„Das ging alles so schnell“Ehliz meets Engin

Yasin Ehliz traf seinen neuen Fan Engin Üstün. (Foto: Philippe Lotz)Yasin Ehliz traf seinen neuen Fan Engin Üstün. (Foto: Philippe Lotz)
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Total aus dem Häuschen war Engin Üstün, als er seine Geschichte auf Hockeyweb las. Dass das Abenteuer damit aber erst begann, konnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Natürlich wollte der 28-Jährige irgendwann einmal Yasin Ehliz kennenlernen. Dass es allerdings bereits am Sonntag sein sollte, damit hatte er nicht gerechnet. „Wir würden gerne ein Treffen organisieren“, überraschte Alexander Fuchs, PR-Manager des Ice-Tigers-Stürmers, vergangenen Donnerstag den Eishockey-Neuling. Gesagt, getan. Nach der Partie gegen die Fischtown Pinguins standen sich Engin und sein Idol zum ersten Mal gegenüber. „Das ging alles so schnell“, gesteht der Burgfarrnbacher. Umso herzlicher begrüßte er seinen Lieblingsspieler.

Sinan Akdağ muss sich hinten anstellen

Engin umarmte Yasin Ehliz fast brüderlich. Es folgten ein paar Smalltalk-Sätze auf Türkisch, bevor der Fan von seiner Heimat erzählte: dass er vor einem Jahr wegen seiner großen Liebe Christine nach Franken kam, eine kleine Tochter namens Vanessa hat – ja, und natürlich was er an Eishockey so toll findet. Yasin hörte ihm interessiert zu und bemerkte dabei das bereits gute Deutsch des Türken. „Ich hab’ schon Schlechteres gehört“, schmunzelte der Ice Tiger mit der Nummer 42 und begutachtete das Trikot seines Gegenübers. „Ist das meines?“, fragte er gespannt. „Ja“, drehte sich Engin einmal um die eigene Achse, „es ist aber leider nur geliehen.“ Ein eigenes Trikot besitzt er noch nicht. Einen von Ehliz handsignierten Puck darf er aber schon sein Eigen nennen. Genau genommen war dieser bereits das zweite Geschenk seines Lieblingsspielers an diesem Abend. Schließlich erzielte der Ice-Tigers-Stürmer gegen Bremerhaven das ersehnte Tor. Allerdings war der Anschlusstreffer zum 2:3 zugleich der letzte des Duells, so dass die Nürnberger als Verlierer das Eis verließen. „Das ist nicht so schlimm, das passiert“, redete Engin Yasin gut zu. Wie er ihn während des Spiels motiviert, weiß er ebenfalls: „Ich lerne gerade, wie man richtig klatscht und singt“, berichtete er dem gebürtigen Tölzer stolz. Da ist Mannheim ja genau der richtige Gegner zum Üben.

Die Kurpfälzer sind nächsten Sonntag nämlich zu Gast in der Arena – und damit auch Sinan Akdağ. Ein weiterer DEL-Profi und deutscher Nationalspieler türkischer Abstammung, klärte Yasin Ehliz seinen neuen Fan auf. Eine Gefahr wird der Adler-Verteidiger für den Ice-Tigers-Stürmer aber nicht sein – jedenfalls nicht außerhalb der Eisfläche. Denn Engin hat seinen Lieblingsspieler bereits gefunden. In Nürnberg. Mannheim-Fan wird er also erst einmal nicht.