Danke Berlin! - Ice Tigers retten sich in die Pre-Play-offs

Adrian Grygiel erzielte das 2:3 - Foto: www.bayernpress.deAdrian Grygiel erzielte das 2:3 - Foto: www.bayernpress.de
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Angetrieben von 4970 Zuschauern begannen beide Teams stark. Man wusste, um was es heute ging – für die Franken um den Einzug in die Pre-Playoffs und für die Gäste um das Heimrecht gegen den Titelverteidiger. Sowohl die Ice Tigers als auch die Pinguine zeigten von der ersten Minute an, dass sie den Sieg wollten. Das frühe Tor der Gäste durch Daniel Pietta in Überzahl sorgte für einen kurzen Schockmoment bei den Nürnbergern, die nun um den Ausgleich kämpften. Doch das leidige Thema „Chancenverwertung“ und ein gut parierender Scott Langkow standen den Gastgebern vor allem im Powerplay im Weg. Was den Einzug in die Pre-Playoffs betrifft, waren die Heimfans dennoch guten Mutes: „Das schaffen wir heute“, war sich Ice-Tigers-Fan Daniel sicher, immerhin führte Berlin gegen Hamburg 1:0.

Das Mitteldrittel begann mit einer 5:3-Situation für die Heimmannschaft, so dass auf den Rängen der Arena bereits der Ausgleichstreffer erwartet wurde. Stattdessen jedoch fiel das zweite Tor für die Pinguine – wie bereits beim Führungstreffer in Überzahl (Torschütze: Duncan Milroy). Und so brachten die mit dem Sonderzug angereisten KEV-Fans schließlich auf den Punkt, was denn heute den Unterschied bis dato ausmachte: „Und so spielt man Überzahl“ tönte es aus dem Gästeblock, bis in der 36. Minute die schwarzgelben Fahnen erneut wehten. Statt dem Anschlusstreffer auf Seiten der Ice Tigers landete der Puck zum dritten Mal im Kasten der Franken – diesmal traf Andreas Driendl. In Berlin stand es mittlerweile 1:1.

Jetzt hieß es für Nürnberg: Alles oder nichts! Und tatsächlich: In der 42. Spielminute durften die heimischen Fans zum ersten Mal jubeln und ihre Schals schwingen – auch Björn Barta war sichtlich erleichtert und freute sich über seinen Treffer. Die Uhr zeigte noch 13 Minuten an und der Stadionsprecher forderte die Fans, die sich mittlerweile etwas ruhiger gaben, auf, „Vollgas“ zu geben. Dies schienen auch die Jungs auf dem Eis gehört zu haben, denn kurz darauf bugsierte Adrian Grygiel den Puck ins Krefelder Tor – Videobeweis! Dann die Erleichterung auf Seiten der Nürnberger: Der Treffer wurde gegeben. Nun wachten auch die heimischen Fans wieder auf, das Team der Ice Tigers weiter am Drücker. Während die Mannschaft bis zur letzten Minute versuchte, den Ausgleichstreffer zu erzielen, sorgte der aktuelle Spielstand in Berlin auf den Rängen für Erheiterung: 3:1 für Berlin und noch sechs Minuten zu spielen und nach dem vierten Tor der Eisbären stand nun endgültig fest: Nürnberg hat die Pre-Playoffs erreicht!

So wirklich freuen konnten sich die Spieler der Ice Tigers allerdings nicht: „Wir wollten heute unbedingt gewinnen und es aus eigener Kraft schaffen“, bedauert Alexander Oblinger die heutige Niederlage. „Aber jetzt beginnt eine neue Saison und es geht bei Null los. Wir sind alle motiviert und glauben an alles. Jetzt hauen wir Mannheim raus!“

Auch der Krefelder Stürmer Marvin Tepper sieht dem Playoff-Viertelfinale optimistisch entgegen: „Wir haben Heimrecht und diese Saison gegen Hannover immer gut gespielt – mehr Spiele gewonnen als verloren“. Und laut Andreas Brockmann kann heuer eh jeder jeden schlagen: „Alles ist drin und bislang hat Nürnberg in den Play-offs gegen Mannheim verloren, dann probieren wir es halt diesmal in den Pre-Play-offs“, prophezeit der Ice-Tigers-Trainer.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!