Das Powerplay entschied

Trikotversteigerung bei den PinguinenTrikotversteigerung bei den Pinguinen
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Das Powerplay entschied, darüber waren sich alle Beteiligten im klaren. Und wenn auch Roosters-Manager Karsten Mende im

privaten Kreis zugab „wir haben auch das nötige Glück gehabt“, so

muss man kontern, dass „seine“ Roosters einfach cleverer waren und

zuvörderst die Überzahlchancen ausnutzten. Dazu kam noch ein guter Sebastian

Stefaniszin, der in der Krefelder Drangperiode zu Anfang des letzten Abschnitts

den Kopf freibehielt und auch die besten Möglichkeiten der ungestüm

angreifenden Gastgeber zunichte machte.

Der Schiedsrichter, eingesprungen für den kranken Georgij Jablukow,

wollte die Sache offenbar besonders gut machen, geriet aber immer mehr zur

Hauptfigur. Denn immerhin saßen mit Holger Gerstberger sowie den beiden

Gerhards (Müller und Lichtnecker) prominente Schiedsrichter-Funktionäre auf der

Tribüne. Ob sie allerdings den wackeren Allgäuer noch oft berufen werden,

erscheint zumindest fraglich. Das Geburtstagskind, das heute 38 Jahre alt

wurde, sprach zweifelhafte Strafen aus und redete entschieden zuviel sowohl mit

den Akteuren als auch mit den Trainern.

Zu diesem Zeitpunkt waren die forschen Gäste schon längst in Führung

gegangen. Sie machten einfach mehr aus ihren Torchancen. Vor allen Dingen das

1:0 bewies, mit wieviel Cleverness die Sauerländer zu Werke gingen. Da wartete der

überragende Jimmy Roy  solange, bis der

junge Pinguin-Goalie Danijel Kovacic reagierte, auf dem Eis lag und daher nicht

mehr zu einer weiteren Aktion fähig war. Bei Treffer Nummer zwei war Daniel

Pietta für einen Moment nicht im Bilde. Das reichte, um dem Duo Bob Wren und

wiederum Roy die Möglichkeit zu geben, für ein weiteres Tor zu sorgen. Roy ließ

sich die Chance nicht entgehen, obgleich der Schuss nicht unhaltbar schien.

Auch das Mitteldrittel war für die Zuschauer unterhaltsam. Krefeld kam

durch einen Schuss von der Torlinie zum Anschluss. Wolf und Ryan Ready auf

Iserlohner Seite, Shay Stephenson und vor allen Dingen Charlie Stephens bei den

Hausherren hatten kein Glück mit ihren Chancen. Beide Youngster

zwischen den Pfosten zeigten in dieser Phase, zu welchen Taten sie fähig sind.

Als Verteidiger-Routinier Dusan Milo ein katastrophaler Fehler unterlief,

fackelte der erste Sturm der Gäste nicht lange und demonstrierte, wie man einen

Lapsus bestraft. Michael Wolf brauchte die Scheibe nur noch einzuschieben. Doch

die Pinguine gaben sich noch nicht geschlagen und kamen durch eine

Energieleistung des heute vorbildlich kämpfenden Stephenson zum erneuten

Anschluss.

Tore: 0:1 (12;29) Roy (Wren, Ready), 0:2 (18;24) Roy (Wren), 1:2

(25;45) Pietta (Verwey, Pavlikovsky), 1:3 (35;04) Wolf (Beechey, Hock), 2:3

(37;32) Stephenson (Payer, Pavlikovsky), 2:4 (47;43) Traynor (Simon, Wolf), 2:5

(53;15) Wren (Ready, Roy), 3:5 (59;42) Loyns (Stephenson, Schopper). –

Zuschauer: 4.170. – Strafminuten: Krefeld 20 + je 10 Verwey + Stephens,

Iserlohn 18 + 10 Ready. - Schiedsrichter: Oswald (Bad Wörishofen)

Jetzt die Hockeyweb-App laden!