); 2:1 (44.13) Savage (Fical), 3:1 (45.10) Tutschek, 4:1 (49.55) Ramsay (P. Reimer, Courchaine/5-4)





Strafzeiten: DEG 8 - Nürnberg 22 + 10 (Savage)

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