Das war es, Martin Jiranek!

Lesedauer: ca. 3 Minuten

­Die neuerliche blutleere

Vorstellung der Krefeld Pinguine war das letzte Spiel, das unter der Leitung

von Martin Jiranek über die Bühne ging. Schon vor dem Match gingen Gerüchte

durch den KönigPalast, dass im Falle einer Niederlage der gebürtige Kanadier

seinen Platz an der Bande räumen muss. Nach den 60 Minuten war es amtlich:

Martin Jiranek ist fortan kein Cheftrainer der Krefeld Pinguine mehr. Die

Geburtstagsparty (der KönigPalast wurde am heutigen Tag fünf Jahre alt) fiel

jedenfalls gründlich ins Wasser. Zufrieden sein konnte eigentlich nur

Stadionsprecher Kristian Lach. Er forderte vor der Partie „weg von Düsseldorf!“

Das ist den Pinguinen zumindest in der Tabelle gelungen, während die Kölner

sich näher an die Erzrivalen herangepirscht haben.

 

„Wir müssen die gleiche Leistung

bringen wie gegen Berlin“, forderte Jiranek vor dem Match, das den schwächsten

Sturm (Krefeld, Ausnahme Straubing) mit der schwächsten Abwehr (Köln)

zusammenführte. „Vor allen Dingen müssen wir von Anfang an zeigen, dass wir die

Hausherren sind“, so der weiter in der Kritik stehende Jiranek. Diese Forderung

schien aber nicht richtig beim Team angekommen zu sein. Denn die erste Chance,

an welcher die gesamte Startformation der Gäste beteiligt war, brachte den

Haien die frühe Führung. In den nächsten Minuten hatten die Kölner mehr vom

Spiel, während im (Sturm-)Getriebe der Gastgeber mehr Sand als Oel vorhanden

war. Krefeld wurde ab der zwölften Minuten besser, doch spielten nach wie vor

Unsicherheit, Ungenauigkeit  und

Kopflosigkeit eine dominierende Rolle. Typisches Beispiel in der 17. Minute: In

Überzahl steht Pinguin-Kapitän in aussichtsreicher Position vor dem Tor, sieht

sich nach einem Mitspieler um und passt in den leeren Raum.

Zuvor hatte der lange Philip

Riefers die bis dahin beste Gelegenheit: Mutterseelenallein stand der Youngster

vor Haie-Keeper Lars Weibel und wusste nichts mit  Scheibe und Chance anzufangen. Pech hatte der

kleine Michael Endraß, gegen dessen Schuss Weibel mit einer Blitzreaktion

rettete.

Die Entwicklung beider Teams nahm

in dieser Saison einen fast parallelen Verlauf. Auch Köln trennte sich, wie

Krefeld zuvor, von seinem Manager. Dazu musste das Trainer-Duo Igor Pawlow (in

der vorigen Spielzeit noch gefeierter Coach der Pinguine und

hauptverantwortlich für das gute Abschneiden der Truppe) und Rupert Meister

gehen. Zur Verfügung stand dem neuen Duo außer Kapitän Mirko Lüdemann und

Christoph Ullmann die gesamte Truppe zur Verfügung. Jiranek hatte größere

Personalprobleme, denn auch Boris Blank musste neben dem gesperrten Charlie

Stephens und den verletzten Dusan Milo, Lynn Loyns und Serge Payer passen.

Der auch in Krefeld bekannte Bill

Stewart (als Co-Trainer fungiert jetzt Niklas Sundblad, der zuvor den

Haie-Dress trug und in dieser Saison bisher beim Oberliga-Tabellenführer Herne

an der Bande stand) feierte seinen Einstand. Sein Vorgänger Igor Pawlow

verzichtete darauf, sich das Spiel seiner Ex-Teams anzusehen. Dem Vernehmen

nach zog er eine Reise nach Moskau vor.

Auch das Mitteldrittel begann mit

einem Paukenschlag: Pinguin-Schlussmann Scott Langkow, sonst stets einer der

zuverlässigsten Arbeitnehmer im schwarz-gelben Jersey, wagte einen Ausflug und

unterschätzte wohl die Gefährlichkeit von Ivan Ciernik & Co. Es war kein

Kunststück für Marcel Müller, für den zweiten Treffer zu sorgen. Die

Hilflosigkeit der Hausherren ging weiter. Geschlagene anderthalb Minuten waren

die Pinguine nicht in der Lage, aus einer 5:3-Überzahl Kapital zu schlagen. Und

Daniel Pietta, heute zusammen mit dem Kapitän und dem erneut enttäuschenden Rob

Globke (musste sich sogar mit Riefers abwechselnd) im ersten Sturm, war trotz

guter Chancen stets zweiter Sieger gegen Weibel.

Das Schlussdrittel begann, wie der Mittelabschnitt

endete: Nach einem Riesenfehler von Haie-Verteidiger Mats Trygg startete Daniel

Pietta durch und versagte erneut vor dem überragenden Weibel. Im weiteren

Verlauf setzte auf Krefelder Seite lediglich der Youngster-Sturm mit Noebels,

Driendl und Huebscher Akzente. Und warum der schussstarke Benedikt Schopper

nicht in Überzahl zum Zuge kommt, wird das­ Geheimnis der sportlichen Leitung

bleiben. Ein Schuss ins leere Tor sorgte unter einem ohrenbetäubenden

Pfeifkonzert für den Endstand.

Noch ein Wort zu den Unparteiischen:

Ex-Pinguin-Verteidiger Lars Brüggemann feierte am Dienstag in Köln ein gutes

Debüt und war auch heute im Bilde. Und dass Rick Looker für drei Wochen

gesperrt wurde, war wohl nur ein Gerücht. Denn wie sonst hätte er heute

zusammen mit Brüggemann auf dem Eis stehen dürfen?

Tore: 0:1 (0;48) Adams (Marcel

Müller, Ciernik), 0:2 (20;11) Marcel Müller (Ciernik), 1:2 (27;53) Rourke

(Driendl, Huebscher), 1:3 (59;40) Bartek (Julien). – Zuschauer: 4.356. –

Schiedsrichter: Brüggemann (Iserlohn), Looker (Neuss). - Strafminuten: Krefeld 6,

Köln 16.

 


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Mittwoch 28.02.2024
Augsburger Panther Augsburg
2 : 6
Adler Mannheim Mannheim
Freitag 01.03.2024
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
- : -
Kölner Haie Köln
Straubing Tigers Straubing
- : -
Eisbären Berlin Berlin
Iserlohn Roosters Iserlohn
- : -
EHC Red Bull München München
ERC Ingolstadt Ingolstadt
- : -
Löwen Frankfurt Frankfurt
Fischtown Pinguins Bremerhaven
- : -
Augsburger Panther Augsburg
Adler Mannheim Mannheim
- : -
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
- : -
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Sonntag 03.03.2024
Fischtown Pinguins Bremerhaven
- : -
Adler Mannheim Mannheim
Augsburger Panther Augsburg
- : -
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Löwen Frankfurt Frankfurt
- : -
Iserlohn Roosters Iserlohn
ERC Ingolstadt Ingolstadt
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Kölner Haie Köln
EHC Red Bull München München
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Eisbären Berlin Berlin
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
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Straubing Tigers Straubing
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
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