Das Derby verschlafen

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Die traditionelle Rivalität in den Fanlagern befeuerte die Stimmung im Stadion zusätzlich, doch ein richtiges Derby wurde es erst am Ende.

Mit Chris Heid, Patrick Seifert, Thomas Jörg, Sean Bentivoglio und Riley Armstrong ist das Panther-Lazarett nach wie vor gut belegt, aber auch bei den Gästen ist die Verletztenliste ziemlich umfangreich, was man allerdings inzwischen durch namhafte NHL-Verstärkungen ausgleichen konnte. Den besseren Start hatten die dann auch Gäste, denen es gelang, mit aggressivem Spiel die Panther zunächst etwas aus dem Konzept zu bringen. Bereits das erste Powerplay nutzten sie dann auch zur Führung durch Joe Motzko. Doch die Hausherren nahmen den Kampf an und es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, das über weite Strecken ein extrem hohes Tempo hatte. Zur Sache ging es auch, nachdem Sean O’Connor einen Stockstich von Ingolstädter Bank erhalten hatte. Doch er verließ nach einem Handgemenge genauso wie Dominik Walsh, der ursprünglich gar nichts mit dem Foul zu tun gehabt hatte, mit einer Spieldauerstrafe das Eis, weil der eigentliche Übeltäter allen drei Unparteiischen entgangen war.

Auch im Mitteldrittel waren die Panther in der Anfangsphase noch nicht ganz bei der Sache. Und das sollte sich bitter rächen, denn die Ingolstädter nutzten das konsequent aus. Binnen drei Minuten schraubten Felix Schütz, Bruno St-Jacques und Peter Schaefer das Ergebnis auf 0:4 und nahmen damit bis auf weiteres die Spannung aus der Begegnung. Selbst in doppelter Überzahl gelang den Augsburgern zunächst nichts Zählbares. Erst als dann wieder Gleichstand herrschte überwand Barry Tallackson den bis dahin fehlerlosen Ian Gordon im Tor der Gäste.

Erst im Schlussdrittel schienen den Panthern eingefallen zu sein, wie es in einem solchen Derby zugehen sollte. Hoffnung keimte bei den heimischen Fans noch einmal auf, als Noah Clarke nach einem Konter in Unterzahl weiter verkürzen konnte, doch umgehend sorgte Christoph Gawlik auf der anderen Seite wieder für den alten Abstand. Die Panther kämpften zwar bis zum Schluss und kamen durch Florian Schnitzer und nochmals Tallackson zu zwei weiteren Treffern, aber die Niederlage war nicht mehr zu verhindern, zumal Peter Schaefer sechs Sekunden vor der Sirene zum Endstand ins mittlerweile verlassene Augsburger Tor traf. (mor)

Rich Chernomaz (Ingolstadt):
„Es war ein gutes Spiel von beiden Mannschaften. Wir haben im zweiten Drittel gute Konter gefahren, und als Augsburg im letzten Drittel stark gekämpft hat, konnten wir es dennoch bis zum Schluss durchziehen.“

Larry Mitchell (Augsburg):
“Zum Eishockey gehören zwei Dinge: Offensive und Defensive. Während wir nach vorne sehr gute Spielzüge und auch viele Torschüsse hatten, haben wir hinten mehrere Fehler gemacht. Dafür wurden wir bestraft und so gehen die drei Punkte verdient nach Ingolstadt.“ 

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