Das Eishockeyglück ist zu Gast in Mannheim

Klare Worte bei den AdlernKlare Worte bei den Adlern
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nach

fünf siegreichen Partien, die letzten drei gegen Tabellennachbarn

bzw. schlechterplatzierte Teams, kam mit den Grizzlies aus Wolfsburg

der aktuell Tabellenzweite nach Mannheim. Gegen die von Charly

Fliegauf, dem Daueranwärter für den Titel Manager des Jahres,

zusammengestellten und von Toni Krinner und Ex-Adler-Ikone Pavel Gross

trainierten Wolfsburger wollten die Adler beweisen, dass ihre

Siegesserie Bestand hat.

Verzichten

mussten die Adler auf den gesperrten Dan McGillis, den verletzten

Jamie Pollock und Frank Mauer, der sich - warum auch immer - in Heilbronn

bei den Falken Spielpraxis holen sollte. Mit von der Partie waren

wieder Freddy Brathwaite, Tomas Martinec und Mario Scalzo - häufiger

Zuschauer in der letzten Zeit wegen mangelnden Defensivverhaltens

laut Teal Fowler, was den werten Betrachter der Adlerspiele ob der

Leistung einiger Verteidiger-Kollegen

doch in Erstaunen versetzen darf.

Zum

Spiel :

Die

schon im Augsburg-Spiel sichtbar defensivere Ausrichtung der Adler war

auch heute taktisches Mittel. Die Aufgabe war, die Wolfsburger,

bekannt für ihr schnelles, offensives und direktes Eishockey, nicht

ins Spiel kommen zu lassen und um das zu erreichen, standen die Adler

sehr tief, beschränkten sich darauf das Spiel der Grizzlies durch

kämpferische Härte und gute Deckungsarbeit zu zerstören und

lauerten auf Konter. Ein probates Mittel.

Mitten hinein in einen im

Hurra Stil vorgetragenen Angriff der Wolfsburger fing Mario Scalzo

die Scheibe ab, passte zu Nathan Robinson und der schickte Francois

Methot auf die Reise, der in der dritten Minute das 1:0 erzielte. Ein Tor, das ihn für den Rest des Spiels sichtlich beflügelte.

Die

Grizzlies verstärkten jetzt ihre Bemühungen, Freddy Brathwaite stand

ein ums andere Mal im Brennpunkt. Die Adler befreiten sich ab und an

durch gut aufgebaute Angriffe, Daniar Dshunussow im Tor der Grizzlies

konnte sich über Mangel an Arbeit auch nicht beschweren. Nach und

nach war zu erkennen, dass die Wolfsburger mit der Spielweise der

Adler nicht zurecht kamen. Ihre Spielzüge verpufften, das Spiel

wurde nickliger, ohne jedoch irgendwann unfair zu werden. So brachte

trotz angegebener Assistenten eigentlich eine zugegeben feine

Einzelleistung von Wolfsburgs Ken Magowan den Ausgleich für die

Grizzlys in der 12. Minute. Er täuschte einen Bauerntrick an, zog

jedoch an der kurzen Ecke vor das Tor und Colin Beardsmore schaute

fasziniert zu, wie Magowan die Scheibe irgendwie an dem in dieser

Situation unglücklich agierenden Brathwaite vorbei in das Tor

bugsierte. Dieser Ausgleich war das Signal für die Wolfsburger, die

das Tor der Adler ab diesem Zeitpunkt berannten, Entlastungsangriffe

der Adler blieben Stückwerk und dank Brathwaite und Glück Teil I

ging es mit 1:1 in die Kabine.

Glück

Teil II und Freddy Brathwaite trifft das zweite Drittel recht gut.

Wolfsburg mit überlegenem Spiel, berannte das Adlertor und stellte

die Defensive der Mannheimer während der ganzen 20 Minuten vor

größte Probleme. Die Unterschiede zum Augsburgspiel waren die, dass

Wolfsburg besser war als Augsburg, aber eben kein Tor erzielte, das

Scheibenglück völlig fehlte, ja und da war dann noch Freddy

Brathwaite, der die Wolfsburger zum Verzweifeln brachte. Das

Positivste in diesem zerfahrenen Drittel war, dass die Adler die

durch den plötzlich kleinlich pfeifenden Referee entstandenen

Unterzahlsituationen überstanden und das Unentschieden über die

Zeit brachten.

Im letzten Drittel ließen

die Wolfsburger wohl ob ihres erfolglosen Anrennens nach. Dadurch

kamen die Mannheimer wieder besser ins Spiel als im zweiten Drittel

und es entwickelte sich ein enges Match mit Chancen auf beiden

Seiten. Nun kann man getrost ein „Phrasenschwein“ aufstellen und

füllen – nutzt man seine Chancen nicht....

Es blieb Ronny Arendt

vorbehalten in der 53. Minute den Siegtreffer zu erzielen und den

sechsten Sieg für die Adler unter Dach und Fach zu bringen, denn

alle weiteren Versuche der Wolfsburger in den verbleibenden Minuten

waren erfolglos.

Bleibt zu

sagen, dass die aktuelle Spielweise der Adler vielleicht nicht

attraktiv, aber dafür erfolgreich ist. Wenn Teal Fowler hier spielen

lässt, was seine Spieler können und das zur weiteren nötigen

Stabilisierung der Mannschaft beiträgt und in die Play Offs führt,

dann heiligt der Zweck die Mittel. In Nürnberg bestreiten die Adler

ihr nächstes Spiel, in Play-off Nähe eigentlich ein Lieblingsgegner

der Mannheimer. Drei Punkte sind es nur noch bis Platz 6. Wir sind

gespannt.

Gerd

Kositzki

Tore:

1.

Drittel

02:17,

1 : 0, François Methot (Nathan Robinson, Mario Scalzo ) EQ

11:37,

1 : 1, Ken Magowan ( Jason Ulmer / Christopher Fischer ) EQ

2.

Drittel

Keine

Tore

3.

Drittel

52:20,

2 : 1, Ronny Arendt ( François Methot / Sven Butenschön) EQ


Torschüsse:

­Mannheim: 31

Wolfsburg:

27­

Strafminuten:

Mannheim:

36 Minuten ( 2 x 10, 8 x 2 )

Wolfsburg:

24 Minuten ( 1 x 10, 7 x 2 )

Zuschauer:

10.442

Schiedsrichter

:

Daniel

Piechaczek


Jetzt die Hockeyweb-App laden!

DEL Hauptrunde Gruppe

Samstag 10.04.2021
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
4 : 2
Eisbären Berlin Berlin
ERC Ingolstadt Ingolstadt
3 : 2
Kölner Haie Köln
Sonntag 11.04.2021
Adler Mannheim Mannheim
- : -
Eisbären Berlin Berlin
Straubing Tigers Straubing
- : -
Kölner Haie Köln
Augsburger Panther Augsburg
- : -
Iserlohn Roosters Iserlohn
Montag 12.04.2021
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
- : -
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
- : -
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Krefeld Pinguine Krefeld
- : -
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
Fischtown Pinguins Bremerhaven
- : -
EHC Red Bull München München
Dienstag 13.04.2021
Augsburger Panther Augsburg
- : -
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Krefeld Pinguine Krefeld
- : -
Adler Mannheim Mannheim
Fischtown Pinguins Bremerhaven
- : -
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
- : -
EHC Red Bull München München
Iserlohn Roosters Iserlohn
- : -
Schwenninger Wild Wings Schwenningen